Aus dem Nebel des Bisisthal hinauf in die Sonne


Publiziert von TeamMoomin , 19. Juni 2012 um 22:47.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:17 Juni 2012
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Ortstockgruppe 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1900 m
Abstieg: 1750 m

Da ich Samstags Dienst hatte blieb mir leider nur der Sonntag von diesem Super-Weekend, und der wollte daher doppelt genutzt werden. Ich beschloss wieder mal den Kanton Schwyz zu besuchen, genauer gesagt schwebte mir der Pfannenstock vor.

Mit den ÖV gings ins Bisisthal genauer zur Haltestelle Bisistal-Mettlen, wo ich ziemlich staunte als ich dort kurz vor 9 Uhr ausstieg, alles war in Nebel getaucht. Wo bliebt denn nun das Super Wetter von dem die Rede bei Meteo gewesen war?!?! Naja wirds halt ne Nebelwanderung dachte ich oder vielleicht wirds ja noch besser.

So stieg ich zuerst zügig im Wald über einen schönen Pfad empor, dann vorbei an einer Alphütte bis ich erstaunt auf einen Wegmarkierung traf die eine Höhe von 1511m.ü.M. angab, und das in etwas mehr als einer Stunde, so schnell war ich ja schon lange nicht mehr gewesen :-)

Top motiviert ging ich weiter dem breiten Almweg entlang zur Alpbei Punkt 1701. Ab hier beginnt nun eine lange Hangtraverse welche stetig empor führt und an deren Ende der Chratzerenfurggeli-Pass wartet.

Dieser Teil des Weges war aber alles andere als gut, zum einten hat es hier momentan noch einige ziemlich harte Schneefelder welche oft an exponierten Stellen sind. Mit exponiert meine ich dass sie einige Meter tiefer im nirgendwo verschwinden, ausrutschen ist also tunlichst zu vermeiden.
Zum anderen hat der Wanderweg durch den Winter hier stark gelitten und an vielen stellen ist dieser schlichtweg von Lawinen weggerissen worden, so dass man sich über mehr oder weniger stabile Erdrutschhänge den Weg selber suchen muss.
Diese Passage ist mit viel Umsicht und gutem Abwägen der Wegwahl aber machbar allerdings momentan sicherlich schwerer als der im Führer beschriebene Wanderweg.

Am Chratzerenfurggeli lichtete sich erstmas das Nebelmeer und ich bekam den Pfannenstock zu sehen, ein schöner Gipfel.

Beim Schlussaufstieg gibts momentan bei ca. 2200m ein kleines fast senkrechtes Schneefeld welches einem den Weg versperrt, man kann sich aber gut ein paar Tritte reinhauen und mit Stöcken oder allenfalls einem Leichtpickel diesen Abschnitt überwinden.

Danach gehts gut erkenntlich dem Weg entlang zum Gipfel, wobei die Schlüsselstelle mit einem Drahtseil gesichert ist, welches ich aber gar nicht gebraucht habe (daher die I Kletterbewertung im Bericht).

Auf dem Gipfel erwartete mich ein Supergrandioses Panorama über dem Nebelmeer, alle Schwyzer Wahrzeichen rund um mich herum herrlich!
Ich blieb dann auch länger auf dem Gipfel und genoss dort mein Mittagessen und die super Aussicht. Auch alle 4 Gipfel der Top Ten of Schwyz, welche mir noch fehlen war super zu sehen, ich freue mich darauf!

Beim Abstieg ging ich dann auf ca. 2300m von oben gesehen nach links wo man super auf einem langgezogenen Schotterband absteigen kann. Dieses endet momentan noch auf einem Schneeband, wobei dazwischen sich ein Schrund öffnet. Ich liess es mir natürlich nicht nehmen auf diesem Schneefeld, welches fast bis Hintersten Hütten auf 1584m hinunterführt in einem Affenzahn zu Tal zu rasen, welch eine geile Abfahrt! Auf dem Hosenboden wäre es vielleicht sogar noch schneller gegangen aber das ist ja Maawaas Spezialgebiet ;-)

Danach gings gemütlich das Rätschtal entlang und dann wieder steil den Wald hinab ins Bisisthal.

Fazit: Eine tolle Tour welche eine super Aussicht auf alle bekannten Schwyzer Berge bietet und mehr auf noch manche Tour oder Kraxelei macht. Die Schneefelder am Hang entlang sollten aber mit gesundem Respekt gequert werden da sie wirklich im Nichts verschwinden. Das Schneefeld welches den tollen Gipfelabstieg ermöglicht wirds sicher bald nicht mehr geben, daher mact die Tour bald wenn ich auch ins Tal rasen wollt.


Tourengänger: TeamMoomin


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