Überschreitung Großlitzner und Großes Seehorn
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Am Freitag sind wir zum Madlener Haus angereist. Samstag um 5.30 Uhr ging es los. Wir sind später zu weit Richtung Litznersattel gelaufen, hätten uns in der Nähe des Sees früher nach Westen wenden müssen. Das hat über eine Stunde und etliche Höhenmeter gekostet.
Dann über das Schneefeld aufgestiegen, bis an den Grat zwischen Winterberg und Vorgipfel vom Grosslitzner. Hier haben wir plattiges Gelände nach rechts gequert und dann den Grat Richtung Südwest gekreuzt und auf der anderen Seite verfolgt. In diesem Bereich ist unsere Gruppe wegen diverser suboptimaler Faktoren von fünf auf zwei zusammengeschrumpft.
Den hohen Vorgipfel haben wir über die schuttige Rinne erstiegen und unmittelbar unter dem Gipfel auf der linken Seite umgangen.
Sodann haben wir den Großlitzner genauer in Augenschein genommen. Zunächst den kleinen Vorgipfel erstiegen und abgeseilt.
Die Kletterei hat uns gut gefallen und war nicht schwierig. Gegen Ende gibt's eine Stelle, wo man es bereut, wenn man die Zwischensicherung nicht ordentlich verlängert hat.
Dann vom Litzner 3 x abgeseilt (beim letzten Mal ein Stück "frei drehend") und im Schutt in die Scharte gestiegen. Den tiefsten Punkt der Scharte, ein kurzer, ausgesetzter Erd-Sand-Grat, fand ich nicht ohne. Tritt man auf die aufgetürmte sandige Erde, sinkt man ein, und rechts und links fliesst das Gemisch runter und man hört es noch lange hinabrutschen. Auch die Stelle unmittelbar oberhalb ist recht steil, erdig-sandig und lose geschichtet. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits etwas müde und angestrengt.
Der Anstieg zum Großen Seehorn ist eine ziemlich schöne Kletterei und Kraxelei im II. Grad. Fast ganz oben habe ich mich rechts von einer Felszacke über eine 1 - 2 m breite, kurze Stelle nachsichern lassen. Reibungstritte, kleine Tritte und zweitklassige Griffe bei perfekter Ausgesetztheit waren für mich zu garstig. Vielleicht war's auch nicht der Normalweg.
Dann waren wir endlich oben - sehr spät auch - und sind entlang der super Abseilstellen, die perfekt in Linie ligene, bis neben ein kleines Schneefeld abgeseilt. Nach kurzem Abstieg im Schutt, kommt ein steileres Gletscherfirnfeld, Steigeisen haben wir aber im Rucksack gelassen. Stellenweise bin ich trotzdem rückwarts mit Pickel abgestiegen. War aber recht gut verspurt. Dann wird der Gletscher bald flacher und bald sind wir über die Blöcke an der Seelücke auf den Weg zur Saarbrücker Hütte gelangt.
Am nächsten Tag sind wir noch den Klettersteig zum Kleinlitzner gegangen.
Fazit: Eine schöne Tour. Die Kletterei ist sicher nicht schwer. Das Gesamtpaket ist aber anspruchsvoll und war für mich nahe Leistungsgrenze. Insbesondere die Gesamtdauer in Verbindung mit anhaltender Konzentration in lose geschichtetem, teils ziemlich ausgesetzten Gelände. Der Weg am Grat ist vielleicht nicht allzu schwer zu finden (Wir haben sehr konzentriert auf Spuren geachtet), aber wer möchte, kann sich sicher auch hier lange versteigen.
Dann über das Schneefeld aufgestiegen, bis an den Grat zwischen Winterberg und Vorgipfel vom Grosslitzner. Hier haben wir plattiges Gelände nach rechts gequert und dann den Grat Richtung Südwest gekreuzt und auf der anderen Seite verfolgt. In diesem Bereich ist unsere Gruppe wegen diverser suboptimaler Faktoren von fünf auf zwei zusammengeschrumpft.
Den hohen Vorgipfel haben wir über die schuttige Rinne erstiegen und unmittelbar unter dem Gipfel auf der linken Seite umgangen.
Sodann haben wir den Großlitzner genauer in Augenschein genommen. Zunächst den kleinen Vorgipfel erstiegen und abgeseilt.
Die Kletterei hat uns gut gefallen und war nicht schwierig. Gegen Ende gibt's eine Stelle, wo man es bereut, wenn man die Zwischensicherung nicht ordentlich verlängert hat.
Dann vom Litzner 3 x abgeseilt (beim letzten Mal ein Stück "frei drehend") und im Schutt in die Scharte gestiegen. Den tiefsten Punkt der Scharte, ein kurzer, ausgesetzter Erd-Sand-Grat, fand ich nicht ohne. Tritt man auf die aufgetürmte sandige Erde, sinkt man ein, und rechts und links fliesst das Gemisch runter und man hört es noch lange hinabrutschen. Auch die Stelle unmittelbar oberhalb ist recht steil, erdig-sandig und lose geschichtet. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits etwas müde und angestrengt.
Der Anstieg zum Großen Seehorn ist eine ziemlich schöne Kletterei und Kraxelei im II. Grad. Fast ganz oben habe ich mich rechts von einer Felszacke über eine 1 - 2 m breite, kurze Stelle nachsichern lassen. Reibungstritte, kleine Tritte und zweitklassige Griffe bei perfekter Ausgesetztheit waren für mich zu garstig. Vielleicht war's auch nicht der Normalweg.
Dann waren wir endlich oben - sehr spät auch - und sind entlang der super Abseilstellen, die perfekt in Linie ligene, bis neben ein kleines Schneefeld abgeseilt. Nach kurzem Abstieg im Schutt, kommt ein steileres Gletscherfirnfeld, Steigeisen haben wir aber im Rucksack gelassen. Stellenweise bin ich trotzdem rückwarts mit Pickel abgestiegen. War aber recht gut verspurt. Dann wird der Gletscher bald flacher und bald sind wir über die Blöcke an der Seelücke auf den Weg zur Saarbrücker Hütte gelangt.
Am nächsten Tag sind wir noch den Klettersteig zum Kleinlitzner gegangen.
Fazit: Eine schöne Tour. Die Kletterei ist sicher nicht schwer. Das Gesamtpaket ist aber anspruchsvoll und war für mich nahe Leistungsgrenze. Insbesondere die Gesamtdauer in Verbindung mit anhaltender Konzentration in lose geschichtetem, teils ziemlich ausgesetzten Gelände. Der Weg am Grat ist vielleicht nicht allzu schwer zu finden (Wir haben sehr konzentriert auf Spuren geachtet), aber wer möchte, kann sich sicher auch hier lange versteigen.
Hike partners:
wegener

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