Piz Cotschen 3195 m - über rote Felsen auf den Trabanten des Piz Kesch


Publiziert von Ivo66 Pro , 22. August 2012 um 18:36.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberengadin
Tour Datum:22 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 990 m
Abstieg: 990 m
Strecke:Albulapass (Parkplatz Chamanna d'Es-cha) - Fuorcla Gualdauna - P. 2503 m - P. 2778 m - P. 2985 m - P. 3053 m - Piz Cotschen
Kartennummer:1:25'000 Albulapass

Der Piz Cotschen, hoch über den Val d'Es-cha im Oberengadin wird seinem Namen in jeder Hinsicht gerecht: "Rotspitz" heisst der Trabant des mächtigen Piz Kesch frei übersetzt aus dem Rätoromanischen, und rot leuchten seine Felsen und Geröllhalden im Kontrast zum grossen Nachbarn.

Der Berg wird sehr selten besucht, obwohl er einiges über 3000 m erreicht; die magische Grenze also, welche vielleicht den einen oder anderen Bergsteiger über das viele Geröll und den losen Schutt hinwegtrösten kann. Möglicherweise hält aber der benachbarte Piz Kesch viele von einer Besteigung des Piz Cotschen ab, im Glauben dieser mächtige Felsklotz versperre jegliche Fernsicht. Gerade aber die Nähe zum Piz Kesch hat uns fasziniert, auf keinem anderen Gipfel steht man diesem begehrten Berg von so nahe. Obwohl sich der Piz Cotschen hinter dem Piz Kesch versteckt, braucht er dies nicht zu tun bezüglich Aussicht: Diese ist überraschend umfassend, die Höhe von 3195 m entfaltet hier schon eine gewisse Wirkung.

Der Zustieg zum Gipfel ist abwechslungsreich, angefangen vom Eintritt ins Val d'Es-cha hinter der Fuorcla Gualdauna, bis hin zum alpinen Aufstieg durch ein mit viel losem Schutt gefülltes Couloir und zuletzt dem atemberaubend schönen Schlussaufstieg über die gut 600 m lange gelbrote Terrasse, wo sich der nahe Blick zum Piz Kesch nach und nach öffnet.

Vom Gipfel des Piz Cotschen leitet der Cotschengrat weiter zum Piz Kesch. Dieser zertrümmerte Grat findet offenbar in der heutigen Zeit keinen Zuspruch mehr bei den Berggängern. Unglaublich, dass diese Route im Jahre 1896 erstmals begangen wurde. Das waren noch Bergsteiger!

Routenbeschreibung:

Vom Parkplatz der Chamanna d'Es-cha (P. 2251 m auf der Albulapassstrasse, Engadiner Seite) folgt man dem guten Bergweg über die Fuorcla Gualdauna weiter Richtung Chamanna d'Escha. Bei der Brücke am Bach (P. 2503 m) verlässt man den Weg und steigt etwa in der Falllinie die Grashänge auf, welche zum Teil mit Schutt und Geröll übersäht sind. Man hält sich im oberen Teil nach rechts auf einen ausgeprägten Kamm und steigt auf diesem Richtung der markanten Felsen südöstlich von P. 2985 m.

Man quert noch vor Erreichen der Felsen in östlicher Richtung durch Geröll, Schutt und roten Sand bis man von oben das markante Couloir erblickt. Durch dieses steigt man an geeigneter Stelle zuunterst durch steiles Schrofengelände auf. Das Couloir ist mit viel losem Schutt gefüllt; am besten hält man sich immer entlang der kleinen Felsrippen. Ganz oben hält man sich nach links und steigt so zuletzt über Geröllblöcke (Vorsicht, zum Teil lose!) auf zu P. 2985 m (Steinmann).

Nun hat man die markante Terrasse erreicht und steigt stets nach Westen querend über dieses einfache Geröllgelände auf. Vor dem Gipfel wird das Gelände etwas steiler; man kann zum Grat aufsteigen und sich über diesen einfach zum Gipfel begeben (ab P. 2985 m Gehgelände).

Tourengänger: Ivo66, Lena

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