wieder einmal auf die Haglere - diesmal mit den Skis


Publiziert von Felix Pro , 16. Januar 2012 um 21:22. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum:15 Januar 2012
Ski Schwierigkeit: WS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: Hagleren und Giswilerstöcke   CH-LU   CH-OW 
Aufstieg: 750 m
Abstieg: 750 m
Strecke:P. 1256 - Haglere - Dählebode - Haglere - Dählebode - P. 1785 - Alp Rohr - Gitziloch - P. 1256
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Wolhusen, Schüpfheim und Flühli bis zum Parkplatz
Zufahrt zum Ankunftspunkt:via Langnau, Ramsei, Sumiswald und Fritzeflue-Tunnel
Kartennummer:1189

Die fürs Wochenende gemietete Skitourenausrüstung „verlangte“ nach einer Folgetour – das Wetter ebenso … also nochmals, mit Rosmarie, in die, diesmal nähere, Bergwelt!

 

Wenig hinter Flühli biegt die Strasse ab Richtung Stäldili; auf ihr fahren wir (vom Frühling in den Winter) bis zur Brücke, P. 1256 (Gitziloch). Hier, beim Start im Schatten, zeigen die Werte -12° an; das beim Steinbruch recht steil heraufführende Fahrweglein bringt schnell Wärme in unsere Glieder. Der guten Spur folgend, erreichen wir nach der ersten kurzen Waldpartie im tiefen Schnee die sonnigen Hänge unter der Alp Rohr, oberhalb des Gitzilochs. Diese lassen wir oberhalb liegen und steigen mehr oder weniger gemächlich über sonnige, „flauschige“ Abschnitte weiter an Richtung Rohr. Hier, mit Beginn des lichten Waldgürtels, wird unsere Tour steiler. Doch das Aufwärtsgleiten ist gut machbar, wärmend – und zahlreiche schöne Aus- und Einblicke über tiefverschneite Hänge und zu Föhrengruppen entzücken uns immer wieder. Ebenso wie auf dem wenig später anschliessenden flacheren Abschnitt zum Gebiet Haglere; und nun erscheint der schattige Gipfelhang unter dem letzten Abschnitt der Haglere bereits deutlich vor uns.

 

In den Schatten eintretend, ziehen wir uns wieder wärmer an: der Wind tritt hier nun immer stärker auf; es wird merklich frostiger … Dennoch stellen die letzten paar Meter an der Sonne zum Gipfelkreuz der Haglere ein tolles Erlebnis dar: eindrücklich, wie der Wind die Schneekristalle über die schiefe Ebene treibt und die Sonne dieses Schauspiel beleuchtet! Mit vielen andern Tourengängern stehen wir bald auf dem sehr aussichtsreichen Gipfel; wir geniessen eine tolle Rundsicht – den stürmischen Wind weniger … So reicht es zu einigen Fotos und Wiedersehen mit vielen bekannten Bergen und möglichen weiteren Gipfelzielen – nicht jedoch zu einer Rast: wir machen uns rasch für die Abfahrt bereit und beschliessen, unterhalb einen dafür geeigneteren Platz zu suchen.

 

Teilweise etwas verblasen und bereits verfahren, zwischenzeitlich jedoch von sehr guter Qualität präsentieren sich die Schneeverhältnisse während der Abfahrt zu P. 1785. Lauschige kleine Kuppen bieten hier mehr Schutz vor dem schwächeren Wind – und sehen v.a. besonders reizvoll aus; gerade Recht, um einen ersten kleinen Imbiss zu uns zu nehmen. Da der Wind jedoch nicht gänzlich ausbleibt, setzen wir unsere Fahrt fort; zuerst wieder durch offenes, mit einzelnen Föhren und –gruppen bestücktes Gelände, zuletzt durch das enge und steilere „Rohr“ auf die wieder offene, besonnte Fläche vor Alp Rohr. In jenem wurde das Fahren für mein doch noch nicht ausgeheiltes Knie beschwerlich, der Fahrstil entsprechend anfängerhaft. Nach einer kurzen Schussfahrt und einer Gegensteigung (mit Skitragen) erreichen wir die hübsche, tief im Schnee versunkene Alp, wo bereits andere Skitourengänger auf der Bank unter dem Dach die Sonne, Wärme und Windstille geniessen.

 

Die Abfahrt von der hübsch gelegenen Alp gestalten wir derart, dass wir im ersten steileren Abschnitt die schattigeren Seiten zur Abfahrt aufsuchen; sonnseitig hat bereits eine deutliche Deckelbildung eingesetzt. In dieses Passagen, wie auch im unteren, recht stark befahrenen Abschnitt vor dem Gitziloch, werden die letzten Abschnitte ruppiger. Auf dem Waldweg über dem Steinbruch legen wir die letzten Meter problemlos zurück – und erreichen bei bereits „hohen“ -6° wieder unser Auto beim Ausgangspunkt.

 

Wieder eine intensive, erlebnisreiche Skitour bei besten Wetterbedingungen – das kleine, doch gut miteinander harmonierende Trio des SAC Huttwil ist begeistert ob des weiteren erfolgreichen und beglückenden Tages. 


Tourengänger: Ursula, Felix, Freudenjuz


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Kommentare (3)


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Henrik hat gesagt: ..mich wundert schon, dass
Gesendet am 16. Januar 2012 um 23:33
du mit diesen Knien und Fersen Everesttouren leisten kannst - also ein dickes Lob und alle 8-ung!

Über die Qualität der Bilder ..the fiveletterword starts with a B.

Ciao
Henrik

CarpeDiem hat gesagt:
Gesendet am 24. Januar 2012 um 10:17
Gratuliere sowohl zur Tour als auch zu den Superbilder!!

Saluti

Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 24. Januar 2012 um 19:01
Danke euch beiden, liebe Anne-Catherine und Henrik, zum dicken Lob.

Herzlich


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