Spontan Projekt „Linterhorn“ kläglich gescheitert…


Publiziert von alpinbachi , 16. August 2012 um 23:38.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Frutigland
Tour Datum:16 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Zeitbedarf: 1:30
Aufstieg: 300 m
Abstieg: 300 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit Auto: Hauptstrasse Frutigen – Adelboden. Beim Tunnel „Schmitte“ Umfahrung benutzen und auf der Steinschlag gefährdeten Strasse Richtung „Linter“. Bis etwa 1400m anständige Strasse Bergstrasse, danach bis ans Ende auf gut 1500m wird es recht steil, schmal und uneben, aber immerhin betoniert. Am Ende der Strasse kleiner Parkplatz. Mit ÖV: …fängt das Abenteuer auf der Hauptstrasse Frutigen - Adelboden an.
Kartennummer:1: 25 000 Adelboden 1247

Beschrieb der Tour:
Vorab: Ich habe relativ schnell kapituliert und bin wieder abgestiegen. Dennoch war nicht alles umsonst. Ich konnte mir so ein Bild vom Anfahrtsweg und dem Einstieg zur Route auf das Linterhorn machen. Ein Horn an dem Niesengrat, aber dieser Abschnitt ist mir völlig unbekannt. Mit meinem Freitag heute habe ich voll die A… Karte gezogen… Vorher schönstes Wetter und ab Morgen auch wieder. Wenigstens konnte ich einmal wieder ausschlafen, da viele meiner letzten Touren sehr, sehr früh begannen. Um die Mittagszeit ging ich etwas Planlos los. Spontan lenkte mich mein Auto Richtung Linterhorn. Das wäre eine kurze, aber sicher lohnende Nachmittagstour.
Siehe hier, von Axi. Das Linterhorn ist schon eine längere Pendenz von mir. Wer die paar wenigen Berichte über dieses Horn liest, wird immer wieder über die Worte „Nebel“ und „Wolken“ stolpern. Offensichtlich ist dieses Horn primär in Wolken gehüllt wenn ein hikr kommt… Natürlich sah ich, dass alles zu war. Da sich aber gemäss Meteo alles auflösen sollte, hatte ich die Hoffnung im Nebel zu starten und an der Sonne auf dem Gipfel zu sein. Klappte leider nicht. Am Punkt wo sich die Wegspuren verlieren dichtester Nebel. Axi Zeilen im Kopf:
"Das Gelände ist steil, sieht etwas grimmig aus, aber vor allem oben sehr gut gestuft, also kein Problem."
So dachte ich Kapitulation ist das einzig vernünftige. Grimmiges Gelände und Nebel = ungut. Wenigstens haben sich die Wolken bis am Abend nicht aufgelöst. Ein kleiner Trost.
Bei der Rückfahrt habe ich noch schnell ein Abstecher zu der Hängebrücke Hohstalden – Paradiesli gemacht.
Schwierigkeit: Bis zum „Point of return“ T2, weiter oben gemäss hikr berichten T3+
Schlüsselstelle: wäre weiter oben gekommen…
Routen Beschrieb: Karte hilfreich. Ab ca. 1900 Meter weglos. Bei dem dichten Nebel waren selbst die vorhandenen Wege kaum zu finden. Via GPS manövrierte ich mich von der Strasse genau auf die SE- Grat Schneide zum Pt 1730. Mehr Wegspuren als Weg. Ab Pt 1730 bei der Hütte deutlicher Weg bis zur Abzweigung Chratzchumi, danach verlieren sich die Spuren. Dort habe ich umgedreht. Im Abstieg bin ich ab Pt 1730 dem deutlichen Weg gefolgt der in einem grossen Bogen zu Pt 1590 und dann zum Ausgangspunkt, dem kleinen Parkplatz am Ende der Strasse führt. Ab Pt 1590 verliert sich auch dieser Weg, deshalb habe ich im dichten Nebel den Einstieg nicht gefunden. Generell habe ich weder Wegweiser noch Markierungen gesehen.
Verhältnisse: Ab 1500m dichter Wolkendeckel. Null Sicht.
Foto: Sony DSC-WX10, Photoshop CS5
Links: www.alpinbachi.ch
 

Tourengänger: alpinbachi

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Kommentare (6)


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WoPo1961 Pro hat gesagt: nicht kläglich, sondern nur Pech
Gesendet am 17. August 2012 um 09:40
Moin alpinbachi,
ich finde, dein Projekt ist NICHT kläglich gescheitert, sondern es war einfach nur PECH, das der Wetterbericht nicht passte bzw der Nebel sich eben nicht auflöste. Und außerdem ziehe ich immer wieder respektvoll den (Schweiz)hut, wenn Bergsteiger rechtzeitig umkehren, weil ihre Bewertung der Situation ein gefahrloses Weitergehen nicht unbedingt gesichert ist! Besser einmal zuviel, als einmal zu wenig umkehren. Dafür scheint beim näxten Mal mit Sicherheit die Sonne!!
lieben Gruß aus Flachlandhausen
WoPo

alpinbachi hat gesagt: RE:nicht kläglich, sondern nur Pech
Gesendet am 21. August 2012 um 19:23
Hoi WoPo,
Danke für Deinen Kommentar. Ja das Wetterpech ist schon mein Markenzeichen in diesem Jahr… Bin auch der Meinung lieber einmal zu viel umdrehen als zu wenig… Wär das Ziel eine Hütte könnte man schon dem Weg folgen. Aber weglos auf einen Gipfel macht wirklich keinen Sinn. Und ich wollte am felsigen Gipfel bei Null- Sicht nicht das gleiche erleben wie Du am Steghorn…

> aber nur kurzfristig, denn schon bald steckt er spreizend in einer Verschneidung, einen vermeintlichen Griff lose in der Hand haltend...

(((-: LG Bachi

Gelöschter Kommentar

alpinbachi hat gesagt: RE:
Gesendet am 21. August 2012 um 19:25
...ja trurige Näbu Hoger das!!! Was meinsch Mark? Mau im Herbscht, Du Chratzchumi u ig Normal...
Oder hesch gnue Linterhorn gha für das Jahr???
LG Bachi

Gelöschter Kommentar

alpinbachi hat gesagt: RE:
Gesendet am 21. August 2012 um 21:19
Yes, das chunnt ono...


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