Funtenseetauern-Überschreitung
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Hallo an alle!
So bin ich jetzt auch hier bei hikr unterwegs......ein Forum, wo ich schon seit längerem gerne nachschaue, wenns ums Tourenplanen und Co. geht.... Danke an alle für die bisherigen reichen gemeinsamen Infos und Bilder...
Dann beginne ich meine Forumsaktivität mal mit einem Bericht über eine Funtenseetauern-Überschreitung, die ich schon vor 3 Jahren mit einem Freund unternommen habe. Dies vor allem deshalb, weil der Funtenseetauern hier noch wenig Aufmerksamkeit bekommen hat, obwohl er natürlich ein feiner Berg ist..
Vom Kärlingerhaus gings am Funtensee vorbei erstmal in Richtung Totes Weib/Steinernes Meer, dann jedoch nach Nordosten ab und steile, schrofige Wiesenhänge nach oben (eine Stelle I) bis zum Stuhljoch, wo der Stuhljoch- Grat beginnt. Mit diesem nun südöstlich zunächst auf ausgeprägter Schneide (I), später breiter und einfacher bis zum Gipfel des Funtenseetauern (2578). Zum Grat selbst: sehr schön! Ich empfand ihn als nicht besonders schwierig. Manche Stellen sind etwas ausgesetzt, ja, und ein bisschen kraxeln muss man auch, aber nie mehr als I. Schwindelfreiheit (!) und Trittsicherheit sollten auf jeden Fall dabei sein, ist aber machbar… Es gibt wohl auch die Möglichkeit, unter dem Grat in den Hängen zu queren, was auch einfacher sein soll…kann ich nichts zu sagen…Am Grat ist es sicher aussichtsreicher :) . Am Gipfel dann schöner roter Fels…..
Vom Gipfel steigt man südlich (bzw. erst etwas westlich zurück und dann runter) weglos in Richtung der Steinernen Grube ab, bleibt aber deutlich und hoch über deren Boden und quert nach Osten. Als wir mal ein bisschen von den roten Steinen losgetreten haben und einer runterpolterte, hats Funken geschlagen und nach „verbrannt“ gerochen….. die roten Brocken funktionieren wie Feuersteine :).
Südlich des Graskopfes (den man auch besteigen kann) - immer oberhalb der Steinigen Grube- gehts weiter östlich entlang bis zur Scharte zwischen Graskopf und Leiterkopf. Ab und zu zeigen dabei Steinmännchen den günstigen Routenverlauf an. An der Scharte beginnt ein langer, wegloser Abstieg nach Norden über Geröll, später über zerkarsteten Untergrund bis man (nachdem die Abstiegsroute nach Osten einschwenkt) auf etwa 1600 Metern Höhe auf den Weg trifft, der von der langen Gasse kommend zur Wasseralm führt. Mit diesem links runter zur Wasseralm. Der Abstiegsweg ist bis auf paar Steinmännchen lange Zeit weglos und teilweise anspruchsvoll zu gehen, da der wasserzerfressene Gesteinsuntergrund immerzu gute Trittsicherheit erfordert… Im unteren Teil, wenn die Vegetation zurückkommt, erkennt man irgendwann (ca. auf 1800 Höhenmetern) Pfadspuren, die das Absteigen dann einfacher machen…. In umgekehrter Richtung dürfte der Abzweig zum Funtenseetauern vom Weg Wasseralm-Steinernes Meer relativ schwer zu finden sein….
Insgesamt ein nicht anspruchsloser Abstieg, wenn auch durchwegs Gehgelände…..
Vom Kärlingerhaus auf den Funtenseetauern haben wir (abzüglich eines kleinen Verhauers noch recht weit unten) 2h 40 Minuten gebraucht (waren einigermaßen zügig)… runter zur Wasseralm haben wir jedoch über 3 h gebraucht… ich denke, man schaffts auch schneller, aber wir hatten irgendwie zu Kämpfen an diesem Tag mit zerfurchtem Karstgelände…da braucht man einfach nen Nerv für..
Kärlingerhaus – Funtenseetauern (über den Stuhljochgrat): T4+/ (I)
Funtenseetauern – Wasseralm: T4 (eher keine Kletterstellen. Je nach Routenwahl weiter oben eventuell auch mal I)
Insgesamt bei tollem Wetter eine richtig gute Tour… Konditionell ganz angenehm, aber dennoch sehr alpin und spannend….. Zudem ist der Berg auch einigermaßen ruhig….vor allem unsere Abstiegsvariante. Sehr zu empfehlen
Viele Grüße!
J.
So bin ich jetzt auch hier bei hikr unterwegs......ein Forum, wo ich schon seit längerem gerne nachschaue, wenns ums Tourenplanen und Co. geht.... Danke an alle für die bisherigen reichen gemeinsamen Infos und Bilder...
Dann beginne ich meine Forumsaktivität mal mit einem Bericht über eine Funtenseetauern-Überschreitung, die ich schon vor 3 Jahren mit einem Freund unternommen habe. Dies vor allem deshalb, weil der Funtenseetauern hier noch wenig Aufmerksamkeit bekommen hat, obwohl er natürlich ein feiner Berg ist..
Vom Kärlingerhaus gings am Funtensee vorbei erstmal in Richtung Totes Weib/Steinernes Meer, dann jedoch nach Nordosten ab und steile, schrofige Wiesenhänge nach oben (eine Stelle I) bis zum Stuhljoch, wo der Stuhljoch- Grat beginnt. Mit diesem nun südöstlich zunächst auf ausgeprägter Schneide (I), später breiter und einfacher bis zum Gipfel des Funtenseetauern (2578). Zum Grat selbst: sehr schön! Ich empfand ihn als nicht besonders schwierig. Manche Stellen sind etwas ausgesetzt, ja, und ein bisschen kraxeln muss man auch, aber nie mehr als I. Schwindelfreiheit (!) und Trittsicherheit sollten auf jeden Fall dabei sein, ist aber machbar… Es gibt wohl auch die Möglichkeit, unter dem Grat in den Hängen zu queren, was auch einfacher sein soll…kann ich nichts zu sagen…Am Grat ist es sicher aussichtsreicher :) . Am Gipfel dann schöner roter Fels…..
Vom Gipfel steigt man südlich (bzw. erst etwas westlich zurück und dann runter) weglos in Richtung der Steinernen Grube ab, bleibt aber deutlich und hoch über deren Boden und quert nach Osten. Als wir mal ein bisschen von den roten Steinen losgetreten haben und einer runterpolterte, hats Funken geschlagen und nach „verbrannt“ gerochen….. die roten Brocken funktionieren wie Feuersteine :).
Südlich des Graskopfes (den man auch besteigen kann) - immer oberhalb der Steinigen Grube- gehts weiter östlich entlang bis zur Scharte zwischen Graskopf und Leiterkopf. Ab und zu zeigen dabei Steinmännchen den günstigen Routenverlauf an. An der Scharte beginnt ein langer, wegloser Abstieg nach Norden über Geröll, später über zerkarsteten Untergrund bis man (nachdem die Abstiegsroute nach Osten einschwenkt) auf etwa 1600 Metern Höhe auf den Weg trifft, der von der langen Gasse kommend zur Wasseralm führt. Mit diesem links runter zur Wasseralm. Der Abstiegsweg ist bis auf paar Steinmännchen lange Zeit weglos und teilweise anspruchsvoll zu gehen, da der wasserzerfressene Gesteinsuntergrund immerzu gute Trittsicherheit erfordert… Im unteren Teil, wenn die Vegetation zurückkommt, erkennt man irgendwann (ca. auf 1800 Höhenmetern) Pfadspuren, die das Absteigen dann einfacher machen…. In umgekehrter Richtung dürfte der Abzweig zum Funtenseetauern vom Weg Wasseralm-Steinernes Meer relativ schwer zu finden sein….
Insgesamt ein nicht anspruchsloser Abstieg, wenn auch durchwegs Gehgelände…..
Vom Kärlingerhaus auf den Funtenseetauern haben wir (abzüglich eines kleinen Verhauers noch recht weit unten) 2h 40 Minuten gebraucht (waren einigermaßen zügig)… runter zur Wasseralm haben wir jedoch über 3 h gebraucht… ich denke, man schaffts auch schneller, aber wir hatten irgendwie zu Kämpfen an diesem Tag mit zerfurchtem Karstgelände…da braucht man einfach nen Nerv für..
Kärlingerhaus – Funtenseetauern (über den Stuhljochgrat): T4+/ (I)
Funtenseetauern – Wasseralm: T4 (eher keine Kletterstellen. Je nach Routenwahl weiter oben eventuell auch mal I)
Insgesamt bei tollem Wetter eine richtig gute Tour… Konditionell ganz angenehm, aber dennoch sehr alpin und spannend….. Zudem ist der Berg auch einigermaßen ruhig….vor allem unsere Abstiegsvariante. Sehr zu empfehlen
Viele Grüße!
J.
Hike partners:
JW

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