Die Untere Wettersteinspitze (2152 m) - Besteigung unter widrigen Bedingungen.
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Schon lange stand die Untere Wettersteinspitze auf Chiemgauers und meiner Wunschliste. Spontan und kurzentschlossen fiel die Entscheidung am Vorabend.
Die Route verlief im Wesentlichen gemäß trainmans Auf- und Abstieg. Eine anfangs diskutierte Überschreitung mit südwestlichem Abstieg verwarfen wir wieder mangels Motivation.
Aber auch so erwies sich der Normalanstieg als anspruchsvolles Unternehmen. Zum einen erschwerte der dichte Nebel anfangs die Orientierung. Somit bekamen wir unser Gipfelziel erst am späten Vormittag zu sehen, als die Wolken sich zusehends auflösten.
Schwierigkeit Nummer 2 bestand in der mit bis zu zwei Meter hohem, stark kompressiertem Altschnee gefüllten Ostrinne. Je nach Streckenabschntitt wies das Schneefeld eine Steigung von 35° bis 45° auf; manche kurze Steilpassagen waren sogar bis zu 55° steil. Ohne dem Schnee liegt die Schwierigkeit wohl nicht bei T5+, sondern eher bei T5-.
Zeitaufwändiges und kräftezehrendes Stufenschlagen im Auf- und Abstieg waren die Folge. Wann immer es ging, zwängten wir uns eher schlecht als recht durch die Randkluft oder an ihrer Kante entlang, um durch Felskontakt ein sichereres Gehen zu ermöglichen.
Einen Vorteil hatte der hohe Altschnee jedoch: Wir übergingen im wahrsten Sinne des Wortes die Schlüsselstelle, die noch komplett eingeschneit war. Ab dem Rinnenausstieg bis hin zum Gipfel wurde alles wieder einfacher: entspannter Schrofenanstieg im T4-Bereich.
So erstaunlich es ist, dass wir die ersten Gipfelbesucher des Jahres waren, so ärgerlich ist es, dass die Gipfelkreuzkassette offen war und das nun völlig durchnässte und sich auflösende Gipfelbuch ein halbes Jahr (letzter Eintrag: Anfang Dezember 2011) ungeschützt war. Zum heulen, dass die Unbedachtheit einer Person ein Gipfelbuch von 1978 zerstört hat. Wir haben das Buch zwar in die Sonne zum Trocknen gelegt und eine Tüte gespendet, die Seiten sind aber zu verklebt, angemodert und fallen schon heraus.
Bleibt die Warnung auszusprechen, dass die Untere Wettersteinspitze derzeit nur mit Steigeisen gemacht werden sollte; ansonsten besteht extreme Abrutschtgefahr. Zudem ist die Mitnahme eines Pickels sehr anzuraten, der eventuelle Ausrutscher problemlos abfangen könnte. Unseren Schätzungen zufolge wird es noch bis weit in den Juli hinein dauern, bis die Rinne schneefrei sein wird.
Die Route verlief im Wesentlichen gemäß trainmans Auf- und Abstieg. Eine anfangs diskutierte Überschreitung mit südwestlichem Abstieg verwarfen wir wieder mangels Motivation.
Aber auch so erwies sich der Normalanstieg als anspruchsvolles Unternehmen. Zum einen erschwerte der dichte Nebel anfangs die Orientierung. Somit bekamen wir unser Gipfelziel erst am späten Vormittag zu sehen, als die Wolken sich zusehends auflösten.
Schwierigkeit Nummer 2 bestand in der mit bis zu zwei Meter hohem, stark kompressiertem Altschnee gefüllten Ostrinne. Je nach Streckenabschntitt wies das Schneefeld eine Steigung von 35° bis 45° auf; manche kurze Steilpassagen waren sogar bis zu 55° steil. Ohne dem Schnee liegt die Schwierigkeit wohl nicht bei T5+, sondern eher bei T5-.
Zeitaufwändiges und kräftezehrendes Stufenschlagen im Auf- und Abstieg waren die Folge. Wann immer es ging, zwängten wir uns eher schlecht als recht durch die Randkluft oder an ihrer Kante entlang, um durch Felskontakt ein sichereres Gehen zu ermöglichen.
Einen Vorteil hatte der hohe Altschnee jedoch: Wir übergingen im wahrsten Sinne des Wortes die Schlüsselstelle, die noch komplett eingeschneit war. Ab dem Rinnenausstieg bis hin zum Gipfel wurde alles wieder einfacher: entspannter Schrofenanstieg im T4-Bereich.
So erstaunlich es ist, dass wir die ersten Gipfelbesucher des Jahres waren, so ärgerlich ist es, dass die Gipfelkreuzkassette offen war und das nun völlig durchnässte und sich auflösende Gipfelbuch ein halbes Jahr (letzter Eintrag: Anfang Dezember 2011) ungeschützt war. Zum heulen, dass die Unbedachtheit einer Person ein Gipfelbuch von 1978 zerstört hat. Wir haben das Buch zwar in die Sonne zum Trocknen gelegt und eine Tüte gespendet, die Seiten sind aber zu verklebt, angemodert und fallen schon heraus.
Bleibt die Warnung auszusprechen, dass die Untere Wettersteinspitze derzeit nur mit Steigeisen gemacht werden sollte; ansonsten besteht extreme Abrutschtgefahr. Zudem ist die Mitnahme eines Pickels sehr anzuraten, der eventuelle Ausrutscher problemlos abfangen könnte. Unseren Schätzungen zufolge wird es noch bis weit in den Juli hinein dauern, bis die Rinne schneefrei sein wird.
Hike partners:
mabon,
Chiemgauer
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