Engelberger Rotstock und Wissigstock via Rugghubelhütte


Publiziert von Frangge , 9. Juli 2012 um 22:49.

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum: 8 Juli 2012
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-OW   CH-UR   Ruch- und Walenstockgruppe 
Zeitbedarf: 7:30
Aufstieg: 1450 m
Abstieg: 1450 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW zum Parkplatz Seilbahn Brunni

Letztes Jahr habe ich im August den *Uri Rotstock besucht. Warum also nicht auch einmal auf den anderen Rotstock gehen? Zwei Mitwanderer waren auch schnell gefunden. Dass ich dann der erste hikr 2012 sein würde, hätte ich nicht gedacht...

Der Wetterbericht hatte zwar eher mässiges und veränderliches Wetter prophezeit, aber wenn es dann nicht klappen sollte kann man ja umkehren oder an der Rigidalstafel oder der Rugghubelhütte den Regen aussitzen, also rein ins Auto und auf nach Engelberg. Mit der Seilbahn Brunni sparen wir uns dann die ersten 600 Höhenmeter und wandern ab Ristis los Richtung Rugghubelhütte. Zunächst leider sogar etwas auf Asphalt, ab der Rigidalstaffel zwar auf natürlicherem Geläuf, aber immer noch auf einer regelrechten Wanderautobahn. Es hatte auch dementsprechend 'Verkehr'. Immer wieder kommen uns Wanderer entgegen, wir haben auch einige überholt. Kein Wunder, denn die Rugghubelhütte selbst ist ja für weniger ambitioniere Wanderer, Familien mit Kindern oder Senioren auch ein sehr lohnendes Ziel (1Std 40min für uns).

Nach der Rugghubelhütte wird es dann deutlich einsamer, der Weg schmaler. Erst geht es noch über karge Wiesen, auf denen sich Murmeltiere den Bauch vollschlagen. Sie sind recht wenig scheu, mag am Jagdbanngebîet Hahnen liegen.

Selbst dort hat es noch einige Schneefelder, die dann mehr und grösser werden, je näher man dann über Karren und Geröll der Engelberger Lücke kommt. Die Schneefelder sind völlig problemlos zu überqueren; sie sind recht flach, der Schnee Anfang Juli natürlich sehr sulzig. Das Stück von der Rugghubelhütte zur Engelberger Lücke alleine schon ist landschaftlich wunderschön, wir geniessen es umso mehr, als dass das Wetter immer besser wird. Die Wolken verziehen sich, von Westen her kommt allerdings langsam wieder 'Nachschub'.

Wir entschliessen uns, zuerst auf den Engelberger Rotstock zu steigen und schnaufen die letzten 150 Höhenmeter im Zickzack steil über das rote Geröll. Hier kann man sich aussuchen, welcher Spur man folgen will, nicht alle führen geschickt zum Gipfel. Trittsicherheit im steilen, teils etwas losen Geröll ist vorteilhaft, vor allem dann im Abstieg. Am Gipfel angekommen gönnen wir uns bei völliger Windstille und angenehmen Temperaturen eine längere Rast. Die Fernsicht ist zwar durch die Wolken begrenzt, aber auch die näheren Berge geben einiges her! Beim Eintragen ins Gipfelbuch fällt mir auf, dass dieses Jahr tatsächlich noch kaum Leute hier oben waren.

Ich beende dann unsere Pause mit der Bemerkung, dass wenn wir immer noch auf den Wissigstock wollen, es langsam Zeit wird, sonst könnte es knapp mit der letzten Bahn zurück werden. Weniger als eine Stunde und ein paar problemlos überschrittene Schneefelder später stehen wir auf dem Wissigstock. Der Anstieg ist deutlich weniger steil und weniger rutschig. Es zieht langsam Nebel auf. Deswegen verweilen wir dort nicht und steigen zügig wieder ab. Ab der Engelberger Lücke haben wir dann wieder deutlich bessere Sicht, der Abstieg zieht sich doch etwas, da der Weg von der Engelberger Lücke zur Hütte wenig steil ist.

Zurück an der Rugghubelhütte frage ich nach dem Fahrplan der Seilbahn und stelle fest, dass noch Zeit für ein Panache bleibt. Der Rest des Rückwegs geht dann leider endgültig durch den Nebel. Bei der schon erwähnten Wanderautobahn ist das allerdings überhaupt kein Problem. So kommen wir 15 Minuten vor der letzten Fahrt an der Bergstation an, ohne während der ganzen Wanderung auch nur einen Regentropfen abbekommen zu haben.

Bis auf das erste Stück der Wanderung, wo mir persönlich der Weg etwas zu stark ausgebaut war, war die Tour wunderschön. Vom Weg her und auch landschaftlich, dann noch zwei schöne Gipfel und die Murmeltiere nicht zu vergessen. Wir hatten zudem ausgesprochen Glück mit dem Wetter: Sowohl bei der Anfahrt als auch bei der Rückfahrt hatte es teils heftig geregnet. Während der Tour durften Regenjacke und -hose aber im Rucksack bleiben. Ein rundum gelungener Tag in den Bergen!

Tourengänger: Frangge


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Kommentare (1)


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Kanu hat gesagt: Hallo
Gesendet am 16. Juli 2012 um 13:48
Hallo Frangge,

danke für den Kommentar bei meiner Tour.

Tatsächlich, wir haben uns auf dem Gipfel bzw. schon kurz davor getroffen.
Coole Sache, daß ich bei der ersten Tour die ich bei hikr.org veröffentliche auch noch einen HIKR persönlich treff.

Auch Dir weiterhin schöne Touren,
Kanu


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