Wildes Hinterbergl (3288m) eine eher seltene Sommertour


Publiziert von Chiemgauer , 16. August 2012 um 18:53.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Stubaier Alpen
Tour Datum: 5 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: ZS
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1500 m
Strecke:22 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Ins Stubaital nach Neustift und von dort über Milders und Seduck zum Parkplatz Oberisshütte
Unterkunftmöglichkeiten:Franz-Senn-Hütte
Kartennummer:Kompass Nr. 83

Über den Alpenverein sollte es mal etwas Erfahrung am Gletscher geben, weswegen es für zwei Tage auf die Franz-Senn-Hütte ging und von dort auf das im Sommer wohl eher selten besuchte Wilde Hinterbergl.

 

Am Sonntag war Aufstieg zur Hütte angesagt und nach dem Mittagessen wurde Spaltenbergung geübt. Hoffentlich muss nie jemand von mir gerettet werden ;-)

Am Montag ging es dann hoch zum Wilden Hinterbergl. Dafür zuerst „ewig“ ins Tal hinein am Alpeiner Bach entlang, bevor sich das Tal teilt und es endlich auch mal nach oben geht. Wir wählen für den Aufstieg die linke Variante und steuern auf den Alpeiner Ferner zu und zu Beginn noch rechts von diesem hoch, bevor es in einem Rechtsbogen zum Verborgen-Berg-Ferner hoch geht. Über diesen aperen Gletscher geht’s dann noch ungesichert bis zur Randkluft unter der Turmscharte. Bei dieser seilen wir uns dann vorsichtshalber an, man weiß ja nie. Gleich nach der Randkluft geht’s durch schönes Ier-Gelände (im oberen Teil mit Fixseilen gesichert, die aber wohl nur im Winter benötigt werden) zur Turmscharte hoch. Mit einem kurzen Abstecher wäre der Vordere Wilde Turm zu erreichen, aber die Wettervorhersage (Unwetter ab Nachmittag möglich) lässt uns leider keine Zeit, weswegen es gleich über die Firnfelder des Berglasferner zum Wilden Hinterbergl (leider ohne Kreuz) hochgeht. Bis hierher einfache Gletschertour, die wohl auch solo ohne zu großes Risiko möglich sein müsste.

Nach wenigen Minuten am Gipfel ging es wegen Wettervorhersage auch schon wieder runter und zwar über den nicht zu steilen, aber sehr spaltenreichen Berglasferner. Durchgehend mussten Spalten überlistet werden (da waren schon ein zwei sehr schmale Eisgrate dabei und mutige Sprünge) und drei von uns vier durften auch nähere Bekanntschaft mit Spalten machen. Bei einer nicht besonders einladenden Brücke wurde dann auch noch zur Sicherheit mit Eisschraube gesichert. Für die erste echte Gletschertour war es mir schon fast zu heftig, aber so ist es halt manchmal mit dem „kalten Wasser“.

Danach ging es am Moränenrand wieder runter zum Alpeiner Bach, das Tal vor und über Franz-Senn-Hütte zurück zum Auto.

 

Bis auf dem Abstieg über den Berglasferner eine einfache Tour. Wie schwer der Berglasferner wirklich ist, kann ich mangels Erfahrung (noch) nicht beurteilen.


Tourengänger: Chiemgauer

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Geodaten
 12463.gpx Aufstieg Hütte
 12464.gpx Aufstieg Wildes Hinterbergl
 12465.gpx Abstieg

Galerie


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Kommentare (2)


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mabon hat gesagt:
Gesendet am 16. August 2012 um 23:46
Gratuliere Hans!
Deine erste Gletschertour?

Chiemgauer hat gesagt: RE:
Gesendet am 17. August 2012 um 18:48
Danke!
Die erste gesicherte.


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