Strahlhorn


Publiziert von Frangge Pro , 14. August 2012 um 22:42.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum: 7 August 2012
Hochtouren Schwierigkeit: WS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 11:00
Aufstieg: 1700 m
Abstieg: 2000 m

Wieder einmal darf ich mit dem Zürcher Hochschulsport eine Hochtour unternehmen. Dieses mal soll es ins Wallis gehen und meine ersten 4000er stehen auf dem Programm. Leider sind es statt dreien dann nur zwei geworden, doch statt deswegen traurig zu sein freue ich mich über die beiden erreichten Gipfel. Der erste war dann das Strahlhorn.

Am Montag sind wir - drei Gäste und unser Bergführer - nach Saas Fee angereist und haben uns mit der Metro Alpin an den Hohlaubgletscher bringen lassen, von wo wir zur Britanniahütte abgestiegen sind. Die Ausbildung zur Spaltenrettung haben wir dann doch verkürzt, wir wollten nicht zu lange im Regen stehen, der gerade angefangen hatte, als wir mit dem Üben des Selbstaufstiegs begonnen hatten.

Am nächsten Tag, so gegen 20 vor vier sind wir dann von der Britanniahütte gestartet. Von Regen keine Spur mehr. Zunächst den Hohlaubgletscher querend haben wir den Allalingletscher erreicht, der bis etwa auf Höhe des Allalinpasses aper war. Der Aufstieg zieht sich doch etwas in die Länge, kein Wunder, der Gletscher ist nie steil, ausserdem wollen einige Spalten umgangen werden. Kurz vor dem Adlerpass merke ich zum ersten Mal, dass es mit meiner Kondition nicht zum allerbesten steht. Langsamer werdend geht es dann auf den Gipfel. Trotzdem sind wir um kurz nach neun Uhr die erste Seilschaft auf dem Gipfel, wo uns ein kalter und kräftiger Wind um die Ohren weht. Die Sicht ist allerdings phänomenal. Wir geniessen die Rundsicht und ich vor allem die Tatsache, dass ich meinen ersten 4000er geschafft habe. Sehr imposant ist die Sicht in das Monte Rosa Massiv bis zum Matterhorn.

Unser Bergführer hat im Aufstieg finde ich ein ordentliches Tempo angeschlagen - nicht ohne Grund, denn die heutige Tour ist doch etwas länger: Über den Allalinpass gelangen wir auf den Mellichgletscher und queren ihn leicht absteigend. Ein erneuter Gegenanstieg führt uns einem kleinen Gletschersee vorbei über einen Steig zum P 3441. Meine Kondition hat sich bis dahin schon verabschiedet und ich bin froh, dass es ab hier zur Täschhütte nur noch bergab geht. Zunächst auf dem aperen Teil des Alphubelgletschers, dann den Steig durch Geröll hinab zur Täschhütte.

Kurz nach dem Gletscher legen wir ein Materialdepot an, da für den morgigen Tag der Aufstieg zum Alphubel ansteht. Um etwa 3 Uhr Nachmittags erreichen wir die Täschhütte, wo ich meine Füsse pflege, und nach reichlich Trinken es mir zwischen den Edelweiss gemütlich mache.

Das Strahlhorn ist ein recht einfacher 4000er, auch wenn sich der Aufstieg doch in die Länge zieht und immerhin 1200 Höhenmeter zu überwinden sind. War meine Kondition so darnieder, oder lag es dann doch etwas an der Höhe? Und wenn ich noch so fertig war nach der Tour, es war wunderschön, das Wetter, die Bedingungen und die Seilschaft mit Bergführer - es hat alles gepasst.

Tourengänger: Frangge

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