Fidisberg 1919m


Publiziert von bulbiferum , 17. Januar 2012 um 21:13.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:15 Januar 2012
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT3 - Anspruchsvolle Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: Nördliche Muotataler Alpen   CH-SZ   Westliche Sihltaler Alpen 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 980 m
Abstieg: 980 m
Strecke:12,5 Km

Route: Weglosen – Laueli – Strasse durch den Chäserenwald - Ob.Gruebi – Sattlerhütte – P. 1683 – direkt hinauf zum Fidisberg 1919m – Abstieg über nach Westen verlaufenden Rücken – P. 1688 – Druesberghütte – Weglosen.
 
Es ist kalt als wir auf dem PP bei Weglosen aus dem Auto steigen. Das Wetter verspricht sehr gut zu werden und auch die Lawinensituation ist günstig. Entsprechend war schon viel Betrieb auf dem PP. Als wir beim Laueli, nach einem kurzen steilen Aufstieg den Wanderweg erreichen, staunen wir. Hinter uns tummeln sich mindestens 70 Personen. Ein Riesengewusel. Zum Glück verteilt sich die Menge schnell auf die vielen Ziele. Wir wandern nach einem kurzen Zwischenspurt gemütlich auf der mit viel Schnee bedeckten Strasse hinauf zur Ob. Grueb, wo der Leiternweg einmündet. Von dort steigen wir weiter in Richtung Druesberghütte hoch, biegen dann aber auf ca. 1500m Höhe zur Sattlerhütte ab.
 
Auf dem Weg zur Lehhütte kommen wir in die Sonne. Aber nicht für lange, der Schülberg wirft einen mächtigen Schatten. Wir nähern uns der Lehhütte. Eine Skitourengruppe vor uns biegt links ab. Offenbar steigen sie über den langen Rücken von Westen her auf den Gipfel. Wir haben die gleiche Route geplant. Den direkten und steilen Aufstieg von Süden habe ich als Option im Hinterkopf. An den südlichen Flanken ist schon einiges heruntergekommen. Mächtig liegen die grossen Schneebrocken unter den Felsen. Die Schneedecke ist hart. Sie scheint unter den Felsen auch nicht sehr dick zu sein. Die grösste Gefahr liegt vermutlich beim Traversieren nach rechts unter den Felsen hindurch, weil ich das mit viel Schnee gefüllte Couloir in der logischen Aufstiegsrinne meiden will. Wir entscheiden uns für den direkten Aufstieg. Zu Beginn geht es sehr moderat hoch, wird dann aber immer steiler.. Die steilsten Stellen in der Traverse haben ca. 35°. Ausgerechnet hier löst sich bei Helene's Schneeschuh der Fersenriemen. Bei kleinen Schuhgrössen (Nr. 35) ist die MSR Denali Mist. Auch die Steighilfe kann sie nicht benutzen, sie ist zu weit hinten angebracht. Wir lösen das Problem und steigen nun den breiten Gipfelhang hoch.
 
Wir geniessen eine lange Gipfelrast. Es weht kein kalter Wind, der uns schnell vertrieben hätte. Es hat auch nicht viele Leute auf dem Gipfel. Die umliegenden Ziele haben weit mehr Besuch. Wir steigen über den langen Rücken gegen Westen ab. In einem langen Bogen umgehen wir die steilsten Stellen und erreichen die Hütten beim Punkt 1688.  Hier geht es weiter sanft hinab zur Brücke und dann wieder leicht hinauf zu unserer alten Spur und zurück zur Druesberghütte. Diese ist gut besucht. 2 Personen finden aber immer an einem Tisch ein Plätzchen und so geniessen wir die Sonne bei einem Kaffee Druesberg bevor wir uns wieder an den Abstieg machen.
 
Wieder ist ein wunderbarer Tag vorbei. Der Fidisberg ist offenbar nicht so populär wie andere Gipfel im Gebiet aber ein lohnendes Ziel für Schneeschuhgänger. Die Aussicht genau so schön und weit wie vom Biet.  
 
Für Helene haben wir noch am gleichen Abend einen neuen Schneeschuh der Marke Inook Freestep bestellt. Die MSR Devo Ascent Teile dienen mir dann als Ersatzteillager, solange ich noch mit MSR unterwegs bin.

Tourengänger: bulbiferum


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