Kreuzwand über vorderes Dammkar


Publiziert von Hade , 18. Juli 2012 um 19:24.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Karwendel
Tour Datum:17 Juni 2012
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 6:00
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Zug nach Mittenwald
Zufahrt zum Ankunftspunkt:siehe Ausgangspunkt
Unterkunftmöglichkeiten:Dammkarhütte (nur nach Reservierung)
Kartennummer:AV-Karte (5/1)

Seit einiger Zeit suche ich mir schon Informationen zu meine Touren auf dieser Seite und jetzt wird es Zeit, dass ich auch einmal meinen eigenen Tourenbericht hochlade. Es sollte einer über die Tour auf die Kreuzwand(spitze) sein (laut AV-Karte Kreuzwand, auf anderen Karten Kreuzwandspitze).

Um 6 Uhr geht  es mit meinem Vater von Ingolstadt mit dem Zug nach München und von dort nach Mittewald. Beim Start vom Bahnhof muss man durch den Ort zur Talstation der Karwendelbahn, dort beginnt dann der Ochsenbodensteig, der sich anfangs sehr schön durch den schattigen Wald windet und dabei ordentlich Höhenmeter überwindet. Anschließend quert er am Fuß von Viererspitze und Kreuzwand bis man das Dammkar erkennen kann. Jetzt ist die Dammkarhütte auch schon fast erreicht. Man kann entweder an der Hütte oder auch schon kurz davor in das vordere Dammkar abbiegen (etwas kürzer). Auf diesem geht es nun ohne Markierung aber mit deutlichen Wegspuren hinauf in die Scharte zwischen Kreuzwand und Nördlicher Karwendelkopf. Zum Schluss hin wird es ziemlich steil und durch die fast geschlossene Schneedecke auch etwas unangenehm, später im Jahr ist diese Stelle sicher angenehmer zu gehen. Am Schluss wird die Rinne getrennt, wobei der rechte Ast besser  zu gehen sein dürfte.
Ab der Scharte geht es nun über einfache Schroffen mit anfangs deutlich erkennbaren Steig hinauf. Später ist die Wegwahl einem selbst überlassen, jedoch ist das Gelände nirgends schwierig zu begehen. Am Gipfel findet man dann nur einen Steinman, unterhalb sollte es jedoch auf dem "Klettergipfel" ein Kreuz geben, davon wusste ich aber noch nichts. Die Schwierigkeit dorthin dürfte laut einer Quelle etwa III sein.
Auf jeden Fall hat man von hier oben eine fantastische Aussicht auf die umliegenden Berge, die doch deutlich höher sind und man dadurch nur wenig Fernsicht hat, jedoch eine sehr schöne Umgebung. Nur die Viererspitze ist ein niedrigeres Gipelziel in der Nähe, sie ist aus der Scharte auf dem Aufstieg schnell zu erreichen (II, brüchig) jeoch belassen  wir es bei einem Gipfel .

Beim Abstieg geht es anfangs vorsichtig über das steile Schneefeld hinunter, später als es flacher wird dann in rasanter Abfahrt. So ist die Dammkarhütte schnell erreicht, wo wir Kräfte tanken, bevor es über nun auf direktem Weg über ein Geröllfeld hinunter geht.  Auf halber Höhe des Feldes zweigt links der Ochsenbodensteig ab, wir lassen diesen jedoch unbeachtet und wandern auf dem direkt an das Geröllfeld anschließenden Forstweg zügig nach Mittenwald, um ja die EM-Partie gegen Dänemark nicht zu verpassen ;) Jedoch zieht sich die Heimfahrt in den hoffnungslos überfüllten Zügen bei Saunatemperatur dann noch ziemlich.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das ganze Geröll (bzw. Schnee)  im Kar schon etwas nerven kann, der restliche Weg ist jeoch wirklich schön zu gehen, wobei die Kraxelei in der Gipfelregion richtig Spaß macht. Das ganze wird von einer sehr urtümlichen Bergkulisse begleitet. Also eine durchaus zu empfehlende Tour.

Tourengänger: Hade


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