Pfaffenstein SW Kante


Publiziert von Martina , 26. Dezember 2007 um 23:08.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Hochschwabgruppe
Tour Datum:26 November 2006
Klettern Schwierigkeit: V (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Nach Eisenerz, bei Polizeischild von Hauptstr. abbiegen und bergauf bis zu einem Parkplatz bei Transformator.

Unterwegs mit Alex
Kurz nach 8 Uhr starten wir vom Parkplatz in Eisenerz los. Der Tag beginnt mit Morgenfrost und strahlend blauem Himmel. Eisenerzer Reichenstein und Kaiserschild sind schon etwas angezuckert, doch die Südwand des Pfaffenstein scheint trocken zu sein. Wir steigen über den Markussteig auf bis zur Höhle, von dort gleich links über Schrofen steil hinauf, zuletzt über neuem Klettersteig bis zum Hubschrauberplatz. Danach queren wir über ein kleines Schneefeld unterhalb der Wände bis zum Einstieg.
 
Die erste Seillänge beginnt mit einer etwas brüchigen Stelle. Auch sonst treffen wir auf dieser Route immer wieder splittriges Gestein an, welches mit Vorsicht zu genießen ist. Nach einigen Seillängen befinden wir uns auf der kleinen Terrasse und genießen die Sonne in einer kurzen Pause. Die Aussicht auf die angezuckerten Berge und den Leopoldsteinersee ist überwältigend schön. Bald geht’s wieder weiter einen kleinen Pfeiler entlang. Die Schlüsselstellen sind felsmäßig besser und auch gut abgesichert. Gegen 15.30 erreichen wir den Gipfel, wo wir uns nicht lange aufhalten.
 
Wir haben uns vorgenommen den markierten Markussteig abzusteigen. Wir folgen einigen Markierungen, doch bald sind durch den Schnee keine mehr sichtbar. Auf der Nordseite befindet sich doch etwas mehr Schnee.. Unbekümmert folgen wir einigen Trittspuren, stehen jedoch bald in einer Sackgasse vor einem Abgrund. So steigen wir wieder mühsam hinauf zur letzten Markierung und folgen noch ein paar anderen Spuren, die aber ebenso enden.. So verging die Zeit recht schnell und die Sonne schenkte auch bereits ihr letztes Licht... Nachdem wir noch eine andere Variante erfolglos ausprobiert hatten, entschließen wir uns zu einem Abstieg durch eine schneegefüllte Rinne. Irgendwie runter heißt jetzt unsere Devise. Anfangs ging es recht gut, Latschen boten Halt, doch schon ziemlich nahe am Wandfuss stehen wir abermals vor einem Abgrund. Im Dämmerlicht seilen wir mit Materialspenden an einigen Latschen ab. Nun ist es endgültig dunkel, die Seile vereist, die Schuhe voller Schnee. Mit den Stirnlampen kämpfen wir uns die letzten Schrofen hinab und finden glücklicherweise wieder eine Markierung.
 
Nun können wir wieder dem Markussteig folgen, nach einigen Drahtseilversicherungen und Leitern stehen wir wieder bei der Höhle. Von dort ist der Abstieg vergleichsweise gemütlich. Gegen 19.00 stehen wir glücklich beim Auto, raus aus den nassen Schuhen und ab nach Hause.
Ein tolles, erlebnisreiches Wochenende, wenngleich ein unbekannter Abstieg im Schnee doch etwas Zeitpolster erfordern kann...

Tourengänger: Martina

Galerie


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