Lüschgrat - ausnahmsweise alleine unterwegs


Publiziert von Frangge Pro , 25. April 2012 um 22:53.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Safiental
Tour Datum: 9 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:22km
Kartennummer:257T Safiental

Mit Freunden ein besonderes Wochenende im Safiental verbringen. Dafür habe ich dann in Tenna-Usserbärg eine Hütte angemietet und bin selbst einen Tag früher angereist. Zunächst hatte ich damit geliebäugelt, auf den Piz Beverin zu gehen, dann hatte es am Tag vorher bis auf ca. 2400mH doch recht ordentlich geschneit und ich habe mich dann am Glaspass für die 'schmalere' Variante auf den Lüschgrat entschieden.

Los ging es ab Safien Platz. Der Aufstieg nach Inner Glas ging auch gleich recht knackig los, in der ersten Stunde hat es mir doch die ein oder andere Schweissperle auf die Stirn getrieben. Wenn halt keiner dabei ist, der einen bremst... Ab Inner Glas dann gemächlicher auf den Glaspass, dort dann erst mal ein z'Nüni. Weiter geht es – mal schauen wie weit. Die Aussicht auf den weiss gezuckerten Piz Beverin ist von hier recht ordentlich und ab jetzt werde ich ihn immer im Rücken haben. Die Sonne lacht mich ununterbrochen an. Es geht leicht wellig erst über den Glaser Grat, dann den Lüschgrat auf den Tguma. Einfache Wege und bestes Wetter – schönstes Genusswandern über dem Safiental mit Blick nach Thusis.

An der Abzweigung des Wanderweges nach dem Tguma hatte ich kurz überlegt, ob ich weiter zur Präzer Höhi gehen sollte, oder zurück runter ins Safiental. Aber dann war es doch erst einmal genug und ich habe den Abstieg begonnen. Nicht aufmerksam habe ich dann auf ca. 1850 mH eine Abzweigung falsch genommen und bin dann nochmals falsch abgebogen, so dass ich dann ohne Weg mitten im Wald stand. Hätte ich für den Abend eine Küche gehabt, ein leckeres Pilzgericht wäre mir sicher gewesen...

So war es nur ein unfreiwilliger Umweg über Stock und Stein, der mich recht viel Zeit gekostet hat. Erst mehr als eine Stunde später bin ich dann an der Oberstafel vorbeikommen und habe danach noch ca. eine Stunde ins Tal gebraucht. Das Postauto nach Safien Platz knapp verpasst, hatte ich die Wahl entweder meine müden Füsse in die Hand zu nehmen und die Strasse nach Safien Platz zu gehen, oder einfach eine knappe Stunde zu warten. Ich entschied mich für Ersteres. In Neukirch angekommen hatte ich dann endgültig genug, vor allem als mich eine gemütliche Holzbank neben der Haltestelle angelacht hatte.

Zunächst etwas traurig, dass ich den Piz Beverin auslassen würde, dann glücklich, weil Weg und Wetter so schön waren und schlussendlich müde und zufrieden. Dann noch ein anständiges z'Nacht in Safien Platz (Dessert war nicht ganz so empfehlenswert...). Auch wenn ich eigentlich nur äusserst ungern alleine in den Bergen unterwegs bin und beim Laufen Gesellschaft schätze, hat mir diese einfache aber nicht wirklich kurze Tour durchaus gefallen. Ich werde sicher wieder ins Safiental kommen, auch um einmal den Piz Beverin vom Glaspass her in Angriff zu nehmen. Aufgeschoben ist schliesslich ja nicht aufgehoben.


Tourengänger: Frangge


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