SN3 Varese - Laveno-Mombello oder "Un Pasticcio al Monte Campo dei Fiori"


Publiziert von Baeremanni Pro , 25. Mai 2012 um 17:43.

Region: Welt » Italien » Lombardei
Tour Datum:24 Mai 2012
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 8:30
Aufstieg: 964 m
Abstieg: 1593 m
Strecke:(Varese) S. Maria del Monte - M-Campo dei Fiori - Orino - Brenta - Laveno-Mombello
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Am Vorabend in Giubiasco CH übernachtet. Am Morgen mit Zug nach Mendrisio. Dann einziger Bus des Tages, Mendrisio ab 08:31 via Stabio nach Varese an 09:15. (Fährt nicht an Sonntagen)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Von Laveno-Mobello via Luino - Bellinzona heimzu. Achtung Reise ab Bahnhof Ferrovia dello Stato (FS), nicht Milano Norte am Hafen! (FNM)
Unterkunftmöglichkeiten:Schwierig und sehr teuer in Laveno, daher Heimreise angetreten.
Kartennummer:Karte Via Verde Varesina vom Verkehrsbüro

Nach der recht komplizierten Anreise nach Varese besichtigte ich erst einmal wie vorgesehen die Stadt. Für eine ausführlichere Besichtigung reichte die Zeit aber nicht. Dafür fand ich die "Informazione". Hier bekam ich gratis eine sehr gute Karte "Via Verde Varesina" und den Ratschlag, bis nach Santa Maria del Monte den Autobus zu benutzen. Herzlichen Dank für Karte und Ratschlag. Ich wäre wohl brav auf die Schnauze gefallen, auf dem ganzen Weg habe ich bis Laveno keine Uebernachtungsmöglichkeit angetroffen.

Also habe ich mir die ersten rund 400 m Aufstieg geschenkt. Hier gab es sogar einen "AK" oder nennt man dem jetzt "Espresso d'acclimatazione". Gleich hinter der Bar wird die Landstrasse verlassen und es geht gleich auf einen Bergweg, markiert mit "3V" bzw. "Via Verde Varesiana". Ruinen einer Standseilbahn und eines "Grandhotels" deuten darauf hin, dass hier oben mal einiges los war. Ein ganz spezieller Stationenweg führt zu den "Tre Croci" hoch. Statt Heilige werden hier alle Waffengattungen der Armee verehrt.
Von "Tre Croci" geht es mehr oder weniger der Krete entlang (T3) zum P. 1226 M.Campo dei Fiori mit einem fantastischen Panorama. Auf schmalen Pfaden, offenbar nur noch wenig begangen, gelb-grün markiert  kommt man wieder auf die Forststrasse. Bei P. 1139. Langsam wird es wärmer und wärmer und ich bin froh, kann ich meistens im Wald wandern. Beim Forte d'Orino, einer Festung des 1. Weltkrieges zeugen nur noch ein paar Mauern davon. Dafür hat es hier recht viel Volk am Sonnenbaden.
Aber nun kommt der anspruchvollste Teil. Nämlich der Gewaltsabstieg auf einer alten Militärstrasse. Eigentlich meist schön mit Rundsteinen gepflästert, aber feucht und s..mässig rutschig. Ich bin froh, habe ich die Bergschuhe angezogen und nicht die leichten Wanderfinken. Also für diesen Abschnitt und den ersten Teil der Kretenwanderung gebe ich T3. Sonst "nur" T2. Interessant ist in diesem Gebiet, dass die als Track aufgezeichnete GPS-Datei nicht mit der Karte übereinstimmt. Nun, in Orino gibt es eine offene "Bar", wo zwei Büchsen Cola den schlimmsten Durst löschen.
Weiter über Azzio nach Comachio. Kutz nach diesem Dorf schlage ich eine eigene Route mehr oder weniger entlang des des Flüsschens Boesio ein, da es mir gewaltig stank, den auf der Karte eingetragenen (Um-)Weg 3V hinauf nach Casale zu gehen. War nicht so schlau, meine Idee. Erst angenehm doch beim Dorf Brenta gab es es dann erstmals Landstrassentippel. Und dann halt wieder bergauf, bis ich wieder die markierte Route fand. Bis Cittiglio ging es wieder recht gut den Markierungen nach. Dort liess ich mich durch andere Markierungen verleiten bis zur Hauptstrasse und wieder zum Fluss abzusteigen. Doch da gab es keinen Weg mehr entlang dem Wasserlauf. Zurück zur Landstrasse, noch einen Haken ohne die Route zu finden. Wieder Landstrasse, stinkt mir, probiere nochmals den richtigen Weg zu finden. Querfeldein, eine Bauer zeigt mir den Forstweg, ich atme auf. Die Freude währt nicht lange, ein massives Gittertor "Privato" sperrt. Retour zur Landstrasse. Diese ist für den Verkehr seit ausgangs Cittiglio gesperrt. Ich entschliesse mich zum Landstrassentippel, da auch der auf der Karte eingezeichnete Weg hier auf die Landstrasse aufhört. Na ja, in einer halben Stunde habe ich den Weg zum Bahnhof dann auch noch geschafft, obwohl man da noch einen rechten Umweg durch das Dorf machen muss.
Erfreulich war, festzustellen, dass in 20 Minuten ein Zug via Luino nach Bellinzona fährt. Ueber den Daumen gepeilt, sollte es sogar noch nach Hause reichen. Nun die 20 Minuten verbrachte ich in der Bar im Bahnhof mit einem grossen Schluck von was wohl?
Wieder über die Grenze und im Bereich von Swisscom-Empfang konnte ich dann die Heimreise im SBB-Mobil abfragen. Und es reichte noch bis nach Hause, allerdings mit dem letzten Zug.(00:25)

Es war gerade etwas viel für einen Tag, rund 42 Leistungskilometer bei dieser  Wärme, 32° am Bahnhof Laveno, haben mich doch an meine Leistungsgrenze gebracht, aber stolz bin ich trotzdem, diesen "Murks" oder eben "Pasticcio" noch geschafft zu haben. Auch wenn die letzten 1 1/2 h nicht mehr gerade als Genusswandern bezeichnet werden dürfen.

Tourengänger: Baeremanni

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