Sättelistöcke


Publiziert von ironknee , 15. Oktober 2007 um 12:43.

Region: Welt » Schweiz » Nidwalden
Tour Datum:14 Oktober 2007
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Ruch- und Walenstockgruppe   CH-NW   CH-OW 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1300 m

Geröll-, Schutt- und Grat-Tour auf zwei einsame Felsberge.

Trotz des Prachtwetters verirrten sich nur eine Handvoll (4) Berggänger in die Sätteliteufi. Der schnellste Zugang über den Wiss Tritt und die Geröllwüste schrecken wohl ab. Wer also auch an einem "Massenwanderwochenende" seine Ruhe sucht, findet sie in der Sätteliteufi.

Wiss Tritt - T5:

Von der Chrüzhütte gehts zuerst auf dem Walenpfad nach Plänggeli auf ca. 1800m. Ab hier folgt man zuerst dem Pfad nach Oberfeldcharen. Der Einstieg zum Wiss Tritt befindet sich ganz rechts im Kessel unterhalb einer markanten Felswand (siehe Bilder). Hier ein super Bild der Route durch den Wiss Tritt von Sputnik. Die Route ist durchwegs mit blauen Punkten und Strichen markiert. Wenn es trocken ist, ist eine Begehung ungefährlich. Bei Nässe ist Vorsicht geboten. Am Ende des Wiss Tritt folgt man am besten den Steinmandlis bis in die Sätteliteufi.

Gross Sättelistock (2637) - T4:

Der Einstieg zur Normalroute auf den Gross Sättelistock befindet sich unter dessen Norwestwand. Zur Zeit liegt dort ein kleines Schneefeld. Die Route ist ab dem Einstieg mit roten Punkten und Strichen markiert. Der Aufstieg führt meist über grobes Geröll und Schutt. An einer Stelle muss unschwierig durch einen Kamin geklettert werden. Der Rest des Aufsteigs führt über Felsbänder, Schutt und Geröll. Im Abstieg ist Vorsicht vor Schutt auf den Platten der Felsbänder geboten.

Chli Sättelistock (2418) - T6/II:

Wieder zurück in der Sätteliteufi umgeht man P.2294 rechts (südlich) und steigt zuerst über die linke, auffällige Grasfläche hoch. Danach quert man das Schuttband an seiner schmalsten Stelle nach rechts und gewinnt die restlichen Höhenmeter wieder über Grass und Schroffen bis zum Gratkamm. Nun folgt man dem zunächst Grasigen Grat bis in eine Senke wo die Felsen beginnen. Ab hier wird der Grat immer schmaler und luftiger. Einen Felszahn kann man rechts durch einen kleinen Kamin umgehen. Wobei das verkeilte Geröll im Kamin nicht besonder einladen wirkt. Ein weiterer Zahn wird direkt erklettert. Der Schlussaufstieg führt aus einer schmalen Scharte zuerst durch ein steiles Schrofenstück und danach über ein entspannendes Grasstück auf den höchsten Punkt. Der Abstieg erfolgt auf der gleiche Route bis zum Punkt wo man den Grat aus der Sätteliteufi erreicht hat.

Der Abstieg zur Bannalp erfolgt nun richtung Osten. Der Einstieg ist rot markiert. Der Abstiegspfad ist im oberen Teil mit Seilen gesichert. Sie sind wahrscheinlich nützlich wenn die Grasflanken gefroren sind. Ansonsten sind es gefährliche Stolperfallen. Weiter unten ist der Weg wieder markiert und führt via Oberfeldcharen zurück nach Plänggeli. Von hier zum See oder zur Chrüzhütte.

Hinweis: Man sollte sich vor der Tour unbedingt über den Fahrplan der Seilbahnen informieren.

Tour mit Put.

Good hike,

ironknee


Tourengänger: ironknee

Galerie


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