Schnüerliweg


Publiziert von carpintero Pro , 22. August 2012 um 01:33.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:21 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Churfirsten   CH-SG 
Zeitbedarf: 6:30
Strecke:Iltios - Oberhoren - Unterruestel - Hinderlücheren - Rüggli - Stollenfurgge - Schnüerliweg - Valsloch - Chäserrugg
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW bis Unterwasser (Parkplatz bei der Iltiosbahn)
Kartennummer:1134 (Walensee)

Die Wetterprognose verspricht heute heisses und schwüles Klima. Mein heutiges Ziel ist der Schnüerliweg und ich erwische gerade noch die neun Uhr Bahn von Unterwasser auf den Iltios. Ich folge dem markierten Bergweg Richtung Schibenstoll und Zuestoll bis an den Eingang des Stollentals. Nach Punkt 1737 (Verzweigung Schibenstoll / Zuestoll) gehe ich noch ein kurzes Stück auf dem markierten Bergweg Richtung Schibenstoll. Dann verlasse ich den markierten Bergweg und überquere das Karrenfeld am nördlichen Ende des Stollentals von Norden nach Süden. Die bizarren Formen des Karrenfelds sind sehr eindrücklich und ich schiesse mit meiner neuen Kamera fleissig Fotos. Dank den Hinweisen aus dem *Bericht von WoPo1961 und dem *Bericht von amelie bleibe ich auf der Seite des Zuestolls und meide das grosse Geröllfeld auf der Seite des Schibenstolls. Einige Meter vor mir warnt eine Gämse mit ihren Rufen vor mir. Das ist der richtige Augenblick um das Zoom meiner neuen Kamera zu testen. Beim weiteren Aufstieg, kurz vor den grossen Felsblöcken, entdecke ich noch mehr Gämsen. Sie flüchten in die Ostflanke des Zuestolls. Ich steige westlich der grossen Felsblöcke entlang und der Aufstieg gestaltet sich zeitweise etwas mühsam, da kleinere Geröllhalden durchstiegen werden müssen. In der Stollenfurgge gönne ich mir eine längere Pause im Schatten eines grossen Felsblocks, der zum Zuestoll gehört. Dort baue ich direkt unter der Wand ein Steinmann.
 
Ich erkunde die Umgebung in der Stollenfurgge und entdecke den Einstieg zum Schnüerliweg Richtung Valsloch wie auch Richtung Paliis Nideri. Der Einstieg, sowie die mit Drahtseilen gesicherte Schlüsselstelle, bereitet keine Probleme und ich geniesse die Tiefblicke auf den Walensee. Ich habe die Stelle ausgesetzter erwartet. Der weitere Weg ist, bis auf eine weitere Stelle, ohne Sicherung und es ist Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit gefordert. Der Weg ist gut sichtbar und nur einmal komme ich wenig von ihm ab. Sonnenschutz ist von Vorteil, wird doch die Südseite der Churfirsten lange und intensiv von der Sonne angestrahlt. Kurz nach einer Rinne unterhalb des Glurissattels flüchtet eine Gämse mit waghalsigen Sprüngen vor mir. Ich bewundere die Sicherheit, mit welcher sich die Tiere in diesem unwegsamen Gelände bewegen. Kurz nach der Tieregg, von hier kann der ganze Weg überblickt werden, treffe ich auf den markierten Bergweg, der durch das Valsloch auf den Chäserrugg führt. Der Aufstieg zum Chäserrugg ist sehr anstrengend und meine Oberschenkel verkrampfen sich zu allem Überfluss auch noch andauernd. Ich lege deshalb regelmässig Pausen ein und geniesse die Aussicht.
 
Der Schnüerliweg ist meiner Meinung nach deutlich spannender, wenn er vom Valsloch in Richtung Stollenfurgge begangen wird, da der Weg zunehmend schmaler wird und sich die Schlüsselstelle bei der Stollenfurgge befindet.
 
Anmerkung: Der GPS-Empfang im Stollental und auf dem Schnüerliweg war von den mächtigen Felswänden der umgebenden Churfirsten so stark gestört, dass der GPS-Track nicht brauchbar ist.

Tourengänger: carpintero

Galerie


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Kommentare (1)


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Wanderer82 hat gesagt:
Gesendet am 22. August 2012 um 23:05
Ich kann die Bewertung T5 nicht ganz nachvollziehen. Ich war auch schon dort und mir kam das eher wie ein T4 vor. Die Stelle mit Seil ist ja völlig harmlos und danach ist es nur stellenweise ein wenig heikel, aber nirgends schwierig oder rutschig etc.

Da empfand ich den Abstieg vom "Gocht" als gefährlicher, obwohl dieser markiert, aber nirgends abgesichert ist.

Gruss
Thomas


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