SN2 Stabio - Varese


Publiziert von Baeremanni Pro , 16. März 2012 um 10:22.

Region: Welt » Italien » Lombardei
Tour Datum:13 März 2012
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   I 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 250 m
Abstieg: 361 m
Strecke:Stabio-Madonnina - Ligornetto - Varese-Mentasti
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Postauto von Mendrisio nach Stabio-Madonnina
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Ortsbus (Pullman) ins Zentrum von Varese, dann Bahn
Kartennummer:Kompass 1:50000 Varese + SwissMap Online Ausdrucke

Was am 22.Januar dieses Jahres begann, findet heute seine Fortsetzung. Ich habe diese Projekt nun "SN*" für Süd-Nord getauft. Vielleicht schaffe ich es bis Ende Saison etappenweise den Heimweg nach Utzenstorf zu schaffen.
Nun der heutige Startpunkt war mir eigentlich klar in Stabio. Im Postauto lernte ich einen 88-jährigen Wanderer kennen, welcher mich für eine besondere Art von Blumen interessieren konnte. Bin daher mit ihm eine Haltestelle weiter gefahren als vorgesehen. Nur rund 100 Meter von der Haltestelle Stabio-Madonnina weg und etwas bergauf fanden wir die ersten Hundszahnlilien. Jetzt musste natürlich fotografiert werden. Mein Animator war zwar etwas enttäuscht und fand, die Blumen wären schon etwas verblüht.
Unser Weg trennte sich anschliessend und ich schlug mich weiter in die Büsche im wahrsten Sinne des Wortes. Nur noch Wegspuren, dann Gitter und Stacheldraht. Es gab einige Meter Umwege, bis ich dann die Landesgrenze zu Italien auf Schmugglerspuren überschreiten konnte. Aber welch ein Trost, nun hatte es von den sagenhaften Hundszahnlilien in rauhen Mengen. Überhaupt, es blühte in fast allen Farben.

Nun war es auch immer schwieriger, einen halbwegs guten Weg zu finden. Wie gesagt, durch die Büsche, einfach mehr oder weniger der Nase lang, war gar kein so einfaches Unterfangen. Ein Brücklein oder Steg über das Flüsschen Gaggiolo war weder auf der Karte noch in Natura vorhanden. Ich fand dann wenigstens eine Stelle, bei welcher ich mich über Steinbrocken auf die andere Seite zaubern konnte.
Nun aber wieder 2 m hohe Zäune, alles gut sichtbar markiert "Privato". Ueber offenes Ackerland, dann endlich eine Wegspur und eine Lücke im Zaun. Nun kann ich das Tal verlassen, nach einem kurzen Anstieg komme ich auf eine "Pferdefarm". Wieder um Zäune herum bis ich einen Weg durch die verschiedenen Weiden finde. Beim Gutsbetrieb will ich mich mit der Karte orientieren lassen, aber es sieht so aus, als hätten die Leute noch nie eine Karte gesehen .Also Resultat gleich fast null. Immerhin können die sehr hübschen Reitermädchen mir zeigen wo ein Weg weiterführt. Nach der Karte ist dieser im Wald und nicht an dessen Rande. Spasseshalber habe ich mein GPS im Rucksack und lasse den Track aufzeichnen. Was nun hier im Bericht auf der Karte erscheint, ist auch dieser und zeigt, wie ich da in der Landschaft herumgeirrt bin.
Ich komme dann auch an die "Strada Provinziala 3" (SP 3) Überqueren von Hauptstrassen, die auch noch recht tief im Gelände eingeschnitten sind, ist auch so was feines und richtig gefährlich. Aber ich habe es wieder einmal überlebt.
Nun hat es endlich mal einen Wegweiser, der mich nach Ligurno führt. Aber schon bald ist die Waldstrasse gesperrt wegen Sprengarbeiten. Eine Umleitung ist nicht signalisiert und ich muss mir selbst einen Weg suchen. Auf einer Wegspur hinein in den Wald. Die Spur hört auf und es geht steil hinunter in das Tal der Bevera. Bei P.323 finde ich einen Bauer, der mich die Strasse neben dem Kieswerk wieder hinauf weist.
Wieder auf der Höhe oben komme ich einmal mehr zur Strasse SP 3. Da ist nun eine Brücke um diese zu überqueren. An der Brücke nun auch einmal eine Wegmarkierung und kurz darauf wieder ein Wegweiser nach Ligurno. Nun geht es ziemlich flott über die Hochebene. Dafür heizt die Sonne recht kräftig ein. Nun ist sogar der Weg markiert. Hört aber bei der wiederbei der SP 3 auf. Laut Karte führt er auf der anderen Seite weiter. Also die rund 5-6 Meter hohe Böschung hinunter direkt auf die Rennbahn, dann zackiges überqueren und auf der andern Seite wieder gleich viel hoch. Aber nicht einfach durch Gras oder Wald, nein Brombeerstauden und herumliegendes abgesägtes Jungholz. Irgend wie schaffe ich dann mit Hilfe der Wanderstöcke auch dieses Hindernis.
Oben angekommen werde ich freundlich von einheimischen Wanderern begrüsst, welche nun auch in der Lage sind, mir einen passablen Vorschlag für den Weiterweg zu machen. Erst durch Spargelland, dann hinunter in das Tal des Flüsschens Bevera. Auf einer arg ausgewaschenen Flurstrasse, vorbei an unzähligen wilden Abfalldeponien, komme ich schlussendlich bei Mentasi an die Strasse  und folge dieser bis an das Flüsschen Olonda. Es ist nun drückend heiss, doch da steht ein Autobus. Die "wilde" Tour hat mich mehr Kraft gekostet als erwartet und so lasse ich mich mit dem Bus in das Zentrum von Varese hinauffahren. Bei der Fahrt stelle ich denn auch fest, dass der Grossteil des Weges durch fürchterliches Industrie- und Gewerbegebiet geführt hätte.
Nun, auch den Bahnhof finde auch, ein Billet via Gallarate noch Domodossola kann ich auch kaufen. Sogar ein Bierchen zum Abschluss der Wanderung liegt noch drin.
Nun, es wird nicht allzu lange gehen, bis ich wieder hier am Bahnhof stehe und ich mich auf weitere Abenteuer machen kann.

Tourengänger: Baeremanni

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