Säntis (2501.9 m) - unten blau, oben grau…
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Wieder einmal, wie so oft in diesem „Sommer“ lagen die Wetterpropheten daneben. Gut, schon von zuhause aus zeigte sich der Alpstein nicht, resp. er war von massigen Wolken eingehüllt. Aber hoffen durften wir, also fuhren wir nach dem Mittagessen los, Richtung Schwägalp. Ein kurzer, intensiver Test mit einigen Anstiegsmetern war angesagt, quasi als Vorbereitung fürs kommende Wochenende (siehe hier). Dazu ist der Säntis auch bei weniger guter Wetterlage gerade recht - die phänomenale Aussicht kennen wir ja ohnehin schon… Auf dem gut gefüllten Parkplatz fanden wir eine Lücke, und los ging es. Auf Schwägalp nur einfach an der Sonne zu sitzen und (bei Kaffee und Kuchen) zum Gipfel hoch schauen - das ging heute Nachmittag definitiv nicht (siehe Titel). Der Rest ist rasch erzählt, weil auf dieser Site gegen 200 mal beschrieben. Nach kurzem Aufstieg über Weideland dann der Einstieg in die Steilstufen im Bereich Musfallen. Wetterbedingt wenig Berggänger, die sich für den Gipfel entschieden - die angenehme Seite der Wetterlage! Zügig und schweisstreibend stiegen wir auf, oft auch dank 4x4. In der Querung im Bereich „In den Schnüeren“ kamen sogar Bedenken auf, dass wir die Nebelscheinwerfer bräuchten. Dann ein paar ziemlich steile (aber trockene) Felsstufen überwindend, erreichten wir nach anderthalb Stunden Tierwis (2085) - hier stärkten wir uns kurz mit Kaffee und Biber. Dann weiterer Aufstieg durch die relativ flachen, tückischen, aber schneefreien Charrenfelder Richtung „Stütze 2“ (2256 m) der Säntis-Schwebebahn. Oberhalb der Stütze verliessen wir die Charrenfelder, zuerst ein gut zu begehendes Schneefeld aufsteigend, Richtung Grat. Unterwegs lichtete sich der Blick zum Gipfel gelegentlich, damit wir eine Ahnung haben durften, wie es weiter oben aussieht. Auf dem Grat angekommen, Tiefblick hinunter über den Blau Schnee und etwas weiter Richtung Gipfel dann eine Lücke mit nochmaligem spektakulärem Blick über den Blau Schnee hinüber Richtung Säntis-Ostgrat (2217 m), welcher zur Wagenlücke (2075 m) führt. Vor uns die letzte Herausforderung vor dem Gipfel - die Himmelsleiter. Trotz guter Seilsicherung ist diese „Schlüsselstelle“ absolut nichts für Vertigo-anfällige Berggänger. Oben angekommen, lachte uns (endlich) die Sonne entgegen, bevor wir dann den Tunnel in die Gipfelanlage betraten. Kurzer Wäschewechsel, dann um 17.45 Uhr die zweitletzte Bahn hinunter zur Schwägalp - das war es. Und zum Schluss die Bestätigung, dass wir einigermassen fit sind. Und ganz zum Schluss dann die Passüberfahrt hinunter nach Urnäsch, und bei mittlerweile schönstem Wetter gemütliche Fahrt über Hemberg ins Toggenburg - mit Einkehr im heimeligen und vor allem auch einmalig direkt am Jakobsweg gelegenen Hotel Churfirsten im Scherrer Heiterswil, wo uns der Blick zum von der Abendsonne eingefärbten Alpstein hinüber für das nicht gerade ideale Wetter entschädigte.
Hike partners:
Renaiolo
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