bis zum Sattel unter dem Rothore


Publiziert von Felix Pro , 20. August 2012 um 14:45. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Simmental
Tour Datum:13 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Strecke:Würzi, P. 1335 - P. 1540 - Wildgrimmi - bis unter P. 2350 - Wildgrimmi-Rothore-Sattel - Wildgrimmi - Bergheim Wildgrimmi - P. 1540 - Würzi
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Konolfingen, Autobahn Kiesen - Wimmis, Oey nach Grimmialp; beim Parkplatz Ticket-Automat für Fahrbewilligung (5 Fr.) bis Würzi
Kartennummer:1246

Frohen Mutes beabsichtigten wir heute das Rothore zu besteigen – hatten wir doch saebus Bericht wie auch den SAC-Führer konsultiert; ersterer gab ein T3 an, letzterer ein EB und („alles dem Grat entlang“) …

 

Erst erstehen wir auf Grimmialp, Parkplatz Senggibach unsere Bewilligung aus dem Ticket-Automaten, dann fahren wir hoch bis zu einem der Parkplätze auf Würzi – bereits nach wenigen Metern auf dem Strässchen aufwärts marschiert, zeigt sich der Fromattgrat über uns im Sonnenschein, mit zarten Wolkenbändern hübsch bereichert. Weil wir wohl von den Dachdeckerarbeiten oberhalb des Bergheims Wildgrimmi zu sehr in Anspruch genommen wurden, verpassen wir die (im Abstieg gut erkennbare) Spur und wandern weglos, doch unproblematisch hoch – stets ungefähr nahe des Wald-Wiesen-Rückens – bis etwa zu P. 1813; hier wird das Gelände offen, und zeigt sich eine ausnehmend schöne Herde von Yaks. Wir folgen nun einer wenig ausgeprägten Spur, oberhalb der deutlicheren, in die Geröllhalde der Wildgrimmi leitenden, und wechseln auf ca. 1950 Metern schliesslich auch in den Schuttbereich.

Wir versuchen unseren Aufstieg jedoch so zu gestalten, dass wir mehrheitlich nahe der Felsflanken aufwärts marschieren und so eine gut gangbare Variante erleben. Den Sattel zwischen Rothore und Hinderi Spillgerte nun stets vor Augen, gelangen wir recht gut höher; wo die uns linkerhand „begleitenden“ steilen Felsplatten ein Ende finden und das Gelände nun schrofenartig wird, steigen wir direkt südsüdöstlich auf Richtung Vorbau P. 2350.

Dank saebus Bericht finden wir die Wegspur, welche links, also nordseitig, um den Felsklotz herumführt - herumführen würde: angesichts der schuttigen, rutschigen Auflage auf der doch steil ins Tal abfallenden Felsplatten verzichten wir auf den Weiterweg, welcher uns v.a. im Abstieg Sorgen bereiten würde … wahrscheinlich wäre die Passage auch für uns machbar gewesen, doch hatten wir heute wohl die dazu nötigen Nerven nicht …

Auch Ursulas Abstecher bis zum Felsaufbau und rechts davon weiter bis auf ca. 2300 Meter Höhe bracht nur die Erkenntnis, dass der SAC-Führer (einmal mehr) sich den Tourenbeschrieb etwas gar einfach gemacht hat …

 

So wandern wir „am Grat entlang“, mit zeitweise beachtlichem Tiefblick ins Färmel (Nebelschwaden verdecken nun öfters die Sicht ins Tal und in die Höhe [auch zur Hinderi Spillgerte]), anregend bis zum Wildgrimmi-Rothore-Sattel; hier gönnen wir uns eine frühe Mittagsrast und die Sicht auf die von uns bereits „unterhaltsam“ und erfolgreich begangenen Mariannehubel, Fromattgrat mit Seehore, Meniggrat und Abendberg.

 

Für den Abstieg folgen wir erst ein kürzeres Stück der Wegspur im schuttigen Geröll, queren bald einmal wieder über die hier doch ausgiebigen Schuttfelder hinüber zur morgendlichen Aufstiegsroute. Diesmal „erwischen“ wir ein reizvolles Band, auf welchem wir zur Ebene bei P. 1813 gelangen, welche nun von einer grossen und zutraulichen Schafherde bevölkert ist. Im weiteren Abstieg erkennen wir nun die deutliche Spur, welche direkt zum Bergheim Wildgrimmi hinunter führt. Hier werden wir vom Hüttenchef Christian persönlich zur Hausbesichtigung eingeladen, und setzen uns nachher an die Tische, an welchen die Frondienstler eben ihren Zvieri einnehmen – ein schönes Haus dürfen sie ihr eigen nennen; viel Arbeit stecken sie auch hinein! Mehr Informationen finden sich hier: http://www.bergheim-wildgrimmi.ch/

 

Innert kurzer Zeit erreichen wir auf der Fahrstrasse unseren Ausgangspunkt bei Würzi. 


Tourengänger: Ursula, Felix

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