Nebulöse Loferer Steinberge


Publiziert von steindaube Pro , 7. Juli 2012 um 17:23.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Loferer- und Leoganger Steinberge
Tour Datum: 7 Juli 2012
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1900 m
Abstieg: 1900 m
Strecke:15km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Es gibt eine ganze Reihe Parkplätze in St. Ulrich, ohne Nebel hätte ich sicher auch einen gefunden :-)
Kartennummer:AV-Karte Nr. 9 (Loferer- und Leoganger Steinberge)

Mein Wecker klingelt um 4:00 Uhr. Ich muss ja erst zum Ausgangspunkt meiner Tour fahren. Draußen regnet es. Ich frühstücke und schau mir nochmal Wettervorhersage und Regenradar an. Offenbar bleibts dabei dass es Richtung Osten besser ist als Richtung Westen. Also fahre ich in die Loferer Steinberge statt in den Wetterstein wie eigentlich geplant. Auf dem Weg von der Wohnung zum Auto schüttet es wie aus Kübeln. Naja, Dickkopf fährt trotzdem.

Gegen viertel nach sechs treffe ich in Sankt Ulrich am Pillersee ein. Sagt zumindest das Navi. Sehen tut man nämlich vor lauter Nebel nix. Ich beschließe also, als mich das Navi in eine Sackgasse geführt hat (es meint man könnte da einfach weiter fahren), parke ich einfach und gehe los. Nebel ist ja noch nichts Schlimmes solange man darüber hinaus kommt auf den Gipfeln.

Blöd nur, dass es damit nix wird. Die Nebelschwaden steigen offenbar mit der gleichen Geschwindigkeit auf wie ich und geben nur ausnahmsweise mal die Sicht auf irgendein Detail frei. An Fernsicht nicht zu denken.. Am Großen Rothorn schließlich gebe ich mich geschlagen und streiche das eigentlich noch angedachte Mitterhorn. Das waren auch so genug Gipfelkreuze im Nebel... Oft war die Sichtweite unter 30 Metern. Schon angenehm, dass die Wege ordentlich markiert sind. Kurz verloren hab den Weg einmal trotzdem. Kurz vor dem Mitterhon zweigt ein Steig ins Hinterlastal hinab ab, den ich zurück nach Sankt Ulrich genommen habe. Dabei hab ich kurz vor der Weggabelung auf einen Steinmann vertraut, der einlädt rechts über ein relativ breites Schotterband zu gehen. Wie erhofft bin ich nach Kürze wieder auf den markierten Weg getroffen und habe mir hier ein paar Höhenmeter gespart.

Zurück im Tal stelle ich fest, dass das Mitterhorn nach wie vor dick in Wolken hängt und sicher auch nicht mehr rauskommt. Stattdessen aufkommender Wind der vielleicht erste Gewitter ankündigt. Egal, ich fahre wieder. Man muss ja nicht jeden Tag was sehen.

Fazit: Insgesamt bieten die Loferer Steinberge eine grandiose Sicht und spektakuläre Felslandschaften. Gerne hätte ich hier ein paar Fotos gezeigt, dann halt beim nächsten Mal.
Wenn man die ganzen Gipfel am Wegrand mitnimmt akkumulieren sich bei dieser Tour die Höhenmeter durch die vielen Gegenanstiege ganz schön. Mir haben die etwa 1900 Höhenmeter ohne Mitterhorn heute ganz gut gereicht. Einige Abschnitte sind drahtseilversichert, z.B. auch am Seehorn das man auch auslassen könnte. Altschneefelder gab es noch ein paar wenige, die haben aber absolut keine Probleme gemacht. Der Abstieg setzt schon etwas Trittsicherheit voraus, sonst wird man bei dem ganzen losen Geröll recht langsam werden.

Tourengänger: steindaube


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