Rundtour ums Valle del Ri di Cuzzego


Publiziert von Zaza , 9. Dezember 2007 um 11:13.

Region: Welt » Italien » Piemont
Tour Datum: 8 Dezember 2007
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Zeitbedarf: 7:30
Aufstieg: 1600 m
Abstieg: 1600 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Circolare Bus Domodossola - Cuzzego
Kartennummer:285

Heute war der letzte Tag vor dem Fahrplanwechsel. Mit dem neuen Fahrplan fällt (zumindest für ein Jahr) die Möglichkeit weg, Domodossola relativ früh zu erreichen. Da der Frühzug einen guten Anschluss auf den Bus Richtung Beura bot, lag es nahe, nochmals eine Tour in der Gegend zu machen. Wie so oft, war der Cisalpino heute ausgefallen und wurde durch ein "Gschwür" ersetzt, das mit 10 Minuten Verspätung in Domo ankam. Es reichte knapp für den Bus nach Cuzzego, wo der Treffpunkt vereinbart war.
 

Von Cuzzego folgten wir dem markierten Pfad via Buretti und Cortigio bis Aurinasca. Wenig oberhalb Aurinasca endet die Markierung und in Kürze, auf etwa 1200 m, stiessen wir auf Schnee. Da er meistens gefroren war, bot das keine grossen Probleme (Gamaschen reichten aus). Zuoberst folgten wir direkt dem Grat, der auf den Pizzo Colla Bassa (1709 m) führt; eigentlich nur ein Vorgipfel des Pizzo delle Pecore (der Vebindungsgrat ist bei trockenen Verhältnissen recht gut zu begehen, Kombination mit dieser Tour ist möglich und empfehlenswert). Vom Gipfel hat man u.a. einen schönen Tiefblick ins Tal des Ri di Prata, wo in absurd wilder Lage die Ruine der Alpe Taccarello liegt...ein weiteres Projekt! Die Kehrseite des schönen Wetters war der grimmige Nordwind, der uns bald wieder vom Gipfel runter trieb.
 

Im Abstieg folgten wir dem markierten Pfad Richtung Cardezza, der trotz des Schnees recht gut zu erkennen war. Man erreicht Coriesco, das von unten durch eine ausserordentlich steile Fahrstrasse erschlossen ist. Nun ging es weiter abwärts bis Orzolo, wo wir die Querung Richtung Cortiggio einschlugen. Dies ist eine typische Erfahrung in der Region ums Val Grande...der Weg, der auf der Karte recht harmlos aussieht, ist in der Realität ziemlich wild. Er steigt von Orzolo allmählich ab in Richtung des Ri di Cuzzego. Es werden zwei Couloirs überquert, schliesslich steht man deutlich über dem tief eingeschnittenen Bachlauf. Der Abstieg ist nur an einer Stelle möglich, ein Weg ist hier nicht mehr zu erkennen. Man kann sich aber an einer Wasserfassung orientieren, die hier eine Befestigung hat. Links von dieser Stelle geht es über einen felsigen Hang in den Talgrund, wobei ein ältliches Hanftau sehr hilfreich ist. Seilfrei schaffte es einzig Angkor...aber im Aufstieg wäre das für den Hund problematisch gewesen. Um aus dem Tobel nach Cortiggio zu queren, kann man sich an Schnittspuren und einem Wasserschlauch orientieren. Dieser Abschnitt ist etwas mühsam.
 

Die gesamte Querung Orzolo - Cortigio ist ziemlich zeitaufwendig und recht anspruchsvoll (T5), man rechne mindestens eine Stunde. Wenn man diesen Abschnitt auslässt, ist die Tour deutlich einfacher (T3, meist markiert).
 

Von Cortigio führt ein anderer interessanter Pfad (oberer Teil nicht auf der LK, aber markiert) weiter unten über den Bach und hinunter nach Pernetti. Nun folgt man dem guten Pfad durch den Wald abwärts, bis man auf die schöne Mulattiera stösst, die zurück nach Cuzzego führt.
 

Weitere Fotos und Infos zu der Region werden demnächst auf der Seite von Ferruccio publiziert.


Tourengänger: Zaza

Galerie


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