der Wetter-Tipp passte: aufs Balmfluechöpfli - zum Sennhaus und die Stigelos hinab


Publiziert von Felix Pro , 23. Januar 2012 um 14:56. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Solothurn
Tour Datum:22 Januar 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SO 
Aufstieg: 840 m
Abstieg: 840 m
Strecke:Oberrüttenen, Reservoir - P. 1182 - Balmfluechöpfli - P. 1223 (Nesselbodenröti) - Rötiweid - Restaurant Sennhaus - Nesselboden - Stigelos - P. 620 - P. 672 (Witteli) - Reservoir
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Oberönz, Solothurn und Rüttenen zum Parkplatz beim Reservoir ob Oberrüttenen
Kartennummer:1107

Das sonnige Fenster in diesem Jura-Abschnitt zeichnete sich knapp zwei Tage zuvor ab  – so konnten wir unsere Club-Freunde Rosmarie und Jumbo, sowie Juergen mit Adelheid (aus dem nahem Hotzenwald [D]) gewinnen, die Tour aufs Chöpfli zu wagen; alle waren denn sehr zufrieden ob der Tourenauswahl für diesen Tag …

 

Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt um 10 Uhr klart es in Oberrüttenen, Parkplatz Reservoir, weiter auf, so dann wir unter blauem Himmel zügig loslaufen können. Reinste Freude herrscht somit gleich zu Beginn unserer (dann doch) ausgedehnteren Wanderung. Die Sicht zum Himmel, ins Mittelland, in den typischen Jura-Waldhang begeistert uns – das Emporlaufen auf erst schneefreier Unterlage ist mühelos, die Temperaturen angenehm, so entledigen wir uns bald einmal überflüssiger Kleiderschichten. Allmählich gelangen wir in erste Schneepassagen – je weiter wir nun ansteigen, desto stärker leuchtet der Buchen-Jungwuchs mit seiner rotbraunen Farbgebung über dem Weiss, vor dem Blau, welches sich über dem Grat abzeichnet.

 

Noch vor Erreichen dieses kommen wir zu einer überaus gefreuten Begegnung mit Beatrice und ihren vier Hunden Déja-vu, Equinox, Sanspapiers und Trouvaille. Sie sind bereits im Abstieg – es ergibt sich ein vielfältiges „Zwiegespräch“; die Freude des Wiedererkennens ist allseits gross. Beatrice berichtet uns vom starken Wind (welchen wir ja auf dem Grat und Gipfel befürchteten), doch überraschender- und erfreulicherweise bleibt dieser auf den ersten Hunderten von Meter aus. Doch je näher dem Gipfel zu kommen, desto deutlicher wird seine Anwesenheit – immerhin hält sich seine Stärke in Grenzen, so dass wir auf dem Balmfluechöpfli nicht nur die tolle Sicht über Solothurn ins Mittelland und Richtung Bielersee ausgiebig geniessen können, sondern unter blauem Himmel sogar eine Mittagsrast abhalten können.

 

Mit der Zeit wird’s doch zu kalt – und wir beschliessen, die Runde fortzusetzen. War sie bis anhin gut begehbar (nur auf den letzten Passagen zum Gipfel war Spurarbeit im etwas tieferen Schnee angesagt), ändert sich dies mit dem Abstieg zur Nesselbodenröti (P. 1223). Bereits die direkte Variante zum Sattel mussten wir infolge des gut eingeschneiten Steilhanges bleiben lassen; so stapfen wir zum Wegweiser zurück, welcher den nun nicht mehr sichtbaren Weg zum Wegkreuz weist. Ab hier dauert die teilweise anstrengende Vor-Arbeit über dieses hinaus länger an: den Sunnenberg auf dem Fahrweg unterquerend, treffen wir noch „unbearbeiteten“ tieferen Schnee an; und als sich der signalisierte Wanderweg im verschneiten Gelände verliert, folgten wir kurz einem Waldsträsschen bis zur anfänglich steileren Passage, welche uns dann genussvoll (und weglos) durch lichten Buchenwald unter blauem Himmel zur weiten, offenen SW-Abdachung der Röti leitet.

 

Hier angelangt, überwältigt uns der Anblick der weissen Ebene, der hübschen Baumgruppen darin (mit noch raureifbedeckten Baumkronen) und der Sicht über die Aare zum Bielersee! Lange verweilen wir hier, bevor wir uns aufmachen, über die Weite zu unserem nächsten Rastplatz zu wandern: unter dem Dach der Hütte auf Rötiweid lassen wir uns noch einmal gemütlich nieder. Windgeschützt (vgl. *durch den Schofgraben auf Röti; über Weissenstein zurück nach Welschenrohr) geniessen wir den phantastischen Ausblick (nur die Alpenkette bleibt immer noch wolkenverdeckt) – und werden nun der von NW heranziehenden Wolkenfront gewahr; es trübt – zum Glück - nur vorübergehend ein. So nehmen wir den ersten Teil des nachfolgenden Wegabschnittes im Grau unter die Schuhe; doch bereits öffnet sich in der Wolkendecke erst ein Fenster, welches den Blick zum Bäreloch freigibt.

 

Und schliesslich gelangen wir – zurück an der Sonne – zum nächsten Rasthalt: im Sennhaus Weissenstein erfrischen wir unsere Kehlen – ein sehr empfehlenswertes Weizenbier vom einheimischen Bierbrauer Alex in Solothurn geniessen wir hier …

 

Nun geht es auf dem ebenfalls schneereichen Wanderweg hinunter zum Nesselboden, bevor der interessante, gut gesicherte Bergweg durch die Stigelos steil und reizvoll weiter zu Tale führt. Dabei fallen doch einige beachtliche Flühe, welche wenig neben uns abbrechen, ins Auge – die Sicherungen sind sinnvoll angebracht. Unterwegs geniessen wir einen letzten herrlichen Blick übers Mittelland – nun scheinen sogar erste Alpenkonturen auszumachen zu sein.

 

Je weiter wir nun hinuntersteigen – an einem kleinen Schnee-Rutsch und geknickten Bäumen vorbei, wird der flotte Bergweg und Waldboden schneefreier; nach einer schönen Passage dem Fels entlang gelangen wir zum schäumenden Wasserfall des Chesselbaches. Kurz vor dem Forsthaus, wo das Clubwägli auf der jenseitigen Seite des munteren Baches seinen Anfang nimmt, wandern wir zu diesem hinab – und, in etwa dem Waldrand folgend, über Witteli zurück zum Reservoir Oberrüttenen. 


Tourengänger: Ursula, Felix, Juergen


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Kommentare (4)


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bidi35 hat gesagt: sehr schöne Wanderung...
Gesendet am 23. Januar 2012 um 17:27
...und einige tolle Fotos.
An einigen Orten hättet ihr wohl die Schneeschuhe gebrauchen können...

LG Heinz

Felix Pro hat gesagt: RE: Schneeschuhe ...
Gesendet am 23. Januar 2012 um 17:32
genau so verhält es sich!

lg

CarpeDiem hat gesagt:
Gesendet am 24. Januar 2012 um 09:24
Immer wieder ein Genuss, Deine Bilder zu entdecken.

LG, Anne-Catherine

Felix Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 24. Januar 2012 um 18:59
das beruht auf Gegenseitigkeit - da müssten wir mal miteinander eine Fotosafari unternehmen ...

Liebe Grüsse


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