Prosa und Poesie am Gotthard
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Um den Gotthardpass lassen sich schöne Gratwanderungen kombinieren. So mache ich mich an diesem sehr heissen Tag auf, ein paar "fehlende" Tessiner Gipfel auf der östlichen Seite des Passes zu besuchen.
Vom Hospiz gehe ich kurz der Strasse zum Lago Sella entlang und folge dann einem Militärweg (nicht auf der Karte), der auf den im unteren Teil grasigen Südgrat des Monte Prosa Mittelgipfels führt. Der obere Teil ist eine schöne Kraxelei (gelegentlich II), wobei die Felsqualität einem ganz ungewohnt erscheint, wenn man zuletzt im Bündner Fels unterwegs war...
Nun über den hübschen Grat zum Ostgipfel und problemlos zur Bassa della Prosa. Von hier kann man über Gras zum Gloggentürmli-Pass queren, von wo ein teilweise grasiger, teilweise blockiger Grat über Sellabödeli zum Gamsspitz führt. Das Ganze wieder zurück und zum Gloggentürmli gemäss Frank Seegers Definition (P. 2782). Das eigentliche, ziemlich fragil erscheinende Gloggentürmli wäre sicher der schwierigste Tessiner Gipfel, wenn man es als solchen ansehen würde.
Danach alles über den Grat bis zum Schwarzlochhorn, runter in die Sunnig Lücke und über die drei Gipfel des Blaubergs hinweg. Von hier wähle ich den direkten Abstieg (recht steil) zum Brüggloch und weiter auf dem Wanderweg zum Mätteli (Restaurant). Möglicherweise wäre es besser, dem Grat treu zu bleiben und via Guspis zur Guspisbrücke zu gehen. Gesamthaft T5/II für den Prosa-Südgrat, der Rest ist leichter.
Und wo ist denn da die Poesie? Nun ja, wenn man selber kein Pöt ist, klaut man sich da am besten was zusammen, so z.B. vom unvergleichlichen Robert Gernhardt:
Eines Tages geschah es Kant,
daß er keine Worte fand.
Stundenlang hielt der den Mund,
und er schwieg nicht ohne Grund.
Ihm fiel absolut nichts ein,
drum ließ er das Sprechen sein.
Erst als man zum Essen rief,
wurd' er wieder kreativ,
und er sprach die schönen Worte:
“Gibt es hinterher noch Torte?”
Vom Hospiz gehe ich kurz der Strasse zum Lago Sella entlang und folge dann einem Militärweg (nicht auf der Karte), der auf den im unteren Teil grasigen Südgrat des Monte Prosa Mittelgipfels führt. Der obere Teil ist eine schöne Kraxelei (gelegentlich II), wobei die Felsqualität einem ganz ungewohnt erscheint, wenn man zuletzt im Bündner Fels unterwegs war...
Nun über den hübschen Grat zum Ostgipfel und problemlos zur Bassa della Prosa. Von hier kann man über Gras zum Gloggentürmli-Pass queren, von wo ein teilweise grasiger, teilweise blockiger Grat über Sellabödeli zum Gamsspitz führt. Das Ganze wieder zurück und zum Gloggentürmli gemäss Frank Seegers Definition (P. 2782). Das eigentliche, ziemlich fragil erscheinende Gloggentürmli wäre sicher der schwierigste Tessiner Gipfel, wenn man es als solchen ansehen würde.
Danach alles über den Grat bis zum Schwarzlochhorn, runter in die Sunnig Lücke und über die drei Gipfel des Blaubergs hinweg. Von hier wähle ich den direkten Abstieg (recht steil) zum Brüggloch und weiter auf dem Wanderweg zum Mätteli (Restaurant). Möglicherweise wäre es besser, dem Grat treu zu bleiben und via Guspis zur Guspisbrücke zu gehen. Gesamthaft T5/II für den Prosa-Südgrat, der Rest ist leichter.
Und wo ist denn da die Poesie? Nun ja, wenn man selber kein Pöt ist, klaut man sich da am besten was zusammen, so z.B. vom unvergleichlichen Robert Gernhardt:
Eines Tages geschah es Kant,
daß er keine Worte fand.
Stundenlang hielt der den Mund,
und er schwieg nicht ohne Grund.
Ihm fiel absolut nichts ein,
drum ließ er das Sprechen sein.
Erst als man zum Essen rief,
wurd' er wieder kreativ,
und er sprach die schönen Worte:
“Gibt es hinterher noch Torte?”
Hike partners:
Zaza



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