Ein in stahlblau getauchtes Mittelland...


Publiziert von Henrik , 27. Januar 2008 um 23:09.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:27 Januar 2008
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 430 m
Abstieg: 250 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV
Unterkunftmöglichkeiten:Top of Uri
Kartennummer:online ivs

sahen wir heute von einem banalen Hügelchen, welches ohne weiteres zu Fuss hätte bestiegen werden können - wir waren unterwegs mit den Schneeschuhen, um erstmals in diesem "Winter" dieses Gefühl des Pinguinganges  uns angedeihen zu lassen. Wir begannen die Wanderung in Eggbergen - als wir die Kabine der LSB verliessen, glaubten wir uns der Wärme wegen beinahe in meditarraner Umgebung, doch am Boden belehrte uns Eis unter den Füssen, dass auch eine Rutschpartie durchaus im Bereich des Möglichen läge. Wir stiegen zuerst ohne die Tennisschläger auf.. Auf 1630 m, dort wo der Waldweg zur Hüenderegg beginnt, zogen wir die Schneeschuhe "auf" - und wurden überholt von Fussgängern... Alsbald begann es zu blasen und plötzlich wehte es mächtig an, als wir die letzten Meter auf der Hüenderegg vor uns sahen - auf der Bank unter dem Gipfelkreuz schlürften wir unseren warmen Tee und rätselten, was denn ganz im Westen uns begrüsste: der Jura wohl, der Chasseral vielleicht, der Grenchenberg ganz sicher. Von der Hüenderegg bis dorthin durcheilte das Auge eine Distanz von 130 km! Dazwischen das Mittelland, wie wir es noch nie so gesehen haben - stahlblau und mystisch lag es da, das Luzerner Seebecken war auszumachen und die Buochser Bucht. Es begann uns zu frösteln und wir stiegen hinab zur Dependance des Alphütli - am Ende des Flescher Seeli. Ziel für eine Rast aber war die Alp Selez mit dem Alphütli. Wir gönnten uns in der Stube eine Bratwurste und liebäugelten mit einer Meringue vom Nachbarstisch - doch zum Glück sahen wir davon ab..Der Wind setzte einen Zacken zu, wir gelangten zur LSB Ruogig und danach eine halbe Stunde später nach Kinzig-Biel. Irgendwie kam ich heute nicht auf Touren - ich schlich wie eine schwerbeladene  Schnecke  auf meinen Raquettes dahin, zum Glück hatte Claudia heute Erbarmen mit mir, sie war diesen Winter noch nirgends richtig unterwegs...

Worüber wir heute sinnierten: massenhaft Wolkengebilde, die aussahen wie UFOs und die fantastische Sicht bis an die Grenze der CH im Westen.


Tourengänger: Henrik

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