Heimspitze (2685 m)


Publiziert von monigau , 23. August 2012 um 19:38.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Silvretta
Tour Datum:18 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Strecke:14 km - Bergstation Versettlabahn - Matschuner Joch - Heimbüheljoch- Heimspitze - Versettlabahn
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Autobahn bis Bludenz, Ausfahrt Montafon, weiter bis Gaschurn, kostenlose Parkplätze gegenüber der Talstation der Versettlabahn

Traumtag im Montafon

Die grandiose Sicht in die Berge, mit einer Klarheit, wie man sie sonst nur im Herbst oder an Föhntagen hat, ließ mich heute zu einer Tour im Silvrettagebiet aufbrechen. Ich war früh genug dran und konnte mir in einem kleinen Café in Gaschurn noch ein zweites Frühstück gönnen, bis um 8.30 Uhr die erste Gondel der Versettlabahn abfuhr.

Absichtlich hatte ich mir einen Ausgangspunkt auf über 2000 m ausgesucht, denn für den heutigen Tag waren hohe Temperaturen angesagt und ich dachte mir, dort oben wird es wohl etwas kühler sein. Dass dem nicht so war, musste ich danach erfahren.

Mein Ziel war die Heimspitze, ein wenig berühmter Gipfel zwischen Gargellen und Gaschurn. Von der Bergstation folgte ich dem Wegweiser Versettla und umrundete östlich und südlich die Burg. Nach einem Anstieg durch kantige Felsbrocken erreichte ich bald den aussichtsreichen Gratweg und den Versettlagipfel. Die Madrisella umging ich südlich und gelangte danach auf den Matschuner Gratweg, Auf dem Matschuner Joch war ich hin und weg von der Sicht hinüber zum Litzner, den Seehörnern, Piz Buin und Fluchthorn. Links blinkte der Stausee Kops über dem Montafoner Talschluss. Eigentlich hätte ich hier gerne länger pausiert, aber es wurde immer wärmer und es standen noch einige Anstiege bevor.

Nach einer kurzen Verschnaufpause stieg ich also weiter bis zum Heimbühljoch und befand mich bald in einer faszinierenden Fels- und Seenszenerie. Nun wandte ich mich rechts hoch, musste dann wieder absteigen, bevor es nach einem Anstieg zu einem Sattel den steilen Hang hoch zum Gipfel der Heimspitze ging. Dort waren schon ein paar Gipfelstürmer und genossen die traumhafte Rundumsicht.

Eigentlich hatte ich hier oben eine frische Brise erwartet, aber schon beim Anstieg war es immer heißer geworden und die langärmeligen Sachen hatte ich wohl umsonst hochgeschleppt.

Nach der verdienten Gipfelrast und dem ausgiebigen Genuss der Sicht, ging ich auf dem selben Weg zurück. Ein gemütliches Verweilen war dabei nicht angesagt, denn die letzte Bahn fährt schon um 17 Uhr.
Meine zunehmenden Durstgefühle musste ich bis zur Ankunft im Tal unterdrücken, denn zum ersten Mal auf einer Tour hatte ich zu wenig zum Trinken dabei und die letzten 2 1/2 Stunden hatte ich ohne einen Tropfen auskommen müssen. Naja, man lernt halt nie aus.

Fazit:  Bei beständigem Wetter eine absolut lohnende Tour. Unterwegs gibt es keinerlei Einkehrmöglichkeiten, auch keine Quelle, um die Trinkflasche aufzufüllen. Es sind immer wieder Gegenanstiege zu bewältigen und somit wurden aus den vorgegebenen 670 Höhenmetern locker 900 m. Der Weg ist stets gut markiert und beschildert.


Tourengänger: monigau

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Kommentare (2)


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Jackthepot hat gesagt: Super
Gesendet am 23. August 2012 um 22:27
Hi Moni,
klasse Tour, Gratuliere. Hierzu hab ich dieses Jahr auch schon Literatur gewälzt. Super!!!

Gruß Harald

monigau hat gesagt: RE:Super
Gesendet am 24. August 2012 um 07:18
Danke, Harald!
Es war wirklich beeindruckend, vor so einer Kulisse zu wandern. Am liebsten hätte ich immerzu die Aussicht bewundert, aber ab und zu musste ich auch noch auf den Weg achten ;-) .
Lg
Monika


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