Silberplatten 2158 m - ein Edelstein im Alpstein
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Nicht viele Berge haben ihren Namen wegen ihrer offensichtlichen äusseren Erscheinung. Einer davon ist die Silberplatten, die von einer riesigen Felsplatte geprägt ist, deren helles Grau im Sonnenschein silbrig glänzt. Trotz seiner markanten Form und der leichten Erreichbarkeit, wird der Berg wenig besucht; er befindet sich nur wenig neben den grossen Touristenströmen im Alpstein. So sind wir heute auf der gesamten Tour nur gerade 7 Bergwanderern begegnet, welche sich im Abstieg von der Tierwies ins Toggenburg befanden.
Jenseits der Tierwies, im westlichen Teil des Alpsteins, hatten wir die gesamte wilde Berglandschaft ganz für uns alleine. Obwohl gerade dort die Gegend sehr beeindruckend ist, wird jener Streckenabschnitt wenig begangen. Gründe dafür mögen sein, dass einerseits der zwar gut markierte Bergpfad durch unwegsames Gelände führt, geprägt von viel Geröll. Andererseits finden sich dort in einem weiten Umkreis keine Bergrestaurants mehr, welche für viele Leute immer noch die Hauptattraktion in den Bergen sind. Heute kam noch hinzu, dass die Wetterprognosen das ihre dazu beitrugen und nicht wenige Menschen davon abhielten, sich in den Bergen auszutoben.
Das heutige Wetter spielte erneut verrückt und unternahm alles, um auf keinen Fall irgendeiner Prognose Recht zu geben. Wir starteten bei blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen am Parkplatz Laui und erlebten einen entsprechend schweisstreibenden Aufstieg über die Südhänge mit den vielen Karrenfeldern. In Graubünden, wo heute viel Sonnenschein angesagt war, bauten sich bald grosse dunkle Wolken auf. Die Musik spielte aber heute im Alpstein. Als wir nicht mehr damit gerechnet hatten, erreichten uns kurz vor dem Gipfel erste Nebelschwaden, welche bald den ganzen Alpstein einzuhüllen schienen.
Während der wilden Traversierung unterhalb den Silberplattenköpfen begann es dann, leicht zu regnen. Die warmen Geröllblöcke schienen aber kaum richtig nass zu werden; sie hatten sich zuvor an der Sonne richtig aufgewärmt. Auf dem Stosssattel setzte dann ein stürmischer, frischer Wind ein und der Nebel wurde immer dichter. Doch so schnell er gekommen war, so schnell verzog er sich wieder: Der Föhn zerzauste das Grau regelrecht und liess für den restlichen Abstieg nochmals richtig der Sonne Platz. Ein fantastisches Schauspiel war es, was sich heute am Himmel abspielte und dazu von niemandem auch nur annähernd vorausgesagt. Der Mensch muss nicht alles kontrollieren und beherrschen können.
So ergab sich letztlich eine attraktive Rundtour in einem wenig begangenen Teil des Alpsteins mit ständig abwechselnden Landschaftsbildern. Einzig die Strecke zwischen dem Stosssattel und der Lauchwis hat ihren letzten Reiz nun endgültig verloren: Das Gelände dort ist inzwischen von den Schafen fast vollständig zerstört worden und der Weg selbst aufgrund des tonnenweise darauf liegenden, ätzend stinkenden Schafkots nicht mehr begehbar. Er dient nur noch als Orientierungshilfe.
Routenbeschreibung:
Parkplatz Laui - P. 2072 m (Scharte vor den Silberplatten) T3
Man folgt zunächst dem Fahrsträsschen, später dem markierten Bergweg Richtung Tierwies. Von der Thurwies kann man den Weg auch abkürzen unter Benützung des alten, nicht mehr unterhaltenen Bergwegs, welcher in einer gut begehbaren, grasigen Rinne östlich der Hütte von Wannen hinaufführt. Er war heute allerdings ziemlich überwuchert und kein besonders Vergnügen.
Im oberen Teil führt der Bergweg durch bizarre Karrenfelder. Man braucht nicht bis zur Tierwies aufzusteigen, sondern kann von einem Talboden direkt den gut begehbaren Gras- und Geröllhang aufsteigen, wo man wieder auf den Wanderweg stösst, der von der Tierwies herkommt.
Kurz vor dem markanten Gipfelaufbau der Silberplatten verlässt man den Weg auf einer gut sichtbaren Spur nach rechts. P. 2072 überschreitet man etwas ausgesetzt, kann ihn aber in der Nordflanke auch gut umgehen.
Schlussaufstieg zur Silberplatten T3, ganz oben T4
Man folgt einem Pfad und durchsteigt bald einen markanten, grossen Einschnitt in der riesigen Felsplatte. Man hält sich generell eher rechts und steigt dann beliebig zwischen Felsplatten hindurch, teilweise auf Wegspuren zum Gipfelkreuz auf. Unterwegs trifft man ab und zu auf sehr alte und verblasste weiss-rot-weisse Wegmarkierungen.
Weiter zum Stosssattel (T3)
Von der Scharte bei P. 2072 steigt man direkt auf einer steilen Wegspur zum markierten Bergwanderweg ab. Diesem folgt man unter den Silberplatten hindurch, bald über grosse Geröllblöcke. Die Route ist sehr gut markiert, aber zeitweise etwas ruppig. Der Schlussaufstieg zum Stosssattel erfolgt wiederum auf Wegspuren.
Stosssattel - Lauchwis (T3)
Die Querung nach dem Stosssattel ist etwas ausgesetzt und bei Nässe entsprechend vorsichtig zu begehen. Dann folgt der hässliche Teil: Zwischen Schafkot hindurch so schnell wie möglich zur Lauchwis absteigen. Der Weg selbst ist nicht mehr begehbar, das Gelände links und rechts davon aber gut gestuft.
Lauchwis - Schrenit - Troosen - Laui (T2)
Auf guten Bergwegen ist der Rückweg nun ein Genuss und auch landschaftlich sehr schön.
Jenseits der Tierwies, im westlichen Teil des Alpsteins, hatten wir die gesamte wilde Berglandschaft ganz für uns alleine. Obwohl gerade dort die Gegend sehr beeindruckend ist, wird jener Streckenabschnitt wenig begangen. Gründe dafür mögen sein, dass einerseits der zwar gut markierte Bergpfad durch unwegsames Gelände führt, geprägt von viel Geröll. Andererseits finden sich dort in einem weiten Umkreis keine Bergrestaurants mehr, welche für viele Leute immer noch die Hauptattraktion in den Bergen sind. Heute kam noch hinzu, dass die Wetterprognosen das ihre dazu beitrugen und nicht wenige Menschen davon abhielten, sich in den Bergen auszutoben.
Das heutige Wetter spielte erneut verrückt und unternahm alles, um auf keinen Fall irgendeiner Prognose Recht zu geben. Wir starteten bei blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen am Parkplatz Laui und erlebten einen entsprechend schweisstreibenden Aufstieg über die Südhänge mit den vielen Karrenfeldern. In Graubünden, wo heute viel Sonnenschein angesagt war, bauten sich bald grosse dunkle Wolken auf. Die Musik spielte aber heute im Alpstein. Als wir nicht mehr damit gerechnet hatten, erreichten uns kurz vor dem Gipfel erste Nebelschwaden, welche bald den ganzen Alpstein einzuhüllen schienen.
Während der wilden Traversierung unterhalb den Silberplattenköpfen begann es dann, leicht zu regnen. Die warmen Geröllblöcke schienen aber kaum richtig nass zu werden; sie hatten sich zuvor an der Sonne richtig aufgewärmt. Auf dem Stosssattel setzte dann ein stürmischer, frischer Wind ein und der Nebel wurde immer dichter. Doch so schnell er gekommen war, so schnell verzog er sich wieder: Der Föhn zerzauste das Grau regelrecht und liess für den restlichen Abstieg nochmals richtig der Sonne Platz. Ein fantastisches Schauspiel war es, was sich heute am Himmel abspielte und dazu von niemandem auch nur annähernd vorausgesagt. Der Mensch muss nicht alles kontrollieren und beherrschen können.
So ergab sich letztlich eine attraktive Rundtour in einem wenig begangenen Teil des Alpsteins mit ständig abwechselnden Landschaftsbildern. Einzig die Strecke zwischen dem Stosssattel und der Lauchwis hat ihren letzten Reiz nun endgültig verloren: Das Gelände dort ist inzwischen von den Schafen fast vollständig zerstört worden und der Weg selbst aufgrund des tonnenweise darauf liegenden, ätzend stinkenden Schafkots nicht mehr begehbar. Er dient nur noch als Orientierungshilfe.
Routenbeschreibung:
Parkplatz Laui - P. 2072 m (Scharte vor den Silberplatten) T3
Man folgt zunächst dem Fahrsträsschen, später dem markierten Bergweg Richtung Tierwies. Von der Thurwies kann man den Weg auch abkürzen unter Benützung des alten, nicht mehr unterhaltenen Bergwegs, welcher in einer gut begehbaren, grasigen Rinne östlich der Hütte von Wannen hinaufführt. Er war heute allerdings ziemlich überwuchert und kein besonders Vergnügen.
Im oberen Teil führt der Bergweg durch bizarre Karrenfelder. Man braucht nicht bis zur Tierwies aufzusteigen, sondern kann von einem Talboden direkt den gut begehbaren Gras- und Geröllhang aufsteigen, wo man wieder auf den Wanderweg stösst, der von der Tierwies herkommt.
Kurz vor dem markanten Gipfelaufbau der Silberplatten verlässt man den Weg auf einer gut sichtbaren Spur nach rechts. P. 2072 überschreitet man etwas ausgesetzt, kann ihn aber in der Nordflanke auch gut umgehen.
Schlussaufstieg zur Silberplatten T3, ganz oben T4
Man folgt einem Pfad und durchsteigt bald einen markanten, grossen Einschnitt in der riesigen Felsplatte. Man hält sich generell eher rechts und steigt dann beliebig zwischen Felsplatten hindurch, teilweise auf Wegspuren zum Gipfelkreuz auf. Unterwegs trifft man ab und zu auf sehr alte und verblasste weiss-rot-weisse Wegmarkierungen.
Weiter zum Stosssattel (T3)
Von der Scharte bei P. 2072 steigt man direkt auf einer steilen Wegspur zum markierten Bergwanderweg ab. Diesem folgt man unter den Silberplatten hindurch, bald über grosse Geröllblöcke. Die Route ist sehr gut markiert, aber zeitweise etwas ruppig. Der Schlussaufstieg zum Stosssattel erfolgt wiederum auf Wegspuren.
Stosssattel - Lauchwis (T3)
Die Querung nach dem Stosssattel ist etwas ausgesetzt und bei Nässe entsprechend vorsichtig zu begehen. Dann folgt der hässliche Teil: Zwischen Schafkot hindurch so schnell wie möglich zur Lauchwis absteigen. Der Weg selbst ist nicht mehr begehbar, das Gelände links und rechts davon aber gut gestuft.
Lauchwis - Schrenit - Troosen - Laui (T2)
Auf guten Bergwegen ist der Rückweg nun ein Genuss und auch landschaftlich sehr schön.




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