Musenalp im Chlital - Uri Rotstock via Sassigrat - Abstieg über Chlitalerfirn


Publiziert von lynx Pro , 12. August 2012 um 01:59.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum: 9 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1500 m
Strecke:Musenalp im Chlital - Uri Rotstock via Sassigrat - Abstieg über Chlitalerfirn
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit PW nach Isenthal. Im Dorf Isenthal links Richtung Musenalp auf der schmalen, abenteuerlichen, einspurigen Strasse bis zur Talstation (P. 1192). Wenn die Bahn fährt kann man hier die ersten 300 Höhenmeter ohne Anstrengung steigen.
Kartennummer:1: 25'000 Engelberg 1191 - 1: 50'000 Stans 245

Um 7.15 Uhr besteigen wir das offene, rudimentäre Gondelbähnli bei der Talstation (P. 1192) zwischen Neiberg und Neihüttli. Diesen Luxus (300 Meter) leisten wir uns, weil es heute noch genug Höhenmeter zu steigen gibt.
 
Ab der Musenalp (P. 1486) steigen wir zum Sassigrat hoch bis zu (P. 1868) wo der Weg ins Grosstal hinunter führt. Weil wir nicht unnötig Höhe verlieren wollen nehmen die nächste Abzweigung links auf etwa 1800 Metern. Dieser Weg, anfänglich so breit, dass eine Zweier Kolonne darauf gehen kann zieht später in Schlaufen weiter aufwärts. Irgendwie stimmt das nicht mit der Karte überein. Also gehen wir geradeaus weiter, kriechen unter einer Einzäunung durch und finden eine vage Wegspur die etwas weiter kurz oberhalb der Biwaldalp durch abschüssige, nasse Felsbänder führt, deren Querung heikel ist. Bei (P. 1825) kommen wir dann wieder in einen ordentlichen Weg der weiterführt zur Höch Egg (P. 1877). Dem Weg folgend gelangt man zur Gitschenhörelihütte (P. 2325) und weiter über die Moräne des Blüemlisalpfirn bis ca. über P. 2517 und hinauf zum Grat, welcher den Tiefblick auf den Chlitalerfirn in Richtung Chlital öffnet. Von hier gelangt man über den Vorgipfel auf die Uri Rotstock Pyramide.
 
Vom Gipfel steigen wir bis zu P. 2798 ab und biegen hier links über wegloses Gelände in den Chlitalerfirn ab. Die nun folgende Etappe ist technisch nicht besonders schwieriges, dafür aber umso eindrücklicheres Gelände.
Nach verlassen des Chlitalerfirnbodens, nach P. 2286 folgt die sogenannte Schlüsselstelle, welche aber durch Fixseile entschärft ist und darum keine nennenswerte Gefahr mehr darstellt. Tourengänger Robin (Hund) hat die Stelle locker ohne Hilfe des Fixseils und alleine gemeistert.
Weiter unten folgen dann Passagen die – besonders bei Nässe oder Frost – weit gefährlicher sind als die oben genannte Schlüsselstelle. Dies, weil ein Ausrutscher mit grosser Wahrscheinlichkeit einen Flug im freien Fall zur Folge haben kann, welcher erst im Talboden endet.
 
Auf der Musenalp angekommen wird ordentlich Bier und Citro abgemischt und die Kehle runtergespült um der Dehydration entgegenzuwirken. Die letzten 300 Meter Abstieg zur Talstation nehmen wir wieder in der Freiluftgondel.

Tourengänger: lynx, Robin

Galerie


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