Zettenkaiser (1968m) via Nordwandsteig und Riegersteig
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Heute ging es auf den wohl einsamsten Kaisergipfel mit Normalweg (vielleicht 50 Gipfelbucheinträge pro Jahr), der dies aber gar nicht verdient hat! Wunderschöne Tour ab der Kaindlhütte, die man wohl besser per Bike ansteuert. Ich wollte mir aber Option Scheffauer offen halten, weswegen es über folgende Variante hoch ging.
Vom Parkplatz folge ich dem Wegweiser Walleralm. Gemütlich (stellenweise flach) geht es über Steig und etwas Straße zu dieser hoch. Natürlich wird mit minimalen Aufwand dort noch Kreuzbichl mitgenommen. Weiter über Steig hoch bis zum Hochegg. Hier kurz etwas überlegt, ob ich den Westgrat ansteuern soll und über diesen (T6, II) hoch, aber nach dem was ich später von oben erkennen konnte, dürfte das mein Können (wenigstens wenn ich alleine unterwegs bin) doch etwas übersteigen. Also mit Höhenverlust runter zur Kaindlhütte und von hier dem Steig Richtung Scheffauer/Zettenkaiser folgen. Kurz darauf trennen sich die Wege und es geht Richtung Zettenkaiser durch den Wald nach oben bis zum Beginn des Großen Friedhofs. Hier führt der Steig steil und stellenweise unangenehm zu gehen an der rechten Felswand in einen Sattel nach oben. Hinter diesem findet sich der Kleine Friedhof. Mit etwas Höhenverlust in diesen runter und noch bevor es ins Geröll geht wähle ich die bereits von Tef sehr gut beschriebene Variante (http://www.hikr.org/tour/post39177.html) über den herrlichen Nordwandsteig (T5, II). Schlüsselstellen sind bereits auf den ersten Metern nämlich Ende der Startrinne, die ich eher II+ bis III- tippen würde (dafür nicht ausgesetzt), und einer gleich darauf folgenden etwas ausgesetzten IIer-Stelle. Danach geht es zwar meist anspruchsvoll, aber mit keiner großen Schwierigkeit, weiter nach oben. Wegfindung ist nicht zu schwer, denn rote Markierungen und Gelände geben den Weg vor, bis direkt zum Gipfelkreuz. Hier haut mich die Fernsicht fast um und Option Scheffauer ist für heute gestorben, dann doch lieber zweistündige Gipfelrast ;-)
Während am Scheffauer immer wieder Leute zu sehen waren, hatte ich den Zettenkaiser für mich ganz alleine. Dürfte so etwa der fünfte Eintrag in diesem Jahr gewesen sein. Auch sehr erfreulich, dass die nun fast ein Jahr alte Sechzgertüte da oben noch immer fast wie neu ist! :D
Runter geht es dann über den Riegensteig (Normalweg, T5 I) immer am Westgrat entlang bis zur ersten Scharte. Zahlreiches Ier-Gelände, das dem Aufstiegsweg ziemlich gleichwertig ist. Von der Scharte dann durch Rinnen und Latschen, steil aber doch einfacher geht es wieder runter, bis kurz vor dem Kleinen Friedhof nochmal zwei kurze IIer Stellen zu meistern sind. Weiter geht es über den Aufstiegsweg (im Großen Friedhof nehme ich dann aber doch lieber die angenehmer zu gehende Wiese) zurück zur Walleralm. Kurz nach dieser wähle ich den Abstieg über die Straße zum Westufer des Hintersteiner See und am Ufer (nicht wirklich lohnend, hätte ich mir besser gespart) geht es zurück zum Auto.
Bis auf den Aufstieg zur Kaindlhütte absolut zu empfehlend Tour auf einen sehr einsamen Gipfel!



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