Haldensteiner Calanda - Besteigung von Vättis


Publiziert von Bernd , 21. August 2012 um 09:14.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Calanda
Tour Datum:18 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Calanda   CH-GR   CH-SG 
Zeitbedarf: 6:30
Aufstieg: 1900 m
Abstieg: 1900 m
Strecke:Vättis - Schaftäli - Haldensteiner Calanda und retoure
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Vättis Ortsmitte, Parkplätze bei der Post
Unterkunftmöglichkeiten:bei Bedarf Calandahütte
Kartennummer:LK 1175

Es stehen diverse Parkplätze in der Ortsmitte von Vättis zur Verfügung. Hier nun zu Fuss auf der Strasse Richtung Kunkelpass und nach 200 m links in die Calandastrasse abbiegen. Weiter gehts über den Görbsbach und danach dem Strassenschild 'Los' folgend. Ca. 400 m nach 'Los' quert man eine grosse Stromleitung, nach dieser gleich links in den breiten Waldweg abbiegen und nun auf der rechten Seite den schmalen beschilderten Einstieg zur Calanda suchen. Erstbegeher sollten hier im Tageslicht unterwegs sein.
Der Pfad schlängelt sich nun gut sichtbar wenige Kurven durch den Wald um dann kräftig anzusteigen. Hier haben Murenabgänge vor einigen Jahren den Weg verschüttet. Dieser ist auf den nächsten 50 Hm nicht immer klar ersichtlich. Wer dieses Hindernis gemeistert hat sollte bis zum Gipfel keine Orientierungsprobleme mehr haben.
Via Gonscherolaboden (1460) geht der Weg fast immer steil weiter bis auf 1750 Meter Höhe eine Querung ansteht (ein leichtes Auf und Ab). An deren Endung kann man im Frühsommer ein grosses, steiles Schneefeld antreffen wo eventuell Steigeisen benötigt werden. Wir hatten bei einer Begehung Anfang Juli Glück und konnten in einer vom Bach erzeugten Schneehöhle queren. Danach geht es wieder sehr steil weiter ehe auf ca. 2000 Meter Höhe das Gelände etwas zurückfällt und man fast schon gemütlich auf einer Wiese ansteigt. An deren Ende geht es eine Steilstufe hoch wo zum ersten Mal die Hände zum Einsatz kommen können. Bei Punkt 2175 betritt man dann das Haldensteiner Schaftäli an dessen Ende gut die schmale Einkerbung (1m breit) zu sehen ist. Bei einem Besteigungsversuch Anfang Juli lag dort soviel Altschnee das für uns selbst mit Steigeisen kein Durchkommen möglich war. Wir versuchten damals vor der Einkerbung links entlang an dem gut sichtbaren Felsband hochzusteigen. Hier gibt es auch einige schwache Markierungen. Unser Ziel war nun weglos bis zu Punkt 2634 hochzusteigen. Dies verhinderte aber der Schotter und immer steileres Gelände. Bei ca. 2550 Metern gaben wir auf. Auf dem Rückweg sahen wir dann auf ca. 2450 Metern Höhe Tierspuren die Richtung Punkt 2411 gehen. Aber auch das sieht mühsam aus. Soviel zum missglückten Juliversuch.
Die Einkerbung war beim jetzigen Versuch schneefrei aber diese wollte ich mir für den Rückweg aufheben. Ich versuchte diesmal die Felsen rechts von der Einkerbung hochzuklettern. Dieses Gelände ist max. eine I+/II- und die perfekte Alternative wenn die Einkerbung noch voll Altschnee ist. Nach der Kletterrei kommt man problemlos auf den schwach sichtbaren Pfad. Aber die Richtung hin zu Punkt 2411 ist logisch. Danach geht es, unerwartet gut weil kaum Schutt, über den Rücken bis zum grossen Steinmann bei Punkt 2634 und dann bis zum Gipfel.
Der Rückweg ging dann mächtig in die Oberschenkel. Warum nicht einfach eine Nacht auf der Calandahütte verbringen und erst am nächsten Tag in Verbindung mit der Felsberger Calanda absteigen?

Tourengänger: Bernd


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