Cordillera Blanca - Radtour vom Portachuelo nach Yungay


Publiziert von chavin , 21. Februar 2012 um 13:48.

Region: Welt » Peru
Tour Datum: 8 Juli 2010

Ausgangspunkt ist das Örtchen Yungay im Callejón de Huaylas (Rio-Santa-Tal).

Yungay verliert immer mehr Tourismus an die Kreisstadt Huaraz. Dort sind alle Trekking-Agenturen ansässig, dort ist am Abend was los! Auch für die Organisation aus dem fernen Ausland orientiert man sich verständlicherweise gern an solchen Tourismuszentren.

 

Yungay hat mehrere Hostales, wo man sehr preiswert übernachten kann. Ein Beispiel ist das „Hostal Gledel“, eine ruhige, sichere Unterkunft für gerade einmal 10 Soles/Nacht (2011).

 

Der aus Huaraz kommende Tourist nimmt Yungay kaum wahr, dabei führt kein Weg daran vorbei! Llanganuco, Nevado Pisco, Laguna 69, Huandoy oder Yanapaccha – immer geht es durch Yungay!

Es geht aber auch mit dem öffentlichen Colectivo: Die 50 Minuten dauernde Fahrt von Huaraz kostet 4 Soles. Den Rucksack sollte man auf den Schoß nehmen, sonst zahlt man in manchen Kleinbussen extra. Die meisten Colectivos haben auf dem Dach kein Gepäcknetz mehr.

 

Ich habe die Tour mit einem Freund gemacht. In Yungay gibt es mindestens eine Fahrradwerkstatt, die Mountainbikes verleiht. Gut bedient wurden wir gegenüber der Tankstelle „Grifos“. Die Räder waren in sehr gutem Zustand und kosteten je 40 Soles für diesen Tag.

 

Die Taxifahrt zum Portachuelo kostete für uns zusammen und die Räder 80 Soles. Theoretisch wäre auch die Fahrt mit dem Bus möglich: Es ist die Strecke Yungay – Yanama; die Abfahrtsstelle befindet sich im neu erbauten Terminal an der Westumgehung Yungays.

Aber die Busse sind regelmäßig überfüllt, es häufen sich Utensilien aller Art bis unter das Dach und ich glaube, dass es nicht gut ankommt, wenn da zwei Gringos auch noch ihre Mountainbikes transportiert haben möchten…

 

Zum Portachuelo geht es 45 km eine Sand- und Schotterpiste zwei Stunden lang bergauf. Es sind 2300 Höhenmeter in unzähligen Serpentinen zu bewältigen. Ab der sog. „Kurva“ (3900m, Ausgangspunkt für Pisco, L69 usw.) ist die Landschaft so phantastisch, die Tiefblicke so gewaltig, dass einem das Herz vor Euphorie fast heraus hüpft! Durch den ständigen Wechsel der Fahrtrichtung um fast 360° wird jeder einmal auf seiner Seite die Berge haben. Drei Huandoy-Gipfel, Huascarán S und N, die beiden Doppelgipfel Chacraraju und Pisco und manchmal schaut der sehr nahe Chopicalqui hervor.

 

Im Bus war nichts zu merken, aber beim Aussteigen am Portachuelo umso mehr! 4760 m hoch, es ist wie im Delirium, als würde man schweben. Bevor das Taxi ins Tal zurückkehrt, sollte man genau nachschauen, ob sich während der Rüttelfahrt etwas von den Bikes gelöst hat. Felgenbremse, Muttern der Vorderachse usw. Bei uns war das so!!

 

Auf dem oberen Abschnitt der Talfahrt sind wir kaum vorwärts gekommen. Eine Foto- oder Videosession nach der anderen und sehr sorgsam die Schotterpiste beim Fahren zu beobachten, empfiehlt sich auch. Der Huascarán ist ein unglaublicher Klotz!

 

Nach 15 km des Rückweges hat man die Lagunen Orgoncocha und Chinancocha erreicht.

Hier gibt es die einzigen Steigungen der Radtour. Von da an geht es die staubige Straße nur noch bergab. Sehr unangenehm für uns Radfahrer waren entgegenkommende Fahrzeuge, die eine riesige Dreckwolke hinter sich lassen.

Nach ungefähr 4 – 5 Stunden Fahrt und mit schmerzendem Hintern waren wir zurück am Fahrradverleih.  


Tourengänger: chavin

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Kommentare (1)


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Vauacht hat gesagt: Danke
Gesendet am 22. Februar 2012 um 11:32
Danke fuer Deinen Bericht, diese Tour muss wirklich fantastisch gewesen sein!!

Ich waere froh wenn Du den Bericht noch als "Biketour" markieren koenntest damit ich sie sicher finde falls ich mal nach Peru gehe.

Merci!
Roland


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