Schneeschuhbergsteigen extrem - vom Hasentalkopf zum Vorderscheinberg via Verbindungsgrat


Published by mabon , 20 March 2012, 00h33.

Region: World » Germany » Alpen » Ammergauer Alpen
Date of the hike:17 March 2012
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Snowshoe grading: WT5 - Alpine snowshoe hike
Waypoints:
Geo-Tags: D 
Time: 1 days 7:30
Height gain: 900 m 2952 ft.
Height loss: 900 m 2952 ft.
Route:P Sägertal - Sägertal - Hasental - Hasentalkopf - Verbindungsgrat - Vorderscheinberg - einen Teil des Verbindungsgrats zurück - Lösertaljoch - Lösertalgraben - Lösertalmösl - Hasental - Sägertal - P Sägertal

Eigentlich wollte ich nur auf den Hasentalkopf. Eine gemütliche Schneeschuhtour, die erstaunlich schnell vonstatten ging. Gerade mal 3 Stunden ab dem Parkplatz Sägertal. Was also machen, wenn der Gipfel erreicht ist und es noch nicht einmal Mittag ist?

Der Blick schweifte hinüber zum Vorderscheinberg. Ein Verbindungsgrat zieht vom Hasentalkopf dorthin. Im Sommer sicherlich eine gut machbare Angelegenheit. Aber im Winter? Ich habe es einfach mal probiert, und fand mich dann 2 Stunden später auf dem Vorderscheinberg wieder.

Der Übergang dauerte deshalb so lange, da das Ganze nicht komplett mit Schneeschuhen machbar war. Die Schneeschuhe mussten abgeschnallt, Steigeisen angeschnallt werden. Das kostete Zeit. So ging es in einem fort und eine Stelle musste sogar ausgesetzt überklettert werden. Auch nicht gerade vorteilhaft, wenn die am Rucksack befestigten Schneeschuhe beim Klettern behindern.

Im Sommer hätte man sicherlich nordseitig den Hang easy absteigen können, um knifflige Gratpassagen zu umgehen. Da aber sehr viel Schnee auf dem Hang lag, und ich keine Lawine lostreten wollte, ging das nur sehr bedingt, zumal es Richtung Vorderscheinberg immer steiler wurde. Ein Ausrutscher in diesem Hang - und das wäre es dann wohl gewesen.

Also wieder rauf auf den Grat, der dann passagenweise einfach war. Nur eine Stelle zwang mich, südseitig zu umgehen. Insgesamt ist die Routenführung bei Schnee sehr umständlich und zeitraubend gewesen, weil der Schnee und manche vereiste Stelle den direkten Weg verhinderten.

Das Ganze möchte ich nur sehr geübten Schneeschuhbergsteigern anraten. Wichtig: Die Schneeschuhe sollten schmal und kurz sein; ansonsten: keine Chance, da manche Passagen sehr eng sind und große Schneeschuhe kaum Bewegungsfreiraum gewähren.

Bleibt zu sagen, dass beide Berge trotz ihrer relativ geringen Höhe tolle Aussichtsgipfel sind, weil sie isoliert zwischen den beiden Hauptkämmen der Ammergauer Alpen liegen. Zudem ist speziell das Lösertal, durch das ich abgestiegen bin, eine der abgelegensten Ecken der Ammergauer Alpen, die ich kenne. Ruhe und Kontemplation garantiert. 

Eine schöne, einsame Tour durch eine unbekanntere Ecke der Ammergauer Alpen, die absolut lohnend ist. 

Hike partners: mabon

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Comments (2)


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Sent 20 March 2012, 21h27
Sieht mir wieder eher seltener besucht aus und längerer Haltbarkeit der Tüte aus!?
Bie mir war es am Wochenende Sonntagshorn und Peitingsköpfl, aber bei sicher über 100 Besuchern nur am Sonntag ... Einige wenige werden sich sicher noch daran erfreut haben ;-)

mabon says: RE:
Sent 20 March 2012, 21h41
Yep, richtig. Das sind zwei Gipfel, wo nicht viel los ist. Mein Eintrag auf dem Hasentalkopf war erst der vierte dieses Jahr. Allerdings ist die Schatulle sehr eng, weshalb die Tüte beim Herausziehen leicht reißen könnte.
Von der Stange am Vorderscheinberg wird die Tüte auch so leicht keiner wegbekommen, weil die drei Meter hoch ist. Habe zehn Minuten gebraucht, bis ich die Tüte mit Hilfe von Teleskopstöcken endlich oben hatte.
Aber was tut man nicht alles für die 60er. :-)


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