Rotwand (2334m) - Pfeilspitze (2469m) - Überschreitung in steilem Gras
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Jedem aufmerksamen Berggänger, der bereits im Raum Elmen bzw. Richtung Hahntenjoch auf Bergtour unterwegs war, dürften wohl die markanten Erhebungen der Rotwand und der Pfeilspitze mit ihren steil abfallenden Grasflanken und dem messerscharfen Verbindungsgrat kaum entgangen sein. Allein der Anblick der grünen Grasflanken wird wohl jedem Tourengänger, der eine gewisse Zuneigung für Steilgras hat, leuchtende Augen bereiten - ein wahrlich alpiner Leckerbissen !
Und die freien Ausblicke rundum sind einfach großartig - Lechtaler-, Allgäuer Alpen, Mieminger.....
Und offen gestanden: Richtig in den Bann hat mich die Tour gezogen, als ich mir die Bilder dazu über die Internetseite "www.gipfelsuechtig.de" ansah (Hinweis: erstklassige Beschreibung dieser Tour). Und so kam`s dann auch - die Wetterprognose war bombig, vielleicht "a bisserl heiß", aber besser heiß als nass.
Startpunkt ist der als Ausgangspunkt beschriebene Wendeparkplatz. Von dort zieht ein kleiner steiler Pfad vorbei an kleinen Holzhütten den Westrücken hinauf Richtung Rotwand. Der Pfad ist nicht immer ganz deutlich, aber selbst bei Direttisima-Aufstieg sind die Lawinenverbauungen auf ca. 1600 m kaum zu verfehlen. An diesen vorbei bis in eine Senke kurz vor dem Gipfelaufschwung. Hier wird der eigentliche Anstieg ersichtlich: Zwischen zwei Latschenfeldern steigt man eine breite aufsteilende "Grasgasse" empor und hälts sich oberhalb etwas rechts, die Felsschrofen umgehend. Nun legen auch die Steigungsprozente zu und es wird luftig unterm Hintern. Hier kam der Pickel teilweise zu Hilfe - beim Anstieg zur Rotwand nicht unbedingt notwendig, aber durchaus bequem fürs schnelle Aufsteigen (beim Abstieg von der Pfeilspitze für uns notwendig, aber dazu später). Kurze Zeit später wieder leicht links querend aufsteigen, bis kurz unter dem herabziehenden Seitengrat eine etwas flachere Passage folgt. Ziel ist nun die auf der linken Seite deutlich sichtbare hinaufziehende Grasflanke zum Gipfel. Dazu folgt man einfach der in der Mitte der Gipfelwand ansetzenden Rinne einige Meter und verlässt diese nach links zum Ansatz der Grasflanke (die besagte Rippenquerung, wie auch unter "gipfelsuechtig.de" beschrieben bleibt einem dadurch erspart).
Die finale Grasflanke ist dann ein wahrer Steilgras-Genuss. Wir kamen aus dem Grinsen nicht mehr heraus - fantastisch ! Am Gipfel angekommen weiß man dann gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Der Blick zur Pfeilspitze mit dem Gratverlauf ist schlicht genial.
Es folgt der Gratübergang zum Hauptgipfel (ohne Gk) der Rotwand. Kurz vor dem Gipfel versperrt ein Gendarm den Weiterweg. Der lässt sich erstaunlich einfach umgehen, in dem man vor dem Gendarm in eine nach links (Norden) ziehende Rinne (I+) absteigt und einige Meter quert bzw. dahinter wieder im Gras zum Grat aufsteigt. Nach dem Hauptgipfel gehts weiter auf der schmalen Gratschneide, teilweise exponiert, aber nicht sonderlich schwierig (teilweise I), und mit großartigen Ausblicken. Auf der Pfeilspitze angekommen gabs die verdiente Rast - und danach den subjektiv gefühlt schwersten Abschnitt der Tour - den Abstieg von der Pfeilspitze.
Der oberste Gipfelkörper wird in moderater II-Kraxelei zu einem Vorbau abgeklettert. Gewöhnlich wird dann vom Vorbau der weitere Gratausläufer sehr steil abgeklettert. Wir sind hingegen, mit dem Gedanken der leichteren Route, am Vorbau direkt Richtung Stablsee auf undeutlichen Spuren ca. 50-100 hm abgestiegen und querten dann die gesamte Ostflanke unterhalb des Gratausläufers Richtung Gratansatz der Pfeilspitze. Viel leichter dürfte das aber auch nicht sein, da die Querung kaum Stufen im Gras aufweist und erschwerend mit Hornstein eingelagert ist. Ohne Hilfe des Pickels ist diese Passage eher grenzwertig - zumindest aus meiner Sicht. Aber mit entsprechender Besonnenheit und Konzentration ganz gut machbar - immerhin hat man hier die "herrlichen Ausblicke " auf die Abbrücke unterhalb, die zur Vorsicht mahnen.
Der Rest ist dann Schaulaufen: Vom erreichten Gratansatz der Pfeilspitze wird stets auf Grathöhe bzw. kurzem steilerem Grasabschwung die Bschlaber Kreuzspitze anvisiert. Ab dort verläuft der Anhalter Höhenweg über die Mittlere und Elmer Kreuzspitze. Letztere wird überschritten und durchgehend steil auf teilweise erodierten, aber markierten Weg zur Stablalpe abgestiegen mit obligatorischem Einkehrschwung - denn, es folgt ein Manko der Tour:
Die Talankunft liegt rund 3 km (davon 1 km Passtraße) und ca. 220 hm entfernt vom Startpunkt. Also entweder die Tour mit zwei Pkw`s angehen oder, wie wir, den Gegenanstieg in Kauf nehmen. Nach dieser "Kracher-Tour" und den Eindrücken war uns das aber eher "wurscht".
Fazit: Wer ein Faible für Steilgras hat (Trittsicherheit und Schwindelfreiheit obligatorisch), dem sei die Tour wärmstens ans Herz gelegen - eine Traumtour !
Mit auf Tour war: Tourenpartner Andreas
Und die freien Ausblicke rundum sind einfach großartig - Lechtaler-, Allgäuer Alpen, Mieminger.....
Und offen gestanden: Richtig in den Bann hat mich die Tour gezogen, als ich mir die Bilder dazu über die Internetseite "www.gipfelsuechtig.de" ansah (Hinweis: erstklassige Beschreibung dieser Tour). Und so kam`s dann auch - die Wetterprognose war bombig, vielleicht "a bisserl heiß", aber besser heiß als nass.
Startpunkt ist der als Ausgangspunkt beschriebene Wendeparkplatz. Von dort zieht ein kleiner steiler Pfad vorbei an kleinen Holzhütten den Westrücken hinauf Richtung Rotwand. Der Pfad ist nicht immer ganz deutlich, aber selbst bei Direttisima-Aufstieg sind die Lawinenverbauungen auf ca. 1600 m kaum zu verfehlen. An diesen vorbei bis in eine Senke kurz vor dem Gipfelaufschwung. Hier wird der eigentliche Anstieg ersichtlich: Zwischen zwei Latschenfeldern steigt man eine breite aufsteilende "Grasgasse" empor und hälts sich oberhalb etwas rechts, die Felsschrofen umgehend. Nun legen auch die Steigungsprozente zu und es wird luftig unterm Hintern. Hier kam der Pickel teilweise zu Hilfe - beim Anstieg zur Rotwand nicht unbedingt notwendig, aber durchaus bequem fürs schnelle Aufsteigen (beim Abstieg von der Pfeilspitze für uns notwendig, aber dazu später). Kurze Zeit später wieder leicht links querend aufsteigen, bis kurz unter dem herabziehenden Seitengrat eine etwas flachere Passage folgt. Ziel ist nun die auf der linken Seite deutlich sichtbare hinaufziehende Grasflanke zum Gipfel. Dazu folgt man einfach der in der Mitte der Gipfelwand ansetzenden Rinne einige Meter und verlässt diese nach links zum Ansatz der Grasflanke (die besagte Rippenquerung, wie auch unter "gipfelsuechtig.de" beschrieben bleibt einem dadurch erspart).
Die finale Grasflanke ist dann ein wahrer Steilgras-Genuss. Wir kamen aus dem Grinsen nicht mehr heraus - fantastisch ! Am Gipfel angekommen weiß man dann gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Der Blick zur Pfeilspitze mit dem Gratverlauf ist schlicht genial.
Es folgt der Gratübergang zum Hauptgipfel (ohne Gk) der Rotwand. Kurz vor dem Gipfel versperrt ein Gendarm den Weiterweg. Der lässt sich erstaunlich einfach umgehen, in dem man vor dem Gendarm in eine nach links (Norden) ziehende Rinne (I+) absteigt und einige Meter quert bzw. dahinter wieder im Gras zum Grat aufsteigt. Nach dem Hauptgipfel gehts weiter auf der schmalen Gratschneide, teilweise exponiert, aber nicht sonderlich schwierig (teilweise I), und mit großartigen Ausblicken. Auf der Pfeilspitze angekommen gabs die verdiente Rast - und danach den subjektiv gefühlt schwersten Abschnitt der Tour - den Abstieg von der Pfeilspitze.
Der oberste Gipfelkörper wird in moderater II-Kraxelei zu einem Vorbau abgeklettert. Gewöhnlich wird dann vom Vorbau der weitere Gratausläufer sehr steil abgeklettert. Wir sind hingegen, mit dem Gedanken der leichteren Route, am Vorbau direkt Richtung Stablsee auf undeutlichen Spuren ca. 50-100 hm abgestiegen und querten dann die gesamte Ostflanke unterhalb des Gratausläufers Richtung Gratansatz der Pfeilspitze. Viel leichter dürfte das aber auch nicht sein, da die Querung kaum Stufen im Gras aufweist und erschwerend mit Hornstein eingelagert ist. Ohne Hilfe des Pickels ist diese Passage eher grenzwertig - zumindest aus meiner Sicht. Aber mit entsprechender Besonnenheit und Konzentration ganz gut machbar - immerhin hat man hier die "herrlichen Ausblicke " auf die Abbrücke unterhalb, die zur Vorsicht mahnen.
Der Rest ist dann Schaulaufen: Vom erreichten Gratansatz der Pfeilspitze wird stets auf Grathöhe bzw. kurzem steilerem Grasabschwung die Bschlaber Kreuzspitze anvisiert. Ab dort verläuft der Anhalter Höhenweg über die Mittlere und Elmer Kreuzspitze. Letztere wird überschritten und durchgehend steil auf teilweise erodierten, aber markierten Weg zur Stablalpe abgestiegen mit obligatorischem Einkehrschwung - denn, es folgt ein Manko der Tour:
Die Talankunft liegt rund 3 km (davon 1 km Passtraße) und ca. 220 hm entfernt vom Startpunkt. Also entweder die Tour mit zwei Pkw`s angehen oder, wie wir, den Gegenanstieg in Kauf nehmen. Nach dieser "Kracher-Tour" und den Eindrücken war uns das aber eher "wurscht".
Fazit: Wer ein Faible für Steilgras hat (Trittsicherheit und Schwindelfreiheit obligatorisch), dem sei die Tour wärmstens ans Herz gelegen - eine Traumtour !
Mit auf Tour war: Tourenpartner Andreas
Hike partners:
Yeti69





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