Galtigentürme & Esel Ostwand


Publiziert von Melanie , 21. August 2012 um 07:02. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum:19 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: 4+ (Französische Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Pilatusgebiet   CH-NW   CH-OW 
Aufstieg: 760 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Pilatusbahn bis Ämsigen, Zustieg zur Mattalp

Bestes Wetter und mein Knie spricht sich eindeutig gegen weitere Hochtouren diese Saison aus.
Also: Klettern ist angesagt! 

Nach der gestrigen Tour aufs Stockhorn, wo ich das Vorsteigen ein bisl üben konnte, war heute Pilatus angesagt, besser gesagt die Galtigentürme, die dominik ja im Herbst schon mal auskundschaftet hatte (siehe Tour hier).

Mit der Bahn bis Ämsigen, und mit vielen vielen Urlaubern und Sonntagsausflüglern, die wohl auch dachten auf über 2100m ist es ein paar Grad kühler (war es wahrscheinlich auch, aber dummerweise immer noch über 30Grad). 
Von Ämsigen bis zur Mattalp auf der rechten Seite des Tals, wo es wenigstens ein bischen schattig war.
Einstieg in die Mattalpplatte um ca 11 Uhr, via "Fadegrad", wobei das bei unserer kreativen Kletterei ein paar Slalomkurven beinhaltete. 
  1. SL 5b, 2. SL 4c, 3. SL 3b, 4. SL 4a. Die ersten beiden SL schöne Reibungskletterei, dann den grünen Markierungen zu den zweiten beiden folgen, hier kommen alle Routen der Platte zusammen,  (Staugefahr..).  

Vor dem Einstieg in den ersten Turm Zeit für Brotzeit, auch weil zwei andere Seilschaften vor uns waren, und im Schatten wartet es sich angenehmer. Wären die Eier, die wir dabei hatten, nicht schon hart gekocht gewesen, man hätt glatt Spiegeleier auf den Felsbrocken braten können.

Turm I ist schön einfach (3b, 3b, 3b, 3a), ich hab weiter vorsteigen geübt und die blendende Aussicht genossen. Hier sind uns dann die ersten Gleitschirmflieger über den Kopf geflogen, was wir meist eher durch das Rascheln des Schirms gemerkt haben und weil es für ein zwei Sekunden ein klein wenig schattig war, ein ganz klein wenig. 

Der zweite Turm ist nur 2 SL (3c), diese aber auch noch sehr kurz, weswegen wir  praktisch durchgeklettert sind. 
Auch Turm III sind nur drei SL (4a, 3c, 3c), auch hier kurze Abstände zwischen den Ständen und wir waren zügig drüber.

Mittlerweile war's schon 15Uhr, die Kräfte liessen langsam nach, die 3l Wasser pro Kopf näherten sich dem Ende und wir haben den vierten und letzten, und eigentlich auch spassigsten Turm, gar nicht mehr so richtig geniessen können (4c, 4b, 3b).
Hier zu bemerken: Den ersten Stand am Turm IV kann man eventuell übersehen, da der zweite Bohrhaken ungefähr auf Bauchhöhe ist, also definitiv ausserhalb des Bereichs, wo sich der offensichtliche Haken befindet. Wir sind erst mal dran vorbei gelaufen....

 Dann endlich, es ist geschafft....die Belohnung: wundervolle Aussicht auf den Vierwaldstätter See!

Am Einstieg zur Eselostwand haben wir nochmal ein Päuschen gemacht vor einem Schacht, der ins Innere des Bergs führt - ein leichter Luftzug und ein Plätzchen, das wohl fast den ganzen Tag Schatten hat haben uns wieder auf normale Betriebstemperatur gebracht. 

Esel Ostwand wie bereits oftmals beschrieben, steil und nur bei trockenen Verhältnissen zu machen. 

 Das kalte Weissbier in der Sonne haben wir uns verdient, dabei noch ein paar Gleitschirmflieger beim Start beobachtet, bevor wir mit der Bahn nach unten und zur Erfrischung noch in den See gesprungen sind. 

Fazit: Sehr schöne Tour, nur war es eigentlich zu heiss, um den ganzen Tag am Fels zu sein.
Und aller guten Dinge sind drei, und ich hab dieses mal den Gipfel des PIlatus, und eigentlich die Schweiz soweit das Auge reicht, wolkenlos gesehen! 

Hinweise für hikrs, die die Türme auch noch auf der Liste der Projekte haben: 
 - 60m Seil ist ratsam, dadurch können leicht immer 2 SL ohne Halt geklettert werden, dazu sollte man dann aber 10-12 Expressen dabei haben
- Schlingen/Keile etc nicht notwendig
 - Ab dem zweiten Turm gibt es einige seltsame grosse und dicke Sicherungsringe, die ca 10cm nach oben stehen: hier passen nur grössere Karabiner rein, Ringe sind zu dick für die kleinen. 
 

Tourengänger: dominik, Melanie

Galerie


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