SN5 Rifugio Fantoli Ompio CAI - Cicogna


Publiziert von Baeremanni Pro , 6. August 2012 um 16:25.

Region: Welt » Italien » Piemont
Tour Datum:29 Juli 2012
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 1624 m
Abstieg: 1905 m
Strecke:Rifugio Fantoni Ompio CAI - Corte Buè - Ponte Velina - Velina di Sotto Cicogna
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Rifugio Fantoli Ompio CAI Ompio bis ca. 1/4 Fussweg mit Auto erreichbar. Kein öV
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Cicogna mit Auto erreichbar. Kein öV
Unterkunftmöglichkeiten:Rifugio Fantoli Ompio CAI und Azienda Agricola Corte Merina - localita' Merina - frz. Cicogna - Cossogno (Verbania) - tel +39 0323 1975164 - cel +39 335 5947526 http://www.cortemerina.it/ita/agriturismo_campeggio.php
Kartennummer:1: 50'000 285 T Domodossola (Ausgabe 2012)

Das Gewitter vom Vorabend hat sich verzogen und ein blauer Himmel begrüsst mich nach einer gut durchgeschlafenen Nacht. Ein für italienische Verhältnisse tolles Frühstück weckt auch meine letzten Lebensgeister.
Noch ist es angenehm kühl und ich kann mich beizeiten auf den Tippel machen. Vorher noch ein Bild oder zwei vom Rifugio, den am Abend war kein Fotowetter und der Apparat war regenfest im Rucksack verpackt.
Der Weg beginnt mit einer kurzen, aber kräftigen Steigung hinauf auf den Grat von La Costa auf ungefähr 1100 MüM. Nun in stetigem Auf und Ab der Nordseite des Monte Faie entlang. Für die Querung der Seitenbäche geht es immer wieder in den Hang hinein und heraus, meist auch noch mit einem Abstieg und Aufstieg verbunden. Was auf der Karte doch recht einfach aussieht ist in Wirklichkeit doch recht anspruchsvoll. Oberhalb Corte Bué dann Richtungswechsel und dem Bachgraben hinunter auf 888 MüM. Entgegen der Beschreibung im Führer führt der gut ausgeschilderte Weg nicht in die einstige Siedlung, sondern macht im Tälchen wiederum einen markanten Richtungswechsel nach Süden. Schlussendlich geht es in etwa ostwärts, ja fast paralell zum Hinweg nach Corte Buè aber einige Hundert Höhenmeter weiter unten. Oberhalb der Alpe Bettina wendet sich der Weg wiedernach Nord-Ost. Hier steht auch ein Wegweiser, der zur Alpe Ompio weist. (Nur 1 Stunde wären es von hier). Ich folge meiner eingeschlagenen Route.Diese führt mich mehr oder weniger steil hinunter zur Ponte die Velina auf 470 MüM. Da wäre ich auch wieder am Torrente di San Bernardino, welchen ich doch gestern in Intra schon mal überschritten habe. Die Brücke ist recht breit, die hin- und wegführenden Wege jedoch sind zerfallen und nur noch Bergwege. Der Weg entlang des Flusses ist wegen seiner Gefährlichkeit mit grossen Schildern deutlich als verbotener Pfad markiert.
Vorallem geht es wieder einmal recht steil und in Richtung Nord hinauf, dazu wird es auch in dieser Schlucht nun schon recht warm. Schweisstreibend hinauf nach Sotto Velina. Die einstigen Alpen sind zerfallen und werden vom Wald überwuchert. Oberhalb Velina wiederum ein markanter Knick nach SW und weit oberhalb des Flusses talauswärts. Alpe Vota, Alpe Uccigiola, Alpe Montuzzo, alle tragen ein Schild mit dem Namen, sind aber durchwegs fast zerfallen, nur wenige Lebenszeichen sind noch da.
Aber gewaltig sind die in Trockenmauern aufgeführten Terrassen, mit welchen die einstigen Bewohner "dem Berg" einigermassen flache und bebaubare Flächen abgerungen haben. Was für eine Leistung!
Noch einmal ein abrupter Richtungswechsel nach Nordwest, hinein in das Tal des Rio Pogallo. Bei der Alpe Casce treffe ich seit dem Start von heute morgen erstmals wieder auf Menschen. Auf einem schmalen Fahrweg geht es Cicogna entgegen. Noch sehe ich das Dorf nicht, doch das Läuten der Kirche zeigt ein aktives Dorf an.
Plötzlich stehe ich den Wegweiser nach Cort Merina. Noch etwas Bergauf in Gegenrichtung und ich bin am heutigen Tagesziel. Auf dem "Agritourismo" gibt es keine Zimmer, doch es sind Zelte aufgestellt und eines davon ist für mich reserviert. Ich werde seit meinen Pfadfinderzeiten wieder einmal im Zelt übernachten. Aber es ist sehr angenehm und zum Einschlafen brummt ein roter Kater neben mir, welcher mich schon beim "Zeltbezug" begrüsst hat.
Eine lange Etappe liegt hinter mir. Die Wanderzeit nach Höhenprofil der SwissMap Online stimmt für mich eher überein als die Angaben im Val Grande Führer. Nun, woher die Differenz kommt ist mir eigentlich egal, mit einem schönen kühlen grossen Bier (66 cl-Flasche) (oder waren es zwei?) und ein feines Nachtessen ist auch dieser Wandertag erfolgreich überstanden

Tourengänger: Baeremanni

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