Glegghorn - Felszahn hinter dem Walensee


Publiziert von Nobis , 16. Juni 2012 um 23:07.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Prättigau
Tour Datum: 7 Juni 2011
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1125 m
Abstieg: 1125 m
Strecke:Älplibahn – Kamm – Glegghorn-Ostgrat – Glegghorn – Obersäss – Unterst See – Gleggkamm – Älplispitz – Punkt 2099
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Landquart - Malans - Älplibahn (eingeschränkte Kapazität: möglichst am Vortag reservieren)

Bei einigermassen guter Sicht grüsst mich auf meinen Spaziergängen auf dem Albis neckisch ein markanter Felszahn weit hinter dem Walensee: das 2447m hohe Glegghorn, das mit seiner abweisenden Westwand nahezu 2000m über dem Rhein bei Maienfeld thront.
 
Eigentlich wird fast ausschliesslich sein bekannter nördlicher Nachbar Falknis bestiegen. Dies liegt wohl auch daran, dass die einfachste Route auf das Glegghorn über dessen Ostgrat immerhin T5 aufweist.

Wer den schönen Berg "richtig" und ansprengend angehen will, steigt von Maienfeld oder St. Luzisteig durch das eindrückliche Gleggtobel zum Gleggkamm auf und umrundet den Berg ostwärts. Hierher gelangt man aber deutlich bequemer von der Älplibahn her in rund einer Stunde.
 
Bei Blick auf den idyllisch gelegenen Unterst See erklimmt man den Ostgrat umgeht den untersten Aufschwung nordwärts und steigt über sehr steile Grashalden zum Grat auf. Nun diesem entlang, Punkt 2238 erstmals exponiert einem Band entlang in der Nordflanke umgehend, weiter.
 
Kurze Zeit später steigt man etwas in die Südflanke ab - nicht ganz bis zum kleinen Turm mit dem Steinmann - und traversiert steil auf vereinzelten Trittspuren in einen Sattel auf 2285m.
 
Hierher könnte man auch über einen 40° steile Schuttrinne (Frühsommer Schneefeld) durch die Nordflanke gelangen (wir sind über dieses Schneefeld abgestiegen). Nun geht es abwechslungsreich weiter, bis man unter einer Schroffenwand steht. Diese kann auf Wegspuren und kleingriffigen Felsen von links (Südseite) aufwärts - bei Trockenheit - gut erklommen werden. Aber auch jetzt ist vom Gipfelsteinmann nichts zu sehen: erst ein paar Meter weiter dem einfachen aber aussichtsreichen Felsgrätchen entlang kommt der höchste Punkt in Sicht.
 
Der Tiefblick ins Gleggtobel ist schlicht berauschend - und im Westnordwesten ist sogar der Zürichsee und die Albiskette zu sehen...

Tourengänger: Nobis


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