NE Dessert: Creux du Van Extra Large


Published by TeamMoomin , 18 May 2012, 20h09.

Region: World » Switzerland » Neuchâtel
Date of the hike:11 May 2012
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-NE   CH-VD 
Time: 11:00
Height gain: 1547 m 5074 ft.
Height loss: 1585 m 5199 ft.

Das Wetter sollte an diesem Tag wie Tags zuvor auch schon Super werden und ich hatte frei, da beschloss ich mir die schönste Tour meines Neuenburg-Projekts zu Gemüte zu führen sozusagen das Dessert, die Creux du Van.

Aber eigentlich wollte ich ja den Tablettes auch noch machen, so ging das Recherchieren auf Hikr los bis sich dank den Berichten von Andi (Sputnik) über seine Tablettes-Besteigung und dem Bericht von Omega3, sowie Zaza über ihre Creux du Van Tour ein kecker Plan in meinem Kopf manifestierte.

Noch in der Dämmerung gings wiedermal an den Bahnhof Basel und dort wie immer zuerst mal in den CoopPronto fürs Kaffee, diesmal aber ohne Kopfhörer und achtend ob man vieleicht wieder Henrik antreffen würde, doch diesesmal war er nicht wieder zeitgleich da, vielleicht ein andersmal.

In Champ du Moulin angekommen folgte ich zuerst ein Stück der Strasse bis zum Punkt 769, von dort quert man nun Diagonal das kleine Waldstück bis zur Strasse, welche man mit dem nötigen Respekt quert und so direkt zu Punkt 807 gelangt von wo ein kleiner Waldweg  startet. Man muss überigens einen Zaun überklettern wenn man hier über die Strasse gelangen will.

Anstatt wie Andi nun der Strasse im Zick Zack empor zu folgen bis zum Einstieg des Sporn ging ich wenige Meter nach betreten des Weges wo eine kleine Sandgrube ist rechts davon wieder in den Wald und stieg so in diesem geröligem Gelände direkt bis zum kleinen Weg empor.

Dort angekommen gings nun los und die Kraxelei am L`Areteau konnt beginnen. Irgendwie bin ich woll nicht ganz den gleichen Weg wie Andi emporgeklettert da ich nur teilweise die von Ihm beschrieben Stellen vorfand. Dies spielt meinen Erachtens auch überhaupt keine Rolle da man viele Felsstufen und Gratstücke rechts links oder in gerader Linie anpacken kann und so jeder sich wohl seiner Meinung nach besten oder reizvollsten Weg sucht.

Ich bin zuerst etwas in steilem Kraxelgelände aufgestiegen, welches wirklich sehr brüchig und rutschig ist, danach kam ein Felsriegel, den man gut rechts oder links umgehen könnte; ich wollte aber meine Kraxelskills wieder wekcen bzw. trainieren also überstieg ich diese Stufe direkt (ca. II T5). Danach gings eher wieder in einfacherem Gelände (T4) empor bevor ich wieder vor einem Felsabbruch stand welchen man wie ich im NAchhinein sah auch gut rechts hätte umgehen können.
Ich entschied mich aber wieder für den driekten Aufstieg, was mir bereits besser gelang als beim ersten da meine Kraxelgeister langsam wieder erwachten.

Anschliessend folgte ich diversen Rinnen und überstieg kleinere Blöcke bevor es dann am obersten Stück des Grates deutlich einfacher wird und man eher wieder in steilem Gehgelände ist. Gerade als ich die letzten Meter zum Wanderweg ging brach rechts von mir plötzlich eine Wildsau los und rannte in einem beachtlichen Tempo davon, alles ging so schnell das es leider kein Foto gab. Ich dachte nur wow meine erste Wildsau in freier Wildbahn cool!!

Wenige Minuten später erreichte ich den Gipfel des Tablettes wo ich mir eine kleine Pause gönnte un die herrliche Aussicht auf die Crux du Van den weiteren Gratverlauf sowie die Alpen gönnte, was für eine Frühstückskulisse!

Anschliessend lief ich gemütlich immer leicht auf und ab dem Grat entlang, wo man immer wieder mal in kleinen Lücken das Panorama geniessen kann, bis zum Punkt 1119 wo die TV-Sendeanlage steht. Dieses Stück ist sehr gut markiert und auch unschwierig (T2).

Danach machte ich mich an einen schönen Abstieg durch den Wald hinunter nach Noiraigue, dabei passiert man auch den Einstiegsort des Via Ferrate Tichodrome den ja auch schon einige Hikrs gemacht haben, wäre sicherlich auch mal einen kurzen Ausflug wert, obwohl es ja eher eine QUerung denn ein Klettersteig zu schein seint.

In Noiraigue angekommen gings wieder dem Wanderweg entlang zum Ferme Robert, einige Meter bevor ich dieses erreichte bog ich in den Wald ab und bezwang die ersten paar Meter des Grates zum Dos d`Ane empor (T4 bei guter Wegfindung) bevor ich mihc zu meiner Mittagsrast niederlies.

Der Grat verläuft immer irgendwo zwischen T4 und T5 wobei sich immer wieder leichtere Steilpassagen mit kleinen Klettereinlagen um oder über die Blöcke abwechseln. Nach einer gewissen Zeit des Aufstiegs gehts dann etwas hinuter in eine Scharte bevor es wieder empor geht. Der erste grosse Block der nach dieser Scharte folgt sollte man umbedingt rechts umgehen, und nicht wie ich links, da er links extrem ausgesetzt ist und man auf einem ca. 20cm breiten Band einen grossen Schritt machen muss bevor man im II+ evtl. auch III Grad direkt auf den Kopf klettert. Ich fand es wegen der Ausgesetztheit echt nicht lustig aber war ja auch selber Schuld..

Nachdem ich dann etwas später obn auf den offiziellen Wanderweg gelangt bin treffe ich nun auf viele Wanderer, und natürlich finden wieder mal einige mein Moomin echt lustig.
Ich schlendere gemütlich zum Soliat Gipfel hinüber und mache reichlich Fotos, bevor ich weiter bis zum anderen Ende des Halbkreises welche das ganze bildet gehe. Dort sitze ich mich nochmals für eine Trinkpause hin und geniesse dieses wahrlich spektakülöre Panorama!

Der weitere Weg geht dann immer mehr oder weniger der Kante entlang und bietet immer wieder schöne Aussichtspunkte, so passiere ich Signal du Lessy und Grand Ecoeurne bis hin zum Punkt Belvedere bei 935. Anstatt hier weiter dem Wanderweg zu folgen hatte ich schon im Voraus beschlossen in direkter Linie dem Hang hinuter zu folgen bis ich auf den Sentier du Reservoir kommen würde, denn den wollte ich auch noch machen.

Als ich dann nach einer relativ steilen Waldpassage (ca. T3+ evtl auch T4) auf dem Weg ankam genoss ich die nächsten Meter auf diesem spannenden Weg inkl. kleiner Leider und Wandbuch, schön angelegter Weg!
Danach gings wieder dem Wanderweg entlang wobei ich leider den Abstieg welcher kurz vor dem Punkt 713 eingezeichnet ist und zum Punkt 532 hinuter führt verpasste und so erst später im vorderen Teil der Areuse-Schlucht in diese gelangte.

Diese Schlucht ist wenn auch eher kurz trotzdem sicherlich ein Besuch wert, besonders wenn das Licht von oben durch die Blätter hineinfällt.

Danach gings noch bis Boudry Gare wo ich dann nach ca. 9,5 Stunden reiner Marschzeit ankam, doch müde aber super zufrieden!

Fazit: EIne grösstenteils einfache Wanderung, welche aber doch auch knackige Bereiche hat und konditionell doch fordernd ist. Landschaftlich sehr schön und sehr abwechslungsreich von Graten über Wälder, Schluchten etc. es wird einfach alles geboten. Wenn man dann noch das glück hat solches Top Wetter wie ich anzutreffen ist es wohl sicherlich eine der schönsten Touren dieser Region und nur wärmstens weiter zu empfehlen!

Hike partners: TeamMoomin


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Comments (2)


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Mel says:
Sent 20 May 2012, 16h42
hey oli, da hast du ja eine ziemliche monstertour gemacht, sehr schön!

ich mag die gegend rund um den creux du van sehr und werde bald auch wieder dort zugegen sein, etappe 10 des jura höhenweges (die es mit 10 stunden wohl auch noch ziemlich in sich hat, für jura-höhenweg-verhältnisse...)

lg mel

TeamMoomin says: RE:
Sent 20 May 2012, 21h40
Hi Mel

Ja war zwar ne lange Tour aber super toll und geniales Wetter hatte ich auch noch erwischt. Fand vorallem die Abwechslung zwischen kraxeln und gemütlichen gehen und Panorama bestaunen toll.
Und der Blick auf die ganzen Riesen der Alpen echt super!
Dann wünsche ich dir viel Spass bei Etappe 10 und gutes Wetter!

Lg

Oli und Moomin


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