La fôret de Fontainebleau - auch ein Bouldermekka


Publiziert von tschiin76 , 11. Juni 2012 um 22:47.

Region: Welt » Frankreich » Île-de-France » Seine-et-Marne
Tour Datum: 3 Juni 2012
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: F 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 50 m
Abstieg: 50 m

Nach knapp 6-stündiger Fahrt durch Nacht und Regen brauchen wir eine Pause, das heisst, vor allem unser Hund muss raus und strumpf ist auch keineswegs abgeneigt, sich die Beine zu vertreten.
Unser Ziel ist zufällig, auf der grossen Strassenkarte haben wir ein rotes Sternchen gesehen und sind von der Autobahn gefahren.
Erst landen wir in Fontainbleau, da wir aber lieber im Grünen sind, fahren wir in den Wald, der den Ort umgibt. Wir fahren dem Wegweiser "Gorges de Franchard"nach, ohne zu wissen, was wir da antreffen.
Der Wald ist halbhoch, sehr grün, Eichen und Föhren bestimmen das Bild. Bald schon tauchen am Strassenrand rundgeschliffene Felsen auf, die aus sumpfigem, mit Tümpeln durchsetztem Gelände ragen. Gefällt mir, da würde ich gerne kreuz und quer durchwandern, denke ich mir.
Nach ca. 4km gehts auf eine unbefestigte Strasse und schon stehen wir auf einem Parkplatz. Nur wenig Autos stehen da, die Grösse des Platzes lässt aber darauf schliessen, dass im Sommer - oder zumindest bei gutem Wetter - hier einiges los ist.
 Im Moment aber ists von oben eher feucht, wir packen strumpf in seine Regensachen und nehmen etwas zu essen mit. Er steuert sofort die erste Pfütze an und stampft im Wasser herum. Wir folgen dem Wegweiser "Départ", steigen eine Treppe hinunter und stehen sogleich neben den speziellen Felsen. Wir finden den Rundweg - mit 1h Gehzeit angegeben - nicht gleich auf Anhieb, die Beschilderung ist nicht so eindeutig und die Markierungen können wir auch nicht so richtig einordnen.
Wir folgen den Felsen und kommen nach kurzer Zeit auf eine Waldstrasse, die über eine Wiese und an einem langsam zerfallenden Gebäude vorbei in den Wald führt. Das Gebäude ist die Ruine einer Einsiedelei, die später zu einer Art Kloster geworden ist.
Die Umgebung sieht eher wie ein Park aus, die Bäume scheinen gepflanzt. Später lese ich im Internet, dass der gesamte Wald künstlich als Erholungszone entstanden ist, vor allem die Föhren sind erst später dazu gekommen.
Wir spazieren den breiten Waldweg leicht abwärts gegen Westen, die Wege haben Namen, nur nützt uns dies nicht viel, da wir keine Karte haben.
strumpf läuft einen Teil des Weges selber, sonst sieht er die Welt von aivla's Armen aus.
 Nach ca. einem halben Kilometer kommen wir an eine Sternkreuzung, strumpf interessiert das überhaupt nicht, er hängt über einem Baumstrunk und grübelt im Dreck nach Steinchen, seine momentane Lieblingsbeschäftigung.
Danach werden diese fein säuberlich auf dem Strunk platziert, um sie dann kurzerhand wieder in den Dreck zu befördern.
 Wir nehmen einen Trampelpfad, der in die Felsen führt, durch schulterhohen Farn gehts bergauf, teilweise zwischen den Felsen hindurch, strumpf rutscht und kraxelt durch das Gewirr hindurch, es macht ihm sichtlich Spass und der Stolz glänzt aus seinen Augen, wenn er wieder eine Passage alleine gemeistert hat.
Wir finden einen Felsen mit Aussicht, wo wir eine kurze Mittagspause machen, Hund muss unten warten, das Klettergstältli ist zuhause geblieben...;)
Weiter gehts auf der Höhe, nun sind wir wieder auf dem Weg. Bisland hat uns lediglich ein Jogger überholt, nun fahren noch zwei Biker an uns vorbei. Sonst sind wir alleine.
Der Weg führt nach wenigen hundert Meter wieder von den Felsen runter und wird wieder breiter, alles sandig. In einem weiten Bogen kehren wir zum Parkplatz zurück, inzwischen sind auch die Franzosen aufgestanden, deutlich mehr Leute sind unterwegs, es verteilt sich aber nach wie vor gut.
Kurz vor dem Ziel kommt uns eine Gruppe junger Engländer mit grossen Matten entgegen, aha, Boulder. Da realisieren wir auch, dass dies wohl ein bekanntes Gebiet sein muss unter den Ohne-Seil-Kletterern.
Beim Besucherzentrum erfahren wir auf einer Infotafel, dass das Gebiet anscheinend jährlich von 17 Mio. (!!!!!)Besuchern überflutet wird. Eine fast unglaubliche Zahl, gut, waren wir an einem regnerischen Tag in der Zwischensaison da...

 Unsere Gehezeit von 3 Stunden ist mit Kleinkind ohne Tragrucksack, wobei stumpf auch einige hundert Meter selber gelaufen ist.

Tourengänger: tschiin76, aivla, strumpf


Galerie


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