La Réunion V: Kurze Rundwanderung im Cirque von Cilaos


Published by dulac Pro , 29 April 2012, 14h22.

Region: World » France » La Réunion
Date of the hike: 8 April 2012
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: F 
Time: 4:00
Height gain: 350 m 1148 ft.
Height loss: 350 m 1148 ft.
Route:Cilaos - Bassin Bleu - Roche Merveilleuse - le Bloc - Bras Sec - Cilaos
Access to start point:Bus Nr. 60 von St. Louis
Access to end point:dito
Accommodation:div. Hotels und Gites
Maps:Carte de Randonnée IGN 1:25.000 4405 RT St.-Pierre ISBN 978-2-7585-1848-8

Allein schon die Busfahrt in den Cirque de Cilaos ist ein Erlebnis. Enge Schluchten mit hohen Felswänden, eine schmale windungs- und serpentinenreiche Straße, zwei Tunnels so schmal, daß es ein Wunder ist, daß der Bus überhaupt hineinpaßt und im oberen Teil Ausblicke in die Weite des Cirques und auf die umschließenden Bergzüge bzw. die gewaltigen Quellwolken, die sie häufig umhüllen.
Noch dazu ist diese Fahrt ein ausgesprochen preiswertes Vergnügen: € 1,30 kostet die Fahrtkarte am Schalter, € 1,50 beim Fahrer. Und das für eine Fahrtstrecke von 40 Kilometern, zurückzulegen in rund 1 ½ Stunden.
 
Cilaos selbst eine ausgedehnte Ansiedlung am nördlichen Ende des Cirque, das seinen Namen trägt, ein beliebtes Ausflugsziel, Ausgangspunkt für Wanderungen, der einzige Ort auf Réunion, an dem Weinbau betrieben wird, und insbesondere bekannt für die besonders schmackhaften Linsen, die von dort stammen.
 
Nichtsdestotrotz normalerweise ein eher beschaulicher Ort. Außer an diesem Ostersonntag Vormittag, an dem ich von St Gilles les Bains, wo ich die letzten 4 Tage mein Standquartier hatte, heraufgekommen war: In der „Hauptstraße“ ein einziger Stau, alle Läden geöffnet, Jahrmarktstimmung und –trubel. Außerhalb des Ortszentrums entlang aller Straßen und Fahrwege alles zugeparkt, die Insassen in der nähe beim Grillen und Picknicken. Als hätten an diesem Tag sämtliche Bewohner der Küstenregionen nur ein Ziel gehabt.
 
Es war auch deshalb ein Schock für mich, denn nur 3 Tage zuvor, als ich schon einmal kurz vorbeigekommen war, hatte ich den Ort im Normalzustand erlebt. Erfreulicherweise war der „Spuk“ im Laufe des Nachmittags, beschleunigt durch den aufkommenden Regen bald wieder vorbei. Bereits am Ostermontag war die ruhige Beschaulichkeit dann bereits wieder zurückgekehrt.
 
Nachdem ich also am Morgen dieses Ostersonntags angereist war und im Hotel eingecheckt hatte, konnte ich eine erste kurze Rundwanderung unternehmen: Sie führte mich zuerst in nördliche Richtung auf die markante Kirche zu. Danach weiter ansteigend zum Bassin Bleu, einigen Gumpen an einem Bach.
 
Danach weiter, noch etwas höher zur Roche Merveilleuse, dem „wundervollen Felsen“, einem Aussichtspunkt. Danach etwas unterhalb ein Picknickplatz. Heute vollbelegt, wie auch alle weiteren Parkmöglichkeiten entlang der Straße nach Bras Sec. Zumindest bis jetzt, doch die aufziehenden Wolken, die sich immer mehr verdichteten und baldigen Niederschlag erwarten ließen, veranlaßten bereits einige, sich auf dem Heimweg zu machen.
 
Auch mir schien dies allmählich sinnvoll. Eigentlich hatte ich geplant, mit dem Bus zurückzufahren, doch die an den Haltestellen ausgehängten Fahrpläne waren nicht mehr aktuell und den neuen Fahrplan hatte ich im Hotel vergessen.
 
Da entdeckte ich einen Wegweiser nach Cilaos, das in Luftlinie recht nahe war, doch durch einen Tobel getrennt.
 
Am Einstieg eine Tafel, die von der Benutzung des Wegs bei Regen strikt abriet. Noch gab es nur vereinzelte Tropfen, doch es würde bald stärker regnen. Drum schnell weiter.
 
Im Grund des Tobels mußte der Bach überquert werden. Mit etwas mehr Mut hätte man versuchen können von Stein zu Stein zu hopsen, allerdings waren sie weit voneinander entfernt und zum Teil leicht überspült. Die Gefahr eines Ausrutschers deshalb nicht zu unterschätzen. Drum besser Schuhe aus und etwas weiter oben durch die Furt gewatet.
 
Auf der anderen Seite nach Aufstieg durch den Tobel hatte ich erst ein wenig Orientierungsschwierigkeiten, da die Kirche von dort nicht sichtbar war. Dann jedoch stand ich plötzlich und unvermittelt am Mare à Joncs. Ein idyllischer Ort trotz der trüben Stimmung infolge der tiefstehenden Regenwolken, doch irgendwie unwirklich, so ein kleiner See mit Tretbooten hier heroben. Die gesamte Anlage überdies sehr gepflegt. Hierher mußte ich bei anderer Gelegenheit unbedingt noch einmal zurückkommen!
 
Doch jetzt erst einmal weiter zum Hotel und zum gemeinsamen Abendessen mit der Gruppe, die in den letzten Tagen den Cirque de Mafate durchquert hatte.
 
 
PS. Der erste Teil der Fotos ist bereits bei einem Besuch wenige Tage zuvor entstanden
Die Zeiteinstellung an der Kamera ist nicht angepaßt, drum Ortszeit = Kamera + 3 Stunden

Hike partners: dulac

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