Mein lieber Schieber....


Publiziert von Henrik , 30. Januar 2012 um 19:17. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum:17 Januar 2012
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-LU 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 250 m
Abstieg: 250 m
Strecke:Ebikon (Falken) - Dietschiberg - Adligenswil - Sommermatt - Luzern
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV
Kartennummer:..ein Einheimischer

... zwei unterschiedliche Arbeitspensen lassen sich durchaus zusammenbringen – auf einen an-genehmen Nenner koordiniert, liegen gemeinsame Nachmittags-ausflüge samt opulentem Zu-Tische-Sitzen damit drin, hinzu gesellen sich die guten Cityverbindungen zwischen Basel und Luzern! Und schon spazieren wir der Sonne entgegen, steigen einen Tobel hinan, ein paar Schritte von der Durchgangsstrasse (Bushaltestelle Falken) entfernt, ein Stück Natur und insbesondere Idylle. Noch liegt die Kamera im Rucksack ... Einige Stufen weiter, erneut eine vielbefahrene Strasse gekreuzt, steigen wir entlang einer Neubausiedlung über eine Treppe mit anschliessendem Kieselsteinweg ca. 300 Meter bergauf zum Hof Lamperdingen (dessen Page mehr als nur einen Hof vorstellt), woselbst bereits die ersten Bilder für Impressionen sorgen. Am Fusse des Hombrigs führt der WW zum nächsten Gehöft Utenberg, hier weist uns der Weg nach Adligenswil über den Dietschiberg, der Haushügel von Tobi und Lagopus. Ab hier gewährt die erhöhte Lage eine imposante Sicht: Luzern samt See, der Pilatus und das Mittelland, das noch etwas unter dem Dunst liegt. Auf dem See ein Motorschiff, das eine ruhige Kiellinie hinter sich lässt. Der Dietschiberg wurde einst bedient mit einer Standseilbahn, die Kleine Rigibahn wie sich selbst auswies, dessen Tal- und Bergstation übrig geblieben sind, und wie wir im spätern Verlauf unserer Unternehmung noch sehen werden, sogar noch Teile des Trasses erhalten geblieben sind! Heute wird dort oben Golf gepflegt...wir spazieren durch dessen Greens und gelangen auf eine Anhöhe, die den Blick auf die Rigi gewährt, auf die Zugerberge und den kleinen Urnerkranz sowie das Stanserhorn – noch liegen diese etwas im Dunst. Auf geschlungenem Wege führt unser Mittagsweg hinunter nach Adligenswil ins Rössli, das Tobi in guter Süssigkeiten-Erinnerung hat – auch ein Nachtisch kann zum Grosstisch bzw. dessen Erfahrung führen – en Guete!
 
 ... was für eine gute und gemütliche Adresse, dazu beigetragen hat auch das historische Intérieur und das Cheminée. Reservationen sind sogar für Mittagstische zu empfehlen. Die Business-Lunchs bestechen durch Abwechslung und werden jede Woche neu „komponiert“ – wir kommen in den Genuss folgender Speisen:
 
                                            Hier noch unser Mittagsmenü zum Nachkochen:

                                                       Vorspeise: Lachs mit Salatdeko
                            Hauptgang: Poulardenbrüstchen mit Bresaola auf Rotweinrisotto
                                                   Dessert: Orangengratin mit Gewürzeis
 
Da die Geschmäcker bekanntlich verschieden, entscheiden wir uns auch für unterschiedliche  Weine: einen Lyss Rouge bzw. Château Bouscasse! Die Holzuhr, die hinter Tobis Rücken ich einsehen kann, macht deutlich, dass auch zwei Stunden eigentlich fast zu kurz sind, im „Rössli“ zu Tische zu sitzen – ein wenig drückt da auch der Aufbruch zum zweiten Teil des Spaziergangs. Zurück nach Luzern, in die Nähe des Verkehrshauses.  


 ... durch die Hohle Gasse, durch die wir auf Adligenswil gestossen sind, spazieren wir wieder hinauf auf die Anhöhe via Hof Chluse und zur Abzweige Feldweg hinab zum Kurhaus Sonnmatt, das bereits wieder auf Stadtgebiet liegt. Kontrastierend nun im spätnachmittäglichen Glanz beginnen die Berge am und um den teilweise von hier einzusehenden See zu glühen – auch überraschende Perspektiven werden so eingefangen. Die gegenüberliegende Siedlung Büttene mit ihren Bau-verschachtelungen gibt mit den dahinter aufragenden Urner Alpen ein interessantes Bild ab. In unmittelbarer Nähe, aber auf Meggener Gemeindegebiet, liegt der Englische Friedhof, den wir nicht sehen können, von dessen Existenz aber Tobi Kenntnis hat. Später gelangen wir in die Nähe des Klosters am Gerlisberg – in Serpentinen fällt der schmale Weg hinunter, teils als Kiesweg, teils schlaglochbesetzt nun entlang an den Überresten des Trasse der einstigen Klein-Rigi-Bahn auf den Dietschiberg. Die Natur übernimmt zusehends die ehemalige Standseilbahn mit Blattwerk und Schlingpflanzen. In der Talstation hat sich ein Schreiner eingemietet – eine Infotafel erzählt die kurze Geschichte und das Scheitern an finanziellen Mitteln, diese wieder aufleben zu lassen. Einige Schritte weiter die Bushaltestelle der Linien 6, 8 und 24 - Dank ihrer eigenen Fahrbahn bleibt man nicht im unsäglichen Stau stecken, der sich täglich an der See-promenade vom Verkehrshaus in die City ergiesst!
 
 ... Danke Tobi für das Erobern kulinarischer Tempel im Einzugsgebiet Ebikon – das Rössli dürfte ggf. einen Anfang gemacht haben – die Grossregion Rigi hat gewiss weitere Perlen für uns parat. 




Tourengänger: Henrik , Tobi


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Kommentare (1)


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Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 30. Januar 2012 um 20:44
Danke lieber Henrik,

für die genaue und künstlerische Schilderung einer meiner "Zwischen-Heimaten" (von Dierikon und Luzern aus habe ich da viel von dir Geschildertes erleben und betrachten können).

lg Felix


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