Piz Neir 2909,5 m - Ostgrat


Published by Ivo66 Pro , 1 July 2012, 16h42.

Region: World » Switzerland » Grisons » Oberhalbstein
Date of the hike: 1 July 2012
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR 
Time: 4:15
Height gain: 870 m 2854 ft.
Height loss: 870 m 2854 ft.
Route:Julierpassstrasse P. 2043 - Ostrücken - Vorgipfel - Hauptgipfel
Maps:1:25'000 Bivio

Der Piz Neir bei Bivio am Julierpass ist ein markanter Berg, recht isoliert gelegen und wartet deshalb mit einer hervorragenden Fernsicht auf, auch wenn er die 3000 m-Marke nicht erreicht. Von der Julierpassstrasse aus ist er nur an wenigen Stellen auszumachen, weshalb man vom Strassenverkehr nicht viel mitbekommt.

Der Zustieg über den Ostgrat, der im unteren Teil ein breiter Rücken bildet, ist bis zum Vorgipfel einfach (T4). Erst der Übergang durch die Scharte und der Schlussaufstieg zum Hauptgipfel erfordert dann wirklich etwas Kletterei und ist teilweise auch etwas ausgesetzt  (T5). Der Fels ist aber ganz ordentlich, weshalb die Kraxelei uneingeschränkt Spass macht. Hinzu kommt, dass man - wie bei fast allen Bergen im Oberhalbstein - den Gipfel jederzeit alleine für sich beanspruchen kann.

Der Schnee ist am Julierpass weitgehend weggeschmolzen und damit auch die Menschenmassen verschwunden, die das bekannte Skitourengebiet im Winter und Frühling bevölkern. Mit einem Schlag tritt nach Ende der Skitourensaison völlige Einsamkeit ein, obwohl es im Sommer in den Bergen in meinen Augen noch schöner ist als im Winter, wenn nur die Farben weiss, grau und blau dominieren.

Am Beginn des Ostrückens wartet für den Bergsteiger eine kleine Edelweisswiese; die hübschen Bergblumen lieben den kalkigen Boden, den sie dort vorfinden. Der Bergrücken selbst besteht aus rasendurchsetztem Fels und Schrofen; eine klare Route ist nicht auszumachen - verschiedene Auf- und Abstiegsvarianten sind möglich. Hin und wieder trifft man auf Steinmänner.

Das Wetter meinte es heute mit Graubünden nochmals gut; der Föhn sorgte für uneingeschränkten Sonnenschein, gleichzeitig aber für einen eiskalten Wind, der in Böen recht stark war. Entsprechend vorsichtig gingen wir den Schlussaufstieg an den exponierten Stellen an.

Für die detaillierte Routenbeschreibung verweise ich auf meinen Bericht  über die Besteigung im letzten Jahr. Auf dem Gipfel habe ich ein wenig die Aufstiegsroute von Süden studiert, also mit Start in Bivio. Nach meiner Einschätzung auch eine machbare Option; vielleicht mal etwas für den Herbst.

Hike partners: Ivo66, Lena

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T5
T5 F III
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Piz Picuogl · Delta

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