Parzinnspitze (2613m) - Parzinnturm (2590m) - Steinkarspitze (2650m) - Lechtaler Genussrunde


Publiziert von Yeti69 , 22. August 2012 um 23:56.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Lechtaler Alpen
Tour Datum: 1 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   Parzinn 
Zeitbedarf: 8:30
Aufstieg: 1650 m
Abstieg: 1650 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Über Reutte nach Elmen - Richtung Hahntenjoch und zum Parkplatz in Boden am Ortsende
Kartennummer:AV Lechtaler 3/3 bzw. 3/4

Als ich vor einigen Jahren der Dremelspitze einen Besuch abstattete, fiel damals auch der Blick zur Parzinnspitze mit dem Gedanken - auch n`schöner Berg - da solltest du auch noch rauf. Und nachdem Tourengänger trainman letzten Herbst einen tollen Tourenbericht dazu brachte, war`s dann heuer am ersten August-Tag soweit.
Soviel sei gesagt: Die Runde rund um den Gufelsee mit den Wandergipfeln Steinkarspitze und Kogelseespitze bzw. der etwas anspruchsvolleren Parzinnspitze ist gespickt mit landschaflichen Höhepunkten. Hier kommt sowohl der Wanderer als auch der Bergsteiger bzw. Kletterer auf sein Kosten. Und  das Schönste - das Gebiet ist kaum überlaufen - eher ruhig - eben Lechtal !

Start ist der Parkplatz in Boden - hier zieht ein breiter Forstweg mit wenig Höhengewinn die ersten Kilometer Richtung Haunauer Hütte. Dafür entschädigt immer wieder der geniale Blick zur Dremelspitze (wie so oft auf dieser Runde). Später gehts dann auf kleinerem Pfad hoch zur Hanauer Hütte. Von der Hütte aus baut sich dann ein kontrastreiches Bild mit grünen satten Mädern und den beherrschenden Bergen mit Schlenker-Massiv, Dremel- und der besagten Parzinnspitze auf.

Weiter gehts auf gutem Wanderweg zum Gufelseejöchl mit fantastischen Blick auf den Gufelsee - eines der Motive vom Lechtal. Am Jöchl verlässt man den Wanderpfad nach links und folgt einem schmalen Pfad, vorbei unterhalb der Parzinnspitze, die Westabstürze passierend, später ansteigend und etwas beschwerlich im Schutt zur Nördlichen Parzinnscharte. Von hier aus sieht die Parzinnspitze aus wie "ausgebombter Haufen" (man verzeihe mir den Ausdruck).

Die letzten 100 hm führen dann über den Südgrat in leichter IIer Kletterei mit gelegentlichen Ausweichen in die Westflanke zum Gipfel der Parzinnspitze.  Die Route ist bei umsichtiger Steigweise recht gut durch Steinmänner zu finden. Der Fels der Kletterpassagen ist recht fest und immer wieder unterbrochen durch flacheres Schuttgelände. Der Ansatz des Südgrates wird links auf Pfadspuren umgangen und etwas westlich in eine breite Rinne eingestiegen - von nun an folgt man immer den Steinmännern  - zwischenzeitlich durch einen Art Kamin mit Bombengriffen - bis die letzte westliche Schuttrinne vor dem Gipfel sichtbar wird. Jetzt direkt rechts hoch zum Grat (nicht zur Schuttrinne) und über eine finale steile Stufe zum Gipfel.  So richtig oft wird der Gipfel wohl nicht besucht - zumindest war ich erst der 8. im Gipfelbuch dieses Jahr.  Abstieg wie Aufstieg zur Parzinnscharte.

In südlicher Richtung vorbei an den Parzinntürmen steuerte ich noch die Steinkarspitze an (blau markiert, Stellen I - teilweise Drahtseile) - das Gipfelkreuz wurde etwas unterhalb des höchsten Punktes errichtet - dorthin in ca. 10 Min. mit sehr schönem Blick auf den Bergwerkskopf (knackiger Bursche - siehe Tourbericht von ADI).
Zurück gings unter Mitnahme des südwestlichen Parzinnturms mit Gipfelkreuz (einzelne Kletterstellen II über Südwestrücken / schöner Blick zum Spiehlerturm) und dann direkt Richtung Gufelsee.

Den Abstecher zum Gufelsee kürzte ich ab via Abfahrt der von der Parzinnspitze herabziehenden Schuttreisen. Welch ein Kleinod doch dieser See ist ! Herrlich gelegen lässt  es sich an diesem Ort auch längere Zeit aushalten.
Nach längerer Rast gings zur Hanauer Hütte und den etwas tristen Forstweg zurück nach Boden (mit Mtb. wohl vorteilhafter).

Schöne ruhige Genussrunde in toller Landschaft - absolut empfehlenswert !
 

Tourengänger: Yeti69

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