So, nachdem wir unser Wallis-Vorhaben infolge der unsicheren Wetterentwicklung im 'Süden' begraben haben, stellt sich mir die Frage, was machen wir an einem Tag – zu schön um im Bett zu bleiben – zu schlecht für eine 'richtige' Tour.
Gegen Mittag zeigten sich die ersten Sonnenstrahlen, so entschied ich mich kurzerhand 'mein zweiter Hausberg' (der erste Hausberg ist der UmSu) unter die Füsse zu nehmen.
Da ich schon unzählige Male oben auf dem Gipfel stand, kannte ich den Weg auswendig. Von Lumbrein ging es mehr oder weniger auf direktem Weg dem Ziel entgegen direkt zu P1845. Vereinzelt waren noch Schneeresten anzutreffen. Die Krokusse blühten in voller Pracht: Zeitweise glichen die Alpweiden einem weiss-violetten Krokus-Teppich.
Mittlerweile machte sich auch der starke Südwind bemerkbar. Aber nichts wie weiter, das Ziel war klar. Den nächsten Aufschwung zu P2050. Ab jetzt war die Schneedecke geschlossen. Nur die Skifahrer fehlten auf den Pisten – Schnee lag noch genügend.
Weiter gings in knietiefem Schnee zu P2123 und über den Südwestgrat weiter zum Gipfel P2310. Auf dem Gipfel verweilte ich nur kurze Zeit – nicht wegen den Temperaturen, die waren noch angenehm – nein, wegen dem stürmischen Südwind. Zurück nach Lumbrein gings auf demselben Weg. Wieder vorbei an unzähligen Alphütten.
Eine schöne, einfache 'Nachmittags-Tour' die praktisch bei jeder Witterung begangen werden kann.
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