Der Pürschling (1.566 m) in den Winterbaer-Bergen


Publiziert von Gemse , 2. Juli 2012 um 17:24.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Ammergauer Alpen
Tour Datum:22 Juni 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 860 m
Abstieg: 860 m
Strecke:Parkplatz Pürschling - Pürschling - Pürschlinghaus - Sattel beim Teufelstättkopf - Parkplatz Pürschling (12,75 km)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Unterammergau
PKW: Über die BAB A95 bis Oberau und über Etal nach Unterammergau
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dito.
Unterkunftmöglichkeiten:Gasthöfe in Unterammergau, Pürschlinghaus
Kartennummer:DAV-Karte BY 7 Ammergebirge Ost Pürschlin, Hörnle

Irgendwie ist der Wurm drin. Heute mache ich den dritten Anlauf zum Teufelstättkopf und wieder war‘s nichts. Aber immerhin habe ich es bis zum Pürschling geschafft.
Ich möchte nur wissen wer was dagegen hat. Das erste Mal war’s eine Reifenpanne, das zweite Mal war’s Neuschnee bis auf 1600 m und heute Nebel und einsetzender Regen kurz unter dem Gipfel obwohl der Wetterbericht bis zum frühen Nachmittag schönes Wetter angesagt hat, man sollte den Meteorolügen (Entschuldigung) nicht tauen.
Gleichzeitig möchte ich feststellen, dass die Bilder heute nicht die Besten sind, da das Licht sehr schlecht war und ich deshalb die ASA auf 1.600 hochfahren musste um einigermaßen Licht zu haben.
 
Aber der Reihe nach: Start war kurz vor 10 Uhr am Wanderparkplatz „Pürschling“ in Unterammergau.
Ich gehe über die Forststraße hoch. An der oberen Abzweigung zur Schleifmühlenklamm ist die Straße auf eine Länge von 50 m abgerissen und in den Bach gestürzt. Die Durchfahrt ist verboten, aber nach den Reifenspuren zu folgen, fahren trotzdem Fahrzeuge hoch.
Nach einer Stunde erreiche ich die Abzweigung zur Kühalm. Ich folge ihr nicht, da durch das feuchte Wetter dürfte der Weg oben zum Teufelstättkopf zu rutschig sein. Also weiter auf der Forststraße zu einer Kapelle. Die Pürschlinghäuser sind schon sichtbar.
Kurz vor den Häusern sehe ich einen kleinen Gipfel mit Kreuz. Ich lasse den Rucksack an den Fels liegen und kraxle hoch. Der Fels ist feucht und ein wenig unangenehm. Jetzt sehe ich, dass rechts daneben der eigentliche Pürschlinggipfel ist, also wieder runter und zum Gipfel. Den Rucksack lasse ich wieder unten liegen und rasch geht’s hoch zum Pürschling-Gipfel (1.566 m). Hier ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit oberstes Gebot. Bei einem Ausrutscher landet man etwa 300 m tiefer Richtung Graswangtal.
Ich halte mich nicht lange auf, denn die tiefhängenden Wolken machen langsam zu. Also weiter noch etwa 5 Min. zum Pürschlinghaus auf 1564 m.
Ich setze mich vor die Hütte und genieße mein Weißbier. Aber lange halte ich es nicht aus, die Wolken sinken immer tiefer und wabern um die Hütte. Die gefühlte Temperatur ist nur etwa 50C, also in die Hütte. Es sind nur wenige Wanderer oben dafür ein Bergsteigerchor aus der Nähe von Schongau mit 20 Mann. Sie singen hauptsächlich italienische und ladinische Lieder,
Ohne Rucksack starte ich dann doch und versuche zum Teufelstättkopf hochzukommen, es sind ja nur 30 Min. Zunächst über Wiesen und durch einen kleinen Wald geht’s hoch. Als ich den Wald verlasse zu der Mulde zwischen Teufelstättkopf und Latschenkopf wird der Nebel immer dichter und es setzt Regen ein. Jetzt wird es mir zu gefährlich, also umdrehen und auf dem jetzt schmierigen Pfad wieder runter.
An der Hütte mache ich meinen Rucksack regenfest, Leo und Freunde verschwinden in den Rucksack.
Zügig steige ich jetzt unter leichtem Nieselregen wieder ab. Kurz vor dem Parkplatz, den ich nach 1 ¾ Std. erreiche, hört der Regen wieder auf.
 
Fazit:
  • Leider eine Tour bei unsicherem Wetter, dafür kaum Leute unterwegs.
  • Eine Besteigung des Teufelstättkopfs war mir zu gefährlich, da ich den Weg nicht kenne. Mit einem Begleiter, der den Weg kennt, wäre ich wahrscheinlich hoch.
  • Aufgeschoben ist jedoch nicht aufgehoben.
  • Für die schlechte Qualität der Bilder bitte ich um Entschuldigung.
 
Bergwanderer:  Karl solo

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Tourengänger: Gemse


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Geodaten
 11464.gpx 2012-06-22 Pürschling

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Kommentare (3)


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Winterbaer Pro hat gesagt:
Gesendet am 2. Juli 2012 um 17:52
Mensch Karl, was hast Du denn?! Die Bilder sind doch trotzdem schön! Und wir hatten am Pürschling schon viel, viel schlechteres Wetter. Trotzdem finde ich, ist es da oben immer schön. Schon allein wegen der Luft und der Blumen!
Schade, dass es Dir nicht gefallen hat:-(

Viele Grüße
Uschi

Gemse hat gesagt: RE:
Gesendet am 2. Juli 2012 um 17:59
Das stimmt nicht ganz. Durch das regnerische Wetter war es unterwegs sehr ruhig, das lieben wir beide. Die Blumenpracht war einmalig, kommt auf den Bildern nicht richtig raus.
Die Tour war toll, nur mir Sonnenschein wäre es die Erfüllung gewesen, aber man kann nicht alles haben.

Viele Grüße
Karl

trainman hat gesagt:
Gesendet am 3. Juli 2012 um 02:07
Hallo Karl
Vielleicht war es ja der Teufel selbst,der etwas gegen die Besteigung des TEUFELstättkopfs hatte?
Aber Spass beiseite,manche Berge machen unerwartet Probleme.So brauchte ich für den eher friedlichen Pizzo Ruscada im Tessin drei Anläufe bis zum Erfolg(Wegfindungsschwierigkeiten),und das Nadelhorn habe ich trotz 3 Versuchen nicht erreicht(Sturm,Gewitter..),einen weiteren Versuch werde ich nicht mehr machen.
Beste Grüsse Emil


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