Il Palon (2090m), Gardaseeberge


Publiziert von Tef Pro , 25. Januar 2012 um 18:41.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:21 Januar 2012
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Aufstieg: 1700 m
Abstieg: 1700 m
Strecke:Ravina/ Maso del Baldo (470m) - 626 - Val di Gola - Baita SAT di Ravina (1650m) - Il Palon - 693 - Parolet (1594m)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Brennerautobahn Ausfahrt Trento-Sud; von hier wieder ein kurzes Stück Richtung Trento bis es nach Ravina - Industriegebiet weggeht. Am Kreisel Richtung Ravina und ins Ortszentrum. Oben links über den Bach und gleich wieder rechts steil hinauf. Bei der nächsten Verzweigung rechts und steil hinauf bis zum archaisch anmutenenden Bauernhof Maso del Baldo (470m). Noch Hindurch und noch bis zum Wald zum Fahrverbotsschild
Kartennummer:Tabacco 055

Wege hui, Gipfel pfui. So könnte man das beim Il Palon schon sagen.
Einsame Wege durch wilde, unberührte Landschaften führen von der Ostseite zu ihm hinauf, da stört auch die bereits von unten sichtbare Radaranlage am Gipfel noch nicht.
Die wird erst allmählich größer wenn man sich nähert, ja und auf den letzten Metern hört man plötzlich Musik - Luca Carboni, Jammern auf höchstem Niveau - und dann klettert man über ein Geländer und steht mittem im Skigebiet. Immerhin kann man das surrealistisch anmutende Treiben auf der Terasse des "Il Sole" bei einem Weihenstephaner Weißbier vom Faß genießen.
Aber wieder zurück in tiefere Gefilde, denn die (langen) Anstiege aus dem Etschtal sind wirklich außerordentlich schön: wilde Natur, Einsankeit und beste Ausblicke auf Trento, dem Etschtal und hinüber in die Fleimstaler und Vicentiner Alpen.
Wir sind den 626 über das Val di Gola hoch und auf dem 693 über den Parolet wieder hinab. Es fällt schwer, zu entscheiden, welcher der Wege der schönere ist. Der 626 hat nur einen kleinen Nachteil: er verläuft im Winter viel im Schatten. Deswegen wäre die Runde andersrum evtl. vorteilshafter, da der 693 im Aufstieg viel Sonne verspricht.
Die Steige sind teilweise recht schmal und etwas abschüssig, deswegen geht es bei Schnee schon in den oberen T3 Bereich und bei Eis sollten zumindest Grödel ins Gepäck. Die Orientierung ist nicht schwer, da der Weg gut sichtbar ist, gut markiert und es an den Verzweigungen auch Schilder hat.
Los geht es auf dem Forstweg brgan und entlang der Wiese der Maso del Baldo schräg nach rechts. Bald zweigt nach links der Weg 693 ab (unser Abstiegsweg), wir bleiben jedoch auf der Forststraße geradewegs. Wir kommen zu einer Linkskurve, wo von rechts unten aus Ravina ein Wanderweg hinzukommt. Es lohnt sich hier, ein paar Meter auf dem Wanderweg abzusteigen und dann links zum Abgrund über dem Val di Gola zu gehen, denn von hier ist der Tiefblick auf Trento sehr schön.
Wieder zurück geht es auf der nun gepflasteren Straße auf der linken Seite des Tales auf den imposanten Talschluß zu. Man passiert ein Gehöft, wo mit Totenkopfzeichen vor dem Betreten gewarnt wird, dann geht es in den Talgrund hinab und der Weg geht in einen schmalen Pfad über.
Nun geht es zügig über eine leicht bewaldete Rippe aufwärts, nach einer kurzen Linkstraverse, um einer felsigen Stell auszuweichen, geht es gleich wieder zurück zur Rippe und weiter bergan, bis wir einen Hauch nach rechts queren, eine Runse durchsteigen und weiter aufwärts auf die Wände zu.
Schließlich schwenkt der Pfad, den Felswänden des Palon nun deutlich näher gekommen, nach links. Diese Richtung wird nun im Laubwald beibehalten, aber wir gewinnen stetig an Höhe. Nun kommt landschaftlich ein besonders schönes Stück, da wir uns den Felswänden nähern. Dabei müssen wir einige Felsrinnen durchqueren. Schließlich sind wir im hintersten Eck angelangt und der Pfad führt nun quasi wieder zurück in östlicher Richtung, um auf den Rücken zu gelangen. Dieses Stück im Wald zieht sich etwas, dann sind wir im Sattel westlich des Parolet mit Kreuzung.
Links geht es über den Parolet auf dem Weg 693 hinab (hier werden wir später absteigen), gerade führt 692 hinab zur Straße nach Garnica Vecchia. Wir wenden uns nach rechts und folgen dem Militärpfad aus dem 1. Weltkrieg an zahlreichen Schützengräben und Höhlen vorbei etwas rechts des von Latschen bewachsenen Rücken und erreichen so die hübsche Baita SAT di Ravina (1650m). Ein noch schönerer Pausenplatz gibt es einige Minuten weiter vorne beim Aussichtspunkt mit Kreuz: neben dem Tiefblick ins Val di Gola begeistert der Blick auf Trento und in die Bergwelt östlich des Etschtales.
Wir halten weiter auf den Palon zu, bei einer Verzweigung nehmen wir den rechten Pfad. Nun wird es zunehmend steiler und durch Latschengassen geht es hoch zur riesigen Radaranlage. Diese umgeht man rechts und gelangt zu einem Geländer, welches man übersteigt und sich plötzlich mitten im (Ski)zirkus befindet.
Als ob sich der Berg schämen würde umwölkt er sich genau während unseres Aufenthaltes, nur ein- zweimal erahnen wir, daß der Brentablick von hier genial ist.
Aber das Bier mundet, zur Ausnüchterung gibt's vorm Abstieg noch nen Espresso, dann sausen wir hinab bis zur vorher erwähnten Kreuzung am Sattel, wo wir nun gerade auf dem Weg 693 weitergehen. Der Pfad steigt wieder an und umgeht den Parolet auf der rechten Seite. Ganz vorne führt ein Pfad hinauf zum kleinen Gipfel. Wir legen nochmal eine Pause ein und genießen die letzten Sonnenstrahlen.
Danach wird es kurz überaschend felsig und wegen des Schnees müssen wir gut aufpassen. Danach führt der Weg durch Latschengassen abwärts und vereinigt sich mit einem Pfad, der den Parolet nordseitig umgeht (der Abzweig ist vom Weg 626 kurz vor dem Erreichen des Sattels). Der folgende Abstieg ist nun sehr schön und abwechslungsreich und bietet zudem immer sehr schöne Ausblicke. Über mehrere Steilstufen schlängelt sich der Pfad geschickt talwärts, nach einem Rechtsschwenk kommt von rechts der Pfad 693B hinzu.
Wir gehen nach links durch dichten Laubwald, ehe eine weitere Steilstufe nochmal landschaftliche Reize bietet. Dann nimmt uns dichter Wald auf und bei Dämmerung erreichen wir wieder den Anstiegsweg und in sind dann in wenigen Minuten beim Auto

Tourengänger: Tef


Galerie


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