Kienberg ist keine Enklave!


Publiziert von Henrik , 28. Oktober 2007 um 22:12.

Region: Welt » Schweiz » Solothurn
Tour Datum:28 Oktober 2007
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 410 m
Abstieg: 410 m
Strecke:http://ivs-gis.admin.ch/ GPS
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW / ÖV
Zufahrt zum Ankunftspunkt:PW / ÖV

So-nes Nomittags-Türli mit zwai Zircher isch es Erläbnis...dr Cyrill und Tanja sin mit-em Auti ko und ich mit-em Zug!

Wir trafen uns um 13 Uhr auf dem Bahnhofsplatz in Frick, fuhren danach via Wittnau nach Kienberg http://de.wikipedia.org/wiki/Kienberg_SO. In der Ortsmitte parkierten wir den Wagen und begaben uns dann an den Dorfrand. Am Änerfeld steigt ein steiler Weg hinan zum Forenberg - wir staunten über einen knorrigen Obstbaum, der zig Misteln trug und werweisten über die Therapiemöglichkeiten dieses Parasiten. Ohne jemanden zu begegnen, wanderten wir gemütlich zum Stellichopf  (865 m) - die letzten Höhenmeter forderten noch etwas das Gleichgewichtsorgan, denn mächtige Stämme lagen wie verbogene Zündhölzer mitten im weglosen "Gipfelbereich".

Daselbst ruhten wir uns aus - tranken Tee und freuten uns über die Stille, nach Norden hin war uns kein Schwarzwaldblick hold und nach Süden verwehrte uns der Wald einen Blick zur gegenüberliegenden Geissflue.

Diesen "erklommen" wir über eine feuchte Wiese, oberhalb des Hofes Ober Sennhof - zum Grat Geissacher auf 903 m...Nur ein paar Fusslängen weiter ist ein Punkt seit 2003 markiert, der den höchsten "Aargauer" ausweist, still und bescheiden mit 908 m - mit einer kleinen Erinnerungstafel.

Auf dem Gratweg zurück setzten wir an zu den letzten Metern zur Anhöhe Geissflue mit zwei Triangulationspunkten: 962.8 m - ein kleiner Platz mit heute wenig Sicht, über uns aber  ein beinahe stahlblauer Himmel, ein kühler Wind erinnerte uns, dass der Herbst schon da ist - es fröstelt einen in Ruhe.

Einen Serpentinenweg folgend stiegen wir hinunter zum Naturfreundehaus  Geissflue, welches noch offen hatte, setzten uns mit  süssem Most an den Lippen in die abendliche Sonne und glaubten uns fast noch im Sommer...

An der Sternwarte unterhalb der Geissflue sowie vorbei am alten Skilift spazierten wir zurück nach Kienberg - der Mergelweg ist breit und etwas staubig. Vor dem Unteren Sennhof türmten sich die weissen und grünen Siloballen wie Glacekugeln in die Höhe - wer weiss, was die Landwirte mit dem Plastik eigentlich anstellen?

Für Kantonsgrenzen-Liebhaber: Kienberg ist keine Enklave - ein schmaler Korridor verbindet diese Gemeinde mit der Nachbarsgemeinde Erlinsbach auf dem Geissacher auf einer Länge von knapp 100 m. Ein Blick auf die Karte der Landestopografie bringt es an den Tag und lohnt sich.

Die Bilder hat Cyrill entdeckt - Danke.


Tourengänger: Cyrill , Henrik , Tanja

Galerie


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