Cielo (1508m), Sierra Almijara


Publiziert von Tef Pro , 13. Januar 2012 um 20:22.

Region: Welt » Spanien » Andalusien » Málaga
Tour Datum: 2 Januar 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: E 
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:östliche Ausfahrt von Nerja und Richtung Cueva de Nerja. Unmittelbar vor den Parkplätzen der Höhle links auf Holperpiste zwischen parkenden Autos vorbei und oben links hinein bis zum Abzweig Cielo (4 Kilometer)
Kartennummer:Mapa Topográfico de Sierra Almijara (Blatt 1) 1:25000

Der Cielo ist der wohl am häufigsten bestiegene Berg der Sierra Almijara. Das hat mehrere Gründe: zuerst ist er dem Meer am nächsten und bietet einen tollen Blick auf dieses, und ist deswegen nicht ganz so schwer (und weit) erreichbar wie die zentralen Berge. Doch einige Höhenmeter kommen auch hier zusammen, außer man hat ein Geländefahrzeug und traut sich bis zum Cortijo de la Civila auf 800 Meter Höhe fahren.
Die meisten steigen auf gleichem Weg wieder ab und verpassen so den wunderschönen und wilden Abstieg über die Nordseite.
Wir fuhren mit dem Auto wieder 3 Kilmoeter Richtung Pinarillo und parkten dort, wo sich die Piste verzweigt: links geht's zum Picknickplatz weiter, geradewegs (Schild "Sendero") zum Cielo. Nur wenig geht man anfangs auf der Piste, dann kann man die weiten Schleifen auf einem Wanderpfad abkürzen, bis man dann doch der Piste zu einem Sattel folgt.
Hier kann man dem Pfad nach Süden Richtung Tajo de los Bueyes folgen und gelangt so zu einem kleinen Felsgipfelchen mit schöner Aussicht.
Wieder zurück folgen wir der Piste in eine Senke und ereichen ein Steinhaus. Auch hier zweigt nach rechts ein Pfad ab. Da der Tag noch jung ist und wir neugierig sind folgen wir ihm. Er ist recht neu angelegt und führt sehr schön durch üppige Natur in etwa 15 Minuten zu einer Ruine hoch überm Meer - ein schöner Rastplatz!
Der Pfad führt von hier weiter bergab und kommt bei Moro an der Küste raus, wir jedoch kehren zur Piste zurück und folgen dieser in einem Tal aufwärts zum Cortijo de la Civila - wie so oft hier auch eine Ruine. Dahinter führt ein Pfad in weiten Serpentinen den üppig bewachsenen Hang empor. Dabei werden die Ausblicke mit jedem Schritt besser.
Oben erreichen wir eine Schulter und blicken erstmals auch auf die Küste nach Osten. Nach Norden hin sieht man den Gipfel. War bis hier der Nordwind kaum zu spüren gewesen, nahm er nun gewaltig an Stärke zu und je weiter wir über die Schulter Richtung Gipfel anstiegen, umso mehr versuchte er uns aus dem Gleichgewicht zu bringen. Doch jeder Wind hat auch sein Gutes: so sahen wir nach Norden eine Wolkenwalze, die über die Gipfel dort zu Tale stürzte und sich auflöste - hätten wir heute eine Tour weiter nördlich gewählt, hätten wir ganz schön dumm aus der Wäsche gekuckt. So aber genossen wir trotz Sturm die Aussicht.
Ein Vorgipfel wir umgangen, dann quert der Weg durch die Flanke nach links auf die Nordseite. Hier führt der Pfad dann recht steil in Serpentinen hinauf zum Gipfelkreuz mit fantastischem Blick auf die Küste, das Meer bis hinüber nach Afrika. Eigentlich ist der Cielo gar kein eigenständiger Gipfel, da es nach hinten über einen Kamm noch zum höheren P. 1544m geht.
Diesen lassen wir uns natürlich nicht entgehen. In etwa 10 Minuten ist er über eine deutliche Pfadspur zu erreichen. Sehr schön ist von hier der Blick hinab ins Tal zum Pinarillo und nach Osten zur schneebedeckten Sierra Nevada, wenn sie denn zwischen den Föhnwolken zu sehen ist. Nach unserer windgeschützten Pause gehen wir wieder zurück zum Cielo.
Steigt man über die Nordseite wieder ab, sieht man deutlich etwa 200 Hm weiter unten einen Pfad, zu dem wir nun absteigen wollen. Dort wo unser Aufstiegsweg nach links abzweigt, geht es geradewegs in der Flanke weiter. Es gibt auch zahlreiche Steinmandl und später auch deutliche Pfadspuren. Man muß sich in der Flanke eher rechts halten. Der Pfad erreicht eine kleine Mulde und schwenkt hier nach rechts um durch üppiges Grün hinab zum von oben deutlich sichtbaren Pfad zu führen.
Nun geht es auf diesem ohne Probleme über Hänge nach unten. Die Vegetation ist so üppig, daß der Weg kaum zu erkennen ist und von uns meist nur der Kopf herausschaut. So geht es kurzweilig hinab in den Barranco Higueras.
Im engen Talgrund geht es dann ein Weilchen dahin, bis wir in den Barranco de los Cazadores münden. Wir folgen weiter dem nun erheblich breiterem Tal und erreichen bald die Piste, die uns zurück zum Picknickplatz Pinarillo und weiter zum Ausgangspunkt bringt.

Tourengänger: Tef


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