Berglauf Pizalun


Publiziert von Runner , 15. Juli 2012 um 22:54.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:15 Juli 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Calanda   CH-GR   CH-SG 
Zeitbedarf: 4:45
Aufstieg: 1460 m
Abstieg: 1460 m
Strecke:Bad Ragaz - Pfäfers - Pizalun - Chimmispitz - Mastrils - Bad Ragaz
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit ÖV oder PKW
Unterkunftmöglichkeiten:div. in Bad Ragaz
Kartennummer:2509 Pizolgebiet


Eigentlich wurde ich Mitte Woche von Renaiolo angefragt, ob ich am Sonntag auf eine Wanderung zur Greina Ebene mitkommen würde. Nun hatte ich am Samstag Abend aber eine Einladung, welche vermuten liess, dass ich am Sonntag nicht allzu früh unterwegs sein würde. In der Tat liess ich heute den frühen Vogel die Würmer alleine suchen, so ganz ohne Berglauf sollte es aber doch nicht gehen und so wählte ich für mich eine Strecke, welche auch mit einem eher späten Start durchführbar war, ohne gleich bis in die dunkle Nacht laufen zu müssen. Der Pizalun bietet sich für solche Gelegenheiten geradezu an.
Start ist um 11.15 Uhr in der Nähe des Bahnhofes Bad Ragaz, wo ich in der blauen Zone noch einen Parkplatz finde. Der Weg führt zunächst durchs Zentrum von Bad Ragaz via Porta Romana über den Burgweg hoch nach Pfäfers. Dieser Weg ist technisch einfach und doch recht reizvoll, zumal man die Hauptstrasse bis kurz vor Pfäfers meiden kann. Von Pfäfers geht es dann auf einer breiten Forststrasse weitere gut 300 Höhenmeter nach Furggels, einer Siedlung am St. Margrethenberg. Ich entdecke eine alte Militärfestung; so also wurde die Schweiz im 2. Weltkrieg geschützt. Fraglich nur, warum sich der Bundesrat nach Irland abgesetzt hätte, wenn’s richtig zur Sache gegangen wäre... Hier treffe ich auch auf zwei weitere Bergläufer, welche sich ebenfalls den Pizalun als Ziel ausgesucht haben. Ich ziehe frech an ihnen vorbei und durcheile Furggels, von wo nurmehr 280 Höhenmeter bis auf den Gipfel des Pizalun verbleiben. Der Weg ist sehr reizvoll und führt über offene Weiden und durch dichten Wald. Unvermittelt steht man vor dem Gipfelfels, welcher durch ein schönes altes Holzkreuz geziert wird. Wie soll man diesen Steinhaufen gewinnen? Kein Problem, am Gipfelaufbau wurde eine neue ca. 8 Meter lange Aluminiumtreppe montiert. Die Aussicht geniesst man auf einer neuen Stahlplattform. Die Rundsicht ist phänomenal. Man würde es diesem unscheinbaren Gipfel hoch über der Bündner Herrschaft nicht geben!. Nach einer kurzen Gipfelrast während der ich mit den beiden Berglaufkollegen - welche schon kurz nach mir am Gipfel eintreffen - schwatze, laufe ich wieder talwärts bis zur Jägeri, wo sich eine schöne Bergbeiz befindet… das wär‘ doch was! Aber erst will ich noch auf den Chimmispitz, denn den habe ich mir ebenfalls vorgenommen. Der Chimmispitz gehört ebenso wie der Pizalun nicht zu den ganz grossen und umstürmten, (zum Glück!), ist aber genauso interessant als Aussichtspunkt. Man erklimmt ihn ab Jägeri zunächst auf einem Bergsträsschen und zweigt bei Punkt 1375 links ab wo ein schöner Trail nach Maton, (ebenfalls Bergbeiz) führt. Der Weg ist aufgrund der Wetterlage der vergangenen Tag teilweise übel verschlammt, was ihn aber nur umso spannender macht. Auch hier oben treffe ich auf militärische Spuren – wahrscheinlich ist die ganze Sardonagegend unterminiert… Auf dem Chimmispitz wähnt man sich in einer völlig neuen Gegend - irgendwie erinnert es mich ans Engadin.

Nachdem ich die Aussicht genossen und mich im Gipfelbuch, welches am Gipfelsteinmann in einer alten Militärgamelle versorgt ist, eingetragen habe, verlasse ich den Chimmispitz wenig spannend aber umso effizienter über Maton und den Gratweg. Ich treffe bald darauf wieder in der Jägeri ein wo ich mich nun tatsächlich auf die Terrasse des Beizlis setze und ein Bierchen mit einem Stück Nusstorte geniesse.
Der weitere Weg zurück nach Bad Ragaz führt mich auf einem brutal steilen Weg runter nach Mastrils und von dort an den Rhein. Scheinbar endlos und doch schön obwohl „fadegrad“ und eben erreiche ich nach gut 30km und 1400Hm um 16.00 Uhr Bad Ragaz wo rein touristisch die Hölle los ist – ich verzieh mich ohne Umschweife von hier! Furchtbar… aber zum Glück wissen die nicht, wie schön es oben ist J. 

Tourengänger: Runner


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Kommentare (2)


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Gelöschter Kommentar

Runner hat gesagt: RE:Ein grosses Glück...
Gesendet am 16. Juli 2012 um 21:34
:-D Danke. Selbstverständlich würde ich mich dann auch vaterländisch korrekt verhalten und über solche Anlagen geflissentlich schweigen ;-)


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