Hochstubofen - Der Nebel hat uns den ganzen Tag begleitet - Die Wölzer mögen mi net :-(((


Publiziert von mountainrescue Pro , 14. Juli 2012 um 19:27. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Rottenmanner und Wölzer Tauern
Tour Datum:14 Juli 2012
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 835 m
Abstieg: 835 m
Strecke:Neunkirchnerhütte - Rocklscharte - Hochstubofen
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Über Judenburg-Scheifling-Oberwölz-Winklern zur Neunkirchnerhütte
Kartennummer:freytag & bernd: WK 203 Wölzer Tauern-Sölktal-Rottenmanner Tauern

Für heute Vormittag war noch einigermaßen leidliches Wetter angesagt, daher stand heute der nächste Berg von meiner TO DO-Liste, rund um die Neunkirchnerhütte auf dem Programm - der Hochstubofen.
Bei der Ankunft lag der Parkplatz vor der Neunkirchnerhütte noch komplett verlassen da und dichte Nebelbänke zogen die Bergflanken entlang.

Leider sollten sich diese den ganzen Tag nicht auflösen und es wurde eine wirkliche "Herbstwanderung", was die Temperaturen und die Wetterverhältnisse anbelangte.

Zuerst geht es Richtung Westen, ein langgezogenes Hochtal hinein, immer entlang eines munter sprudelnden Baches. Der Weg war leider nicht nur total zertrampelt, sondern auch dicht bedeckt mit Kuhfladen. Zwischendurch waren immer wieder größere und kleinere Rinnsale zu überqueren.


Bevor sich der Weg in die Höhe schwingt ist der Eselbach noch zu überqueren. Da er sehr viel Wasser führt, suchten wir uns eine möglichst enge Stelle, um ihn zu überqueren. Im Anschluss daran schwingt sich der Weg, der von den Regenfällen der letzten Nacht sehr rutschig war, tiefeingeschnitten, in die Höhe. In zahlreichen Serpentinen führt er steil bergwärts. Immer wieder sind sehr große Geländestufen zu übersteigen und es ist mit bedacht jeder Schritt zu setzen.

Vor der Haseneckscharte befindet sich ein weiterer Wegweiser, bei dem wir uns nach links zur Rocklscharte hielten. Dieser Anstieg geht zuerst ziemlich sanft an und absteigend etwas um den Berg herum, bis er sich dann, über einen steilen, blockdurchsetzen Weg zur Rocklscharte aufschwingt.

Vorher ist noch ein kleiner Abstieg zu machen und ein großes Schneefeld auf dem Weg, haben wir aus Sicherheitsgründen nicht überquert, denn es war noch hart gefroren und wir hatten keine Grödeln mit; daher sind wir einfach einige Meter abgestiegen.


Bei der Scharte empfing uns ein kalter Wind, der aus dem Sölktal herauf blies.

Der letzte Aufstieg zum Gipfel ist ein schmaler Weg, bei dem immer wieder die Hände zu Hilfe zu nehmen sind.

Ausrutschen ist hier nicht empfehlenswert, denn es geht links, im Sinne des Aufstiegs, über sehr steile, felsdurchsetzte Wiesen einige hundert Meter in die Tiefe.

Nach knapp 2 1/2 Stunden standen wir am Gipfel des Hochstubofens.

Leider war uns kein schönes Wetter bzw. klare Sicht vergönnt und der kalte Wind trieb uns gleich wieder runter.

Der Abstieg erfolgte umso bedächtiger, denn der Nebel hatte den Weg und die Felsen ziemlich rutschig gemacht.

Wir waren froh, als wir im Hochtal unten wieder wohlbehalten angekommen waren, naja, nicht ganz ;-), denn sowohl Harlem als auch mich hatte es einmal ganz gehörig auf unsere 4 Buchstaben gesetzt und dementsprechend sahen unsere Berghosen aus :-)


Fazit der Tour: Eine relativ kurze, aber anscheinend wenig begangene Tour (vielleicht lag es doch am Wetter), die ab der Rocklscharte doch einen trittsicheren Berggeher verlangt.  Ausrutschen ist in diesem Teil des Anstiegs nicht erlaubt! Bei nassen Verhältnissen wird die Tour gleich um einiges schwieriger!
Eine kleine Anmerkung noch zu den Zeitangaben auf die Wegweisern in diesem Gebiet. Diese sind sehr, sehr großzügig bemessen, denn für den Weg auf den Hochstubofen weist die Markierung eine Dauer von 3,5 Stunden aus. Wir sind wirklich gemütlich gegangen und standen nach 2,5 Stunden am Gipfel.

Trackauswertung Twonav 2.6 mit CompeGPS 7.4
Dauer: : 04:40:35
Zeit in Bewegung: 04:36:42
Zeit im Stillstand: 00:03:53
Strecke: 10,44
Max. Höhendifferenz: 835 m
Kum. Steigen: 937 m
Ges. Abstieg: 928 m
Mit.Geschw.Bew.: 2,2 km/h


Tourengänger: mountainrescue, harlem


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Kommentare (2)


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Herbert hat gesagt:
Gesendet am 16. Juli 2012 um 07:42
Scheint wunderschön zu sein, gratuliere!
Eine Gegend, die ich leider so gut wie gar nicht kenne.
Das Wetter scheint ja fast herbstlich gewesen zu sein.
LG, Herbert


mountainrescue Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 16. Juli 2012 um 10:18
Ja, es war wirklich eine "Herbstwanderung" - aber wenigstens gibt es im Forum auch Bilder, wo man sieht wie der Berg ohne Nebel ausschaut :-) Die Gegend scheint auch nicht so überlaufen zu sein, wie andere Gebiete der Steiermark und bei Schönwetter muss sie echt imposant sein.
Nächstes WE ziehe ich ein Tal weiter und schau mir einmal das Gebiet um den Etrachsee an, hoffe dass ich dann endlich mal die Berge auch sehe und nicht nur im Nebel "rumstiefel".
LG
Erich


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