Skitour Großer Priel


Publiziert von Matthias Pilz Pro , 27. März 2012 um 19:44.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Totes Gebirge
Tour Datum:24 März 2012
Ski Schwierigkeit: ZS
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   A-OÖ 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 2029 m
Abstieg: 2029 m

Zum Abschluss unseres Kurzurlaubs wollren wir das Schönwetter am Vormittag noch nutzen und durch die Dietlhölle aufsteigen. Derzeit herrschen im Übergang Dietlhölle - Bühelalm aber sehr heikle Verhältnisse. Schon um 5.30Uhr konnten wir die erste Nassschneelawine direkt auf die Aufstiegsroute beobachten.
Als wir uns unter der Engstelle über den Weiterweg berieten kam plötzlich eine große Nassschneelawine über die Felskante vom Kleinen Hochkasten herunter. Durch meinen Warnruf konnten sich 8 Bergsteiger noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Wir entschlossen uns, unter dem Felsriegel aufzusteigen und dann einzeln und unter Beobachtung der Lawinenbahn durch den anderen den Kegel nach rechts zu queren. Dies dauert zu Fuß ca. 20 Sekunden und leitet in steiles, felsiges Gelände. Über ein Felsband konnten wir die Stelle umgehen und gelangen so wieder zu Aufstiegsspur. Über Mulden erreichten wir so mühsam und mit Zeitverzögerung den P.1997. Wir entschieden, dass die sicherste Variante eine möglichst späte Abfahrt ist - die Sonne scheint nur bis maximal Mittag in den Hang am Kleinen Hochkasten.
Deshalb querten wir weiter Richtung Großem Priel und erreichten so in 1,5h Auf und Ab den Gipfelaufschwung. Bei der langen Querung wurden wir aber immer von 2 Bergsteigern abgelenkt, die die Ostrinne auf den Temlberg bekletterten und später abfuhren.
Der Gipfelaufschwung hat dann noch einmal 500HM, bei aufziehendem Nebel erreichten wir den Vorgipfel. Von hier konnten wir ohne Steigeisen zum Hauptgipfel aufstiegen.
Die Abfahrt war dann durchgehend firnig, nur 1300m war es schon tief!

AUFSTIEG: Vom P beim P.656 folgt man der Loipe zum Dietlgut (5min Tragen) (wo man anscheindend auch parken darf, zumindest Einheimische). Nun über die Forststraße bis zur Dietlalm und über die Engstelle (siehe Fotos). Über die Bühelalm (Muldensystem) zum P.1997 und nach rechts entlang der spärlichen Stangenmarkierung über die Dietlbüheln, die Einfahrt in die Klinsenschlucht rechts liegen lassend, in den Fleischbanksattel. Nun am Rücken zum Vorgipfel und ab hier zu Fuß kurz bergab und ausgesetzt zum höchsten Punkt. (6h)

ABFAHRT: grundsätzlich gleich, einige Begradigungen (2h inkl. Gegenanstiege). Die Querung Fleischbanksattel - P.1997 machten wir ohne Felle!

LAWINENGEFAHR/SCHNEE: 1 (Tagesgang 2); Große Gefahr durch Nassschneelawinen vom Kleinen Hochkasten! Sonst Firn!

MIT WAR: Tanja

WETTER: Traumvormittag, dann aufziehender Nebel und ab nach der Tour Regen bzw. Gewitter

Tour beschrieben von Matthias Pilz (mammut-extreme@gmx.at), ©Matthias Mountaineering

Tourengänger: Matthias Pilz

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